Lucien Favre

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daysleeper18783
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3061 Beitrag von daysleeper18783 » Mo 7. Dez 2020, 10:21

cloud88 hat geschrieben:
So 6. Dez 2020, 21:22
Ich hatte gestern ja schon gesagt das ich mir noch mal anschaue wie es mit dem drehen von spielen nach Rückständen gestellt ist, weil ich das Gefühl habe das wir uns in diesem Punkt verschlechtert haben auf die Favre Zeit bezogen.

In der Liga
Saison 18/19 Rückstand 10 Gewonnen 5 Remis 1 Verloren 4 Punkte 16
Saison 19/20 Rückstand 12 Gewonnen 3 Remis 2 Verloren 7 Punkte 11
Saison 20/21 Rückstand 5 Gewonnen 1 Remis 1 Verloren 3 Punkte 4

Im Grunde unterstützt das noch einmal meine Aussage dazu das die Mannschaft in den 2,5 Jahren auf dieser Mentalen Ebene an Leistung verloren hat. Ich kann mir einfach nicht Vorstellen das es nicht am Trainer liegt, was diesen Punkt angeht. Spieler wie Delaney, Can, Haaland, Bellingham, Hummels und vllt WItsel wurden geholt weil sie genau dort auch ihre Stärken haben. Das fast alle davon diese verlieren kann nicht nur am Spieler oder die nähe Pleite 04 liegen. Dieses Geduldige spiel, hat der Mannschaft das Feuer genommen, Seit Monaten braucht es immer die Halbzeit um 1-3 Gänge höher zulegen.
Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Man bedenke Folgendes:
- 13 der 16 Punkte in der Saison 18/19 sind in der ersten Halbserie zusammengelaufen. Dass muss an der hervoragenden mentalen, physischen und taktischen Einstellung liegen, die die Mannschaft aus der vorangegangenen Stöger-Saison mitgenommen hat, bevor Favre den Kader runter gewirtschaftet hat. Fans und Geschäftsführung hätten ja so gerne mit Stöger weitergemacht, leider musste Favre übernehmen. Es kann unmöglich daran liegen, dass die Mannschaft in dieser Halbserie aufgrund von übersteigertem Selbstvertrauen und einfach auch Glück über ihren Möglichkeiten gespielt hat.
- Schaut man sich die Statistiken dann normalisiert an, bleibt eigentlich eine recht konstante Leistung nach Rückstand. Ca. doppelt so oft verloren wie gewonnen (man sollte ja auch die Ergebnisse von 20/21 auf die Gesamtsaison hochrechnen, wenn man ernsthaft vergleichen will, wobei eine einfach Hochrechnung bei nichtmal einem Drittel der Saison schwerfällt).
- Ich bezweifle, dass das unbedingt bei anderen Mannschaften so viel anders aussieht. Das erste Tor ist im Weltfußball so wichtig wie nie. Frankreich ist amtierender Weltmeister, weil sie immer das erste Tor geschossen haben. Portugal amtierender Europameister mit dem selben Spielstil. Berauschenden Fußball haben beide eher selten gezeigt.

Was macht also (zumindest statistisch) den Unterschied zu den letzten Saisons? Die herausgespielten Torchancen? Laut ""understat.com" 124 Torschüsse (aus open play, denn nur das macht Sinn zu betrachten, wenn es um die Spielweise geht) in zehn Spielen. 18/19 waren es 331 auf 34 Spieltage. 19/20 waren es 344 nach 34 Spieltage. Wir sind also auf dem Weg zu mehr als 400 Torschüssen in 20/21 aus dem Spiel heraus, was eine deutliche Steigerung zu den Vorjahren bedeutet. Also ist es wirklich so, dass wir weniger Offensiv-Power haben und nur das Spiel verwalten? Ich denke nicht. Was ist also das Problem? Torschüsse bedeutet logischerweise nicht, dass die Torschüsse von hoher Qualität sind. Also vergleichen wir die xG Werte. 20/21 liegt der xG aus Open Play bei 16.11 (bei 16 Toren und 124 Torschüssen). 19/20 bei 55.28 (bei 72 Toren und 344 Torschüssen). Und 18/19 bei 51.92 (bei 63 Toren und 331 Torschüssen). Was sagt uns das? Die Qualität der Torschüsse hat etwas abgenommen. 20/21 haben ca. 12,9 % der Schüsse ein Tor "verdient", 18/19 waren es noch 15,7 %; 19/20 15,9 %. Die 3 Prozent machen dann schon was aus und liegen wahrscheinlich darin begründet, dass wir häufiger einem Rückstand hinterherlaufen und bisher kaum Gegner hatten, die uns Räume geben (RB, Leverkusen). Betrachtet man aber dann noch die Chancenverwertung, dann sieht das ganze noch schlimmer aus. 18/19 wurden 19 % aller Torschüsse verwandelt. 19/20 sogar 21 %. Dieses Jahr sind es aber nur knapp 13 %. Das führt mich zu der Annahme, dass wir dieses Jahr ähnlich viele hochkarätige Chancen herausspielen (insgesamt schlechtere Qualität der Chancen, dafür höhere Quantität), diese aber einfach schlechter nutzen. Das gepaart mit dem Spielstil von Favre (hinten sicher, den Gegner müde spielen und dann treffen), führt zu den Ergebnissen, die wir sehen. Das Spiel hat sich nicht großartig geändert, außer, dass wir defensiv jedes Jahr deutlich stabiler geworden sind (Standardgegentore mal außen vor) und einfach die Tore nicht mehr machen. Wir haben unsere Effektivität verloren. Kommen dann noch einige unglückliche Schiri-Entscheidungen dazu (wir sind die einzigen der Top-4, die bisher nicht von Fehlentscheidungen profitieren; RB und Bayer sogar deutlich; +3 und +5 Punkte; Quelle: Wahre Tabelle), dann rutscht du einfach in der Tabelle ab. Und kann man jetzt die Chancenverwertung der Taktik des Trainers anlasten? Wahrscheinlich der Punkt, der am wenisgten taktisch bedingt ist. Hier müsste man analysieren, was für Chancen ausgelassen wurden. Allein in den letzten 5 Spielen fallen mir etliche 100%ige von Haaland und Reus ein, die einfach Punkte gekostet haben.

Gefällt mir alles was Favre macht? Bei weitem nicht. Ich finde seine Aufstellungen häufig komisch. Er demontiert teilweise Spieler, die im Aufwärtstrend sind anstatt sie zu fördern. Er hat Lieblinge bei denen ich die Aufstellung manchmal nicht verstehe und andere haben es sehr schwer bei ihm. Würde ich gerne kloppschen Fußball sehen (wobei man auch sagen muss der kloppsche Fußball aus Liverpool ist nicht mehr der kloppsche Fußball aus seiner anfänglichen Dortmunder Zeit). Aber ja. Ich würde gerne Pressing-Fußball sehen. Ich war damals und bin weiterhin ein großer Freund des Fußballs den Bosz spielen lässt. Bosz hätte jetzt auch eher Spieler, die seinen Stil spielen können. Aber würde ich deswegen jetzt Favre feuern? Nein. Was sind die Alternativen? Sind die wirklich besser? Am Ende der Klopp Zeit hieß es immer er hat keinen Plan B, das Team braucht frisches Blut und neue Ideen. Dann kam Tuchel. Es lief erst gut, dann kam der Bruch. Am Ende der Amtszeit Tuchel konnte keiner mehr den Tuchel Fußball sehen (zu viel Verwaltung, zu wenig Aggressivität, nur Ballgeschiebe). Dann kam Bosz. Es lief erst gut, dann kam der Bruch. Der Fußball war auf einmal zu aggressiv und Harakiri. Dann kam Stöger. Es lief nie gut, brauchte also keinen Bruch. Keine Taktik, nur weite Bälle. Dann kam Favre. Es lief erst gut, dann kam der Bruch. Ich erkenne da ein Muster. Und das was sich nicht in diesem Muster wiederholt ist der Trainer, sondern die Selbstüberschätzung und Ungeduld der Fans. Also solange mir keiner eine ernsthafte Alternative für Favre gibt, weiß ich nicht warum man ihn jetzt aus Aktionismus feuern sollte (und ich weiß nicht ob Marsch eine Alternative ist; immerhin hat Salzburg in einer Liga über der sie noch deutlich höher schweben wie die Bayern über der Bundesliga aus 10 Spielen auch schon 2 Niederlagen und ein Remis mitgenommen). Und guckt man sich europaweit die Ergebnisse an, dann haben nicht nur wir Probleme. City, Liverpool, United, Real, Barca, PSG, Juve, alle haben sie Probleme. Heimvorteile gibt es kaum noch (und das war bisher unser größtes Pfund). Diese Saison ist anders. Das bitte ich zu bedenken.

Shafirion
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3062 Beitrag von Shafirion » Mo 7. Dez 2020, 12:10

daysleeper18783 hat geschrieben:
Mo 7. Dez 2020, 10:21
cloud88 hat geschrieben:
So 6. Dez 2020, 21:22
Ich hatte gestern ja schon gesagt das ich mir noch mal anschaue wie es mit dem drehen von spielen nach Rückständen gestellt ist, weil ich das Gefühl habe das wir uns in diesem Punkt verschlechtert haben auf die Favre Zeit bezogen.

In der Liga
Saison 18/19 Rückstand 10 Gewonnen 5 Remis 1 Verloren 4 Punkte 16
Saison 19/20 Rückstand 12 Gewonnen 3 Remis 2 Verloren 7 Punkte 11
Saison 20/21 Rückstand 5 Gewonnen 1 Remis 1 Verloren 3 Punkte 4

Im Grunde unterstützt das noch einmal meine Aussage dazu das die Mannschaft in den 2,5 Jahren auf dieser Mentalen Ebene an Leistung verloren hat. Ich kann mir einfach nicht Vorstellen das es nicht am Trainer liegt, was diesen Punkt angeht. Spieler wie Delaney, Can, Haaland, Bellingham, Hummels und vllt WItsel wurden geholt weil sie genau dort auch ihre Stärken haben. Das fast alle davon diese verlieren kann nicht nur am Spieler oder die nähe Pleite 04 liegen. Dieses Geduldige spiel, hat der Mannschaft das Feuer genommen, Seit Monaten braucht es immer die Halbzeit um 1-3 Gänge höher zulegen.
Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Man bedenke Folgendes:
- 13 der 16 Punkte in der Saison 18/19 sind in der ersten Halbserie zusammengelaufen. Dass muss an der hervoragenden mentalen, physischen und taktischen Einstellung liegen, die die Mannschaft aus der vorangegangenen Stöger-Saison mitgenommen hat, bevor Favre den Kader runter gewirtschaftet hat. Fans und Geschäftsführung hätten ja so gerne mit Stöger weitergemacht, leider musste Favre übernehmen. Es kann unmöglich daran liegen, dass die Mannschaft in dieser Halbserie aufgrund von übersteigertem Selbstvertrauen und einfach auch Glück über ihren Möglichkeiten gespielt hat.
- Schaut man sich die Statistiken dann normalisiert an, bleibt eigentlich eine recht konstante Leistung nach Rückstand. Ca. doppelt so oft verloren wie gewonnen (man sollte ja auch die Ergebnisse von 20/21 auf die Gesamtsaison hochrechnen, wenn man ernsthaft vergleichen will, wobei eine einfach Hochrechnung bei nichtmal einem Drittel der Saison schwerfällt).
- Ich bezweifle, dass das unbedingt bei anderen Mannschaften so viel anders aussieht. Das erste Tor ist im Weltfußball so wichtig wie nie. Frankreich ist amtierender Weltmeister, weil sie immer das erste Tor geschossen haben. Portugal amtierender Europameister mit dem selben Spielstil. Berauschenden Fußball haben beide eher selten gezeigt.

Was macht also (zumindest statistisch) den Unterschied zu den letzten Saisons? Die herausgespielten Torchancen? Laut ""understat.com" 124 Torschüsse (aus open play, denn nur das macht Sinn zu betrachten, wenn es um die Spielweise geht) in zehn Spielen. 18/19 waren es 331 auf 34 Spieltage. 19/20 waren es 344 nach 34 Spieltage. Wir sind also auf dem Weg zu mehr als 400 Torschüssen in 20/21 aus dem Spiel heraus, was eine deutliche Steigerung zu den Vorjahren bedeutet. Also ist es wirklich so, dass wir weniger Offensiv-Power haben und nur das Spiel verwalten? Ich denke nicht. Was ist also das Problem? Torschüsse bedeutet logischerweise nicht, dass die Torschüsse von hoher Qualität sind. Also vergleichen wir die xG Werte. 20/21 liegt der xG aus Open Play bei 16.11 (bei 16 Toren und 124 Torschüssen). 19/20 bei 55.28 (bei 72 Toren und 344 Torschüssen). Und 18/19 bei 51.92 (bei 63 Toren und 331 Torschüssen). Was sagt uns das? Die Qualität der Torschüsse hat etwas abgenommen. 20/21 haben ca. 12,9 % der Schüsse ein Tor "verdient", 18/19 waren es noch 15,7 %; 19/20 15,9 %. Die 3 Prozent machen dann schon was aus und liegen wahrscheinlich darin begründet, dass wir häufiger einem Rückstand hinterherlaufen und bisher kaum Gegner hatten, die uns Räume geben (RB, Leverkusen). Betrachtet man aber dann noch die Chancenverwertung, dann sieht das ganze noch schlimmer aus. 18/19 wurden 19 % aller Torschüsse verwandelt. 19/20 sogar 21 %. Dieses Jahr sind es aber nur knapp 13 %. Das führt mich zu der Annahme, dass wir dieses Jahr ähnlich viele hochkarätige Chancen herausspielen (insgesamt schlechtere Qualität der Chancen, dafür höhere Quantität), diese aber einfach schlechter nutzen. Das gepaart mit dem Spielstil von Favre (hinten sicher, den Gegner müde spielen und dann treffen), führt zu den Ergebnissen, die wir sehen. Das Spiel hat sich nicht großartig geändert, außer, dass wir defensiv jedes Jahr deutlich stabiler geworden sind (Standardgegentore mal außen vor) und einfach die Tore nicht mehr machen. Wir haben unsere Effektivität verloren. Kommen dann noch einige unglückliche Schiri-Entscheidungen dazu (wir sind die einzigen der Top-4, die bisher nicht von Fehlentscheidungen profitieren; RB und Bayer sogar deutlich; +3 und +5 Punkte; Quelle: Wahre Tabelle), dann rutscht du einfach in der Tabelle ab. Und kann man jetzt die Chancenverwertung der Taktik des Trainers anlasten? Wahrscheinlich der Punkt, der am wenisgten taktisch bedingt ist. Hier müsste man analysieren, was für Chancen ausgelassen wurden. Allein in den letzten 5 Spielen fallen mir etliche 100%ige von Haaland und Reus ein, die einfach Punkte gekostet haben.

Gefällt mir alles was Favre macht? Bei weitem nicht. Ich finde seine Aufstellungen häufig komisch. Er demontiert teilweise Spieler, die im Aufwärtstrend sind anstatt sie zu fördern. Er hat Lieblinge bei denen ich die Aufstellung manchmal nicht verstehe und andere haben es sehr schwer bei ihm. Würde ich gerne kloppschen Fußball sehen (wobei man auch sagen muss der kloppsche Fußball aus Liverpool ist nicht mehr der kloppsche Fußball aus seiner anfänglichen Dortmunder Zeit). Aber ja. Ich würde gerne Pressing-Fußball sehen. Ich war damals und bin weiterhin ein großer Freund des Fußballs den Bosz spielen lässt. Bosz hätte jetzt auch eher Spieler, die seinen Stil spielen können. Aber würde ich deswegen jetzt Favre feuern? Nein. Was sind die Alternativen? Sind die wirklich besser? Am Ende der Klopp Zeit hieß es immer er hat keinen Plan B, das Team braucht frisches Blut und neue Ideen. Dann kam Tuchel. Es lief erst gut, dann kam der Bruch. Am Ende der Amtszeit Tuchel konnte keiner mehr den Tuchel Fußball sehen (zu viel Verwaltung, zu wenig Aggressivität, nur Ballgeschiebe). Dann kam Bosz. Es lief erst gut, dann kam der Bruch. Der Fußball war auf einmal zu aggressiv und Harakiri. Dann kam Stöger. Es lief nie gut, brauchte also keinen Bruch. Keine Taktik, nur weite Bälle. Dann kam Favre. Es lief erst gut, dann kam der Bruch. Ich erkenne da ein Muster. Und das was sich nicht in diesem Muster wiederholt ist der Trainer, sondern die Selbstüberschätzung und Ungeduld der Fans. Also solange mir keiner eine ernsthafte Alternative für Favre gibt, weiß ich nicht warum man ihn jetzt aus Aktionismus feuern sollte (und ich weiß nicht ob Marsch eine Alternative ist; immerhin hat Salzburg in einer Liga über der sie noch deutlich höher schweben wie die Bayern über der Bundesliga aus 10 Spielen auch schon 2 Niederlagen und ein Remis mitgenommen). Und guckt man sich europaweit die Ergebnisse an, dann haben nicht nur wir Probleme. City, Liverpool, United, Real, Barca, PSG, Juve, alle haben sie Probleme. Heimvorteile gibt es kaum noch (und das war bisher unser größtes Pfund). Diese Saison ist anders. Das bitte ich zu bedenken.
Du sprichst mir aus der Seele. Würde praktisch jedes Wort unterschreiben.

Warum Hazard Samstag draußen geblieben ist, ist mir auch ein Rätsel. Im Gegensatz zu Pew glaube ich auch nicht, dass man das irgendwie mit Angst erklären kann. Hazard arbeit schon grundsätzlich besser gegen den Ball als z.B. Sancho. Es wäre also nicht einmal zusätzliches Risiko gewesen, Hazard für den platten Sancho zu bringen (ich persönlich hätte ihn für Schulz gebracht).

Aber diese ganze Hetze und Polemik und Weltuntergangsstimmung wird immer schlimmer. Und wie Space Lord neulich sagte: Im Spielthread ist ja das eine, aber inzwischen ist es hier unter der Woche auch durchgehend so. Und es schreiben immer dieselben dasselbe. Mir vergeht zunehmend jede Lust am Forum.

Das betrifft aber nicht nur Favre. Bei uns wird jedes Interview auf die Goldwaage gelegt. Gleichzeitig sagen ein Embolo und ein Rose ganz ruhig, dass sie mit dem Unentschieden in Freiburg zufrieden sind. Haben die auch ein gigantisches Mentalitätsproblem?

Pew
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3063 Beitrag von Pew » Mo 7. Dez 2020, 12:35

daysleeper18783 hat geschrieben:
Mo 7. Dez 2020, 10:21
Wenn du xG betrachtest, dann darfst du nicht vergessen, dass es typisch für Favres Teams ist diese Werte zu übertreffen. Defensiv scheinen die Modelle da seit einer Weile aufgeholt zu haben, aber offensiv war es in der Vergangenheit immer so, dass man bei xG den Erwartungswert weit übertroffen hat, weil die Modelle die Chancenqualität, die durch unser methodisches und risikoaverses Passen entsteht nicht vollständig erfassen konnten.
Wenn wir da also 18/19 +16 Tore und 19/20 +20 Tore in der Bilanz stehen haben, dann ist es schon signifikant, dass es diese Saison +1 Tor ist [understat]. Es kann natürlich auch sein, dass Understat einfach sein Modell verbessert hat, aber da wir eben insgesamt auch weniger Tore pro Spiel erzielen scheint es mir doch wahrscheinlicher, dass es an uns liegt.
Gegen Köln hat man diesen Effekt auch ein wenig gesehen: unsere beiden besten Chancen waren da einerseits die Direktabnahme von Hummels (unserem IV(!) nach hohem(!) Ball auf Reus) und Haaland sollte seine Chance natürlich trotzdem nutzen, aber wenn man in Situationen gerät, wo der Ball in der Nachspielzeit durch den Strafraum geflippert wird, dann muss man sich auch nicht wundern, wenn die Spieler in der Hektik kleine Fehler mit großen Folgen machen.

Ich kann auch die Einschätzung zu Trainern der Vergangenheit nicht so ganz teilen. Bosz wurde nicht gefeuert oder weggejagt, weil er Opfer seines eigenen Erfolges oder unrealistischer Erwartungen wurde: wir hatten eine kaum fassbare Abwärtsspirale unter ihm, wegen der man irgendwann einfach handeln musste, bevor Minimalziele wie Top 4 unmöglich wurden. Und das sage ich als jemand,der den Mann schätzt. Dass Tuchel wegen seiner Taktik weggewünscht wurde ist mir ehrlich gesagt neu. Ich würde ganz im Gegenteil sogar sagen, dass es überraschend viele Leute gibt, die sich trotz dem was über sein Handling des Busanschlags oder sein, sein mediales Unruhestiften oder seine Spaltung der Mannschaft berichtet wurde, auf seine Seite gestellt haben.

Fakt ist doch, dass unsere Führung mittlerweile regelmäßig davon spricht, dass man am Titelkampf teilenehmen möchte. Fakt ist auch, dass unsere Investitionen in den Kader weit über das hinaus gehen was nötig wäre, um top 4 zu gewährleisten, dass wir Spieler wie Hummels oder Can holen, die ihre Ambitionen offen zeigen.
Und das beißt sich mit Favres Herangehensweise und Aussagen. Das ist, auch wenn man sich das nicht immer eingestehen will, für alle offensichtlich. Das ist auch der Grund, wieso Favre von den Medien immer so hart angegangen wird, weil die eben auch diese riesen Diskrepanz wahrnehmen.
Man muss ihn jetzt nicht während der Saison feuern, das wäre gerade in Anbetracht der Corona Einbußen zu riskant. Aber nach der Saison kann es nur eine Trennung geben.
Shafirion hat geschrieben:
Mo 7. Dez 2020, 12:10
Du sprichst mir aus der Seele. Würde praktisch jedes Wort unterschreiben.

Warum Hazard Samstag draußen geblieben ist, ist mir auch ein Rätsel. Im Gegensatz zu Pew glaube ich auch nicht, dass man das irgendwie mit Angst erklären kann. Hazard arbeit schon grundsätzlich besser gegen den Ball als z.B. Sancho. Es wäre also nicht einmal zusätzliches Risiko gewesen, Hazard für den platten Sancho zu bringen (ich persönlich hätte ihn für Schulz gebracht).

Aber diese ganze Hetze und Polemik und Weltuntergangsstimmung wird immer schlimmer. Und wie Space Lord neulich sagte: Im Spielthread ist ja das eine, aber inzwischen ist es hier unter der Woche auch durchgehend so. Und es schreiben immer dieselben dasselbe. Mir vergeht zunehmend jede Lust am Forum.

Das betrifft aber nicht nur Favre. Bei uns wird jedes Interview auf die Goldwaage gelegt. Gleichzeitig sagen ein Embolo und ein Rose ganz ruhig, dass sie mit dem Unentschieden in Freiburg zufrieden sind. Haben die auch ein gigantisches Mentalitätsproblem?

Man hat einen unbefriedigenden Spielstand, man hat eine Offensive, die keinen entscheidenden Druck aufbauen kann, man hat seine zwei erfahrensten Offensivspieler als Einwechseloption. Wenn du eine bessere Erklärung hast als "die Angst vor der Niederlage war größer als die Lust auf den Titel", dann immer her damit, weil ich kann sie nicht finden.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3064 Beitrag von Bernd1958 » Mo 7. Dez 2020, 13:02

Für meinen Teil kann ich mit der ganzen xg Statistik etc nix anfangen. Fußball ist ein Ergebnissport und wenn Du in allen Statistiken besser bist als der Gegner und trotzdem 0:2 verloren hast, dann nützen die ganzen angeblich positiven Statistiken gar nichts.
In dem Sinne: back to the roots und ein Tor mehr schießen als der Gegner. Dann hast du immer recht.
Bleibt gesund. #WirBleibenZuhause

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3065 Beitrag von Zubitoni » Mo 7. Dez 2020, 13:20

xg finde ich tatsächlich noch ganz brauchbar. tausendmal besser als dieses komische „überspielte spieler“ ding, worauf der scholl so abging.

eine verbesserung könnte man aber einbauen. tor is tor, das sollte evtl. beim xg rausgezogen werden, so dass du tor + xg hast.

Falls mein Beitrag Kritik enthält, steht dieser unter folgendem Vorbehalt: Ich bin BVB Fan und werde es bleiben. Susi und das ganze Management erledigen ihre Aufgaben insgesamt zu meiner [„vollsten“ gestrichen am 27.10.19] Zufriedenheit.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3066 Beitrag von Shafirion » Mo 7. Dez 2020, 13:47

Pew hat geschrieben:
Mo 7. Dez 2020, 12:35

Man hat einen unbefriedigenden Spielstand, man hat eine Offensive, die keinen entscheidenden Druck aufbauen kann, man hat seine zwei erfahrensten Offensivspieler als Einwechseloption. Wenn du eine bessere Erklärung hast als "die Angst vor der Niederlage war größer als die Lust auf den Titel", dann immer her damit, weil ich kann sie nicht finden.
Ich sage ja nur, dass Angst für mich aus den genannten Gründen nicht plausibel ist. Eine bessere Erklärung habe ich auch nicht. Und am Ende des Tages ist es auch egal, ob man sie jetzt ohne Grund oder wegen eines schlechten Grundes draußen lässt. ;)

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3067 Beitrag von daysleeper18783 » Mo 7. Dez 2020, 13:51

Pew hat geschrieben:
Mo 7. Dez 2020, 12:35

Wenn du xG betrachtest, dann darfst du nicht vergessen, dass es typisch für Favres Teams ist diese Werte zu übertreffen. Defensiv scheinen die Modelle da seit einer Weile aufgeholt zu haben, aber offensiv war es in der Vergangenheit immer so, dass man bei xG den Erwartungswert weit übertroffen hat, weil die Modelle die Chancenqualität, die durch unser methodisches und risikoaverses Passen entsteht nicht vollständig erfassen konnten.
Wenn wir da also 18/19 +16 Tore und 19/20 +20 Tore in der Bilanz stehen haben, dann ist es schon signifikant, dass es diese Saison +1 Tor ist [understat]. Es kann natürlich auch sein, dass Understat einfach sein Modell verbessert hat, aber da wir eben insgesamt auch weniger Tore pro Spiel erzielen scheint es mir doch wahrscheinlicher, dass es an uns liegt.
Gegen Köln hat man diesen Effekt auch ein wenig gesehen: unsere beiden besten Chancen waren da einerseits die Direktabnahme von Hummels (unserem IV(!) nach hohem(!) Ball auf Reus) und Haaland sollte seine Chance natürlich trotzdem nutzen, aber wenn man in Situationen gerät, wo der Ball in der Nachspielzeit durch den Strafraum geflippert wird, dann muss man sich auch nicht wundern, wenn die Spieler in der Hektik kleine Fehler mit großen Folgen machen.

Ich kann auch die Einschätzung zu Trainern der Vergangenheit nicht so ganz teilen. Bosz wurde nicht gefeuert oder weggejagt, weil er Opfer seines eigenen Erfolges oder unrealistischer Erwartungen wurde: wir hatten eine kaum fassbare Abwärtsspirale unter ihm, wegen der man irgendwann einfach handeln musste, bevor Minimalziele wie Top 4 unmöglich wurden. Und das sage ich als jemand,der den Mann schätzt. Dass Tuchel wegen seiner Taktik weggewünscht wurde ist mir ehrlich gesagt neu. Ich würde ganz im Gegenteil sogar sagen, dass es überraschend viele Leute gibt, die sich trotz dem was über sein Handling des Busanschlags oder sein, sein mediales Unruhestiften oder seine Spaltung der Mannschaft berichtet wurde, auf seine Seite gestellt haben.

Fakt ist doch, dass unsere Führung mittlerweile regelmäßig davon spricht, dass man am Titelkampf teilenehmen möchte. Fakt ist auch, dass unsere Investitionen in den Kader weit über das hinaus gehen was nötig wäre, um top 4 zu gewährleisten, dass wir Spieler wie Hummels oder Can holen, die ihre Ambitionen offen zeigen.
Und das beißt sich mit Favres Herangehensweise und Aussagen. Das ist, auch wenn man sich das nicht immer eingestehen will, für alle offensichtlich. Das ist auch der Grund, wieso Favre von den Medien immer so hart angegangen wird, weil die eben auch diese riesen Diskrepanz wahrnehmen.
Man muss ihn jetzt nicht während der Saison feuern, das wäre gerade in Anbetracht der Corona Einbußen zu riskant. Aber nach der Saison kann es nur eine Trennung geben.
Ich schrieb ja durchaus, dass unser xG Wert schlechter ist, wir also weniger "gute" Chancen herausspielen. In dem Köln Spiel hatten wir aber allein in der letzten Viertelstunde Hochkaräter um das Spiel mit 4:2 zu gewinnen. Für mich signifikanter ist daher die mangelhafte Chancenverwertung, die durch alle Statistikportale belegt ist. Diese stellt eine deutlich höhere Abweichung im Vergleich zu den Vorjahren dar, als alle anderen Offensivstatistiken. Der geringere xG Wert ergibt sich für mich auch einfach durch die vielen sehr defensiven Gegner, die wir in den ersten 10 Spielen hatten. Gegen tiefstehende Gegner bekommst du nunmal weniger hochkarätige Chancen, da weniger Raum da ist. Ich denke der xG Wert wird sich im Laufe der Saison, soweit wir von besonders großen Verletzungssorgen in der Offensive verschont bleiben, normalisieren. Ob das auch auf die Chancenverwertung zutrifft, werden wir sehen. Dann werden sich aber auch unserer Ergebnisse wieder normalisieren.

Und natürlich ist Bosz von der Vereinsführung nur aufgrund des externen Drucks und des ausbleibenden sportlichen Erfolgs gefeuert worden. Leider eine ganz normale Handlungsweise. Ich weiß nur nicht immer ob diese Handlungsweise richtig ist. Bei Bosz sind Dinge zusammen gekommen, die über dem taktischen Konzept und der Verantwortlichkeit des Trainers liegen und er war ein Bauernopfer. Dass er durchaus ein guter Trainer ist, konnte man in Amsterdam und kann man nun in Leverkusen erkennen. Dennoch war das hier im Forum (oder damals noch bei Westline) eine öffentliche Hinrichtung des Trainers, die ähnlich wie jetzt bei Favre, vollkommen überzogen war und nicht annähernd die Zusammenhänge in Betracht zog. Im Nachgang wird nun teilweise nach Leverkusen geschielt, wie gut doch dort der Fußball ist. Ähnlich bei Tuchel. Wenn man sich die alten Spieltags Threads anguckt, dann hat der Großteil der Fans am Ende seiner Amtszeit kein gutes Haar an Tuchel gelassen und kaum jemand wollte sich den Fußball weiter anschauen. Vieles davon wird nur aufgrund des DFB Pokalsieges durch eine rosa Brille gesehen. Diejenigen, die Tuchel verteidigt haben, waren größtenteils Anti-Akis, die einen Grund brauchten um sich an Aki abzuarbeiten. So zumindest meine Erinnerung. Ich habs jetzt nicht nachgeschaut, vielleicht ist das falsch bei mir hängen geblieben. Was aber auffällig ist, das alle "gescheiterten" Trainer am Ende ihrer Amtszeit (sogar Kloppo) sich hier teilweise vollkommen überzogenen und unfundierte Kritik gefallen lassen müssen und rückblickend vielleicht doch nicht immer alles so schlecht gewesen ist, wie gedacht (bei Kloppo gibt es ganze Artikel über die Umstände seiner letzten Saison bei uns und sogar ein ganzes Kapitel in einem Taktikbuch). Wenn der Honeymoon mit dem neuen Trainer vorbei ist, tauchen immer wieder die gleichen Muster auf. Unabhängig von System und Spielweise. Ich weiß nicht, ob ich mit Favre in die neue Saison will. Aber ich hab auch grad echt keinen Plan, wer eine Alternative ist. Ohne sinnvolle Alternative ist die ganze Favre-feuern-Diskussion doch allein auf Stammtischniveau. Häufig sind wir durch solchen Aktionismus (v. Marwijk, Bosz) am Ende schlechter da gestanden als vorher.

Und was unsere Titelambitionen angeht: Zum einen liegen wir nach 10 Spieltagen 4 Punkte hinter den Bayern. Man kann ja mal bei denen nachfragen, ob man das aufholen kann. Dass das nicht passieren wird, liegt einfach an dem Leistungsunterschied zwischen uns und den Bayern, den auch ein anderer Trainer nicht verringern wird. Zum anderen sind Spieler wie Hummels und Can (so sehr ich diese Spieler schätze und ihr Wert für unser Team sicherlich hoch ist) bei absoluten Spitzenteams durchs Raster gefallen und sie wurden aussortiert. Sind das die Spieler mit denen man eben diese Spitzenteams, für die sie nicht mehr gut genug sind, angreift. Also für die Spitzenteams nicht gut genug, aber bei uns die besten. Damit sollte eigentlich genug gesagt sein. Und zum letzten haben wir einfach einige junge Spieler, die einfach noch nciht gefestigt sind. Wir hatten am Samstag in der zweiten Hälfte in der Offensive an Ende einen 16 jährigen, einen 17 jährigen, einen 18 jährigen und einen äußerst erfahrenen 20 jährigen. Auf dem Feld. Und das erschreckende daran: Diese Jungspunde haben uns dieses Jahr mehr Punkte beschert, als der 24 jährige, der 27 jährige und der 31 jährige, die auf der Bank saßen, bzw ausgewechselt wurden. Junge Spieler sind einfach trotz aller Klasse noch nicht reif. Sie unterliegen Leistungschwankungen und sind nicht konstant. Und dennoch liefern sie besser ab als alle arrivierten, die das Team führen sollen und die unsere Ambitionen unterstreichen. Und das liegt jetzt an der Taktik und Einstellung des Trainers? Sancho merkte man am Samstag an, dass er mit jeder Faser wollte. Er wollte bei diesem jungen Haufen vorangehen und Führung übernehmen. Er wollte es erzwingen. Das muss er, weil die eigentlichen Führungsspieler dies nicht machen. Aber das kann er nicht, weil er grad einfach zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist, was ein normaler Entwicklungsprozess ist. Wenn wir nach Problemen suchen wollen, dann sollten wir vielleicht dort anfangen. Und dann sicherlich auch auf den Trainer schaun. Aber erst dann.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3068 Beitrag von Schwejk » Mo 7. Dez 2020, 22:24

Aufgespießt aus schwatzgelb:
Favre-Alternativen (BVB)
DerPeter, Ort, Montag, 07. Dezember 2020, 17:57 (vor 4 Stunden, 18 Minuten)

Ich gehörte eigentlich immer zu den Verfechtern von Favre und habe seinen teils merkwürdigen Entscheidungen nicht allzu viel Beachtung geschenkt, da die Ergebnisse unter dem Strich immer ziemlich ordentlich waren (bester Punkteschnitt etc.). Die letzten drei Partien haben mich hingegen ziemlich nachdenklich gestimmt. Seit Favre dann nach dem Frankfurt-Spiel sagte, dass er mit dem Punkt zufrieden sei, steht für mich fest, dass wir im Sommer frischen Wind brauchen.
Meine momentan präferierte Lösung wäre Jesse Marsch von RB Salzburg und ich möchte hier gerne meine Pro-Kontra-Liste mit euch teilen.
+hat seine Tauglichkeit durch die Leistungen in der CL meiner Meinung nach unter Beweis gestellt
+lässt attraktiven Fußball spielen
+spricht Deutsch
+kann Talente weiterentwickeln
-hat keine Erfahrung in einer Top-Liga
-kommt aus dem RB-Kosmos (Haaland allerdings auch, und mit dem sind wir ja ziemlich zufrieden)
-Vertrag bis 2022
Ich denke, dass man das Risiko unter dem Strich eingehen sollte. Ich kann hier jedem auch die Halbzeitansprache gegen Liverpool in der CL ans Herz legen. Diese hat schlussendlich dazu geführt, dass RB and der Anfield-Road nach 0:3 Rückstand ausgleichen konnte und schlussendlich unglücklich 3:4 verlor. Aber vielleicht hat hier jemand noch eine bessere Lösung oder denkt, dass es mit Favre weitergehen sollte.
Falls der Thread hier falsch platziert ist tut es mir Leid, das hier ist mein erster Beitrag im Forum.
Ist dieser Name hier schomma gefallen? ;-)

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3069 Beitrag von Zubitoni » Mo 7. Dez 2020, 22:25

denke das hat der tschutti in seinem unauffälligsten hochdeutsch bei sg.de gepostet.

Falls mein Beitrag Kritik enthält, steht dieser unter folgendem Vorbehalt: Ich bin BVB Fan und werde es bleiben. Susi und das ganze Management erledigen ihre Aufgaben insgesamt zu meiner [„vollsten“ gestrichen am 27.10.19] Zufriedenheit.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3070 Beitrag von Tschuttiball » Mo 7. Dez 2020, 23:07

Zubitoni hat geschrieben:
Mo 7. Dez 2020, 22:25
denke das hat der tschutti in seinem unauffälligsten hochdeutsch bei sg.de gepostet.
:lol:


Könnte echt sein, ich wars aber nicht :oops:
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3071 Beitrag von Stumpen » Di 8. Dez 2020, 00:18

... man kann mit einem Unentschieden in Frankfurt durchaus zufrieden sein, und wie wären es alle, wenn da nicht die Niederlage gegen Köln und Augsburg gewesen wären.

So hat man den Eindruck, dass wir mal wieder ziellos durch die Liga mäandern. Dem ist nicht so.

Es ist eine seltsame Saison, welche seltsame Ergebnisse liefern wird. Für alle Mannschaften. Es mag sein, dass Favre auf die Abnutzung unserer Gegner setzt, im Laufe der Saison mag dies Früchte tragen. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Ich bin in jeden Fall der Meinung, dass ein gezielte Belastungssteuerung und eine funktionierende zweite Reihe am Ende der Saison Ergebnisse einfahren wird. Warten wir es ab.

Ich kann auch verstehen, dass hier Favre angegangen wird, weil er die letzten 10% Leistungsreserve des Teams nicht zu mobilisieren versteht, dass er zum Teil zu vorsichtig agiert, zu defensiv spielen lässt. Aber warum haben wir dann Bosz abgegeben. Der hat alles in die Offensive gelegt, zu Lasten der Defensive.

Wobei ich noch immer der Meinung bin, dass Bosz ein Trümmerhaufen von Team übernehmen musste und er mit der heutigen Truppe mehr anzufangen wüsste.

Was mir hier zu kurz kommt, man zählt den Trainer an, übersieht aber, dass grosse Teile des Teams noch nicht mal regelmäßig 70% ihrer Leistung in den Spielen abliefern. Zumeist der erfahrene Teil des Teams. Dies regt mich mehr auf, als die favreistischen Absonderheiten.

Zum Beispiel Meunier, was der spielt hätte ein Wolf auch gekonnt. Ob dafür ausgebildet, oder nicht. Stand jetzt. Aber lassen wir es. Da ist mir zu viel Biederkeit, Anspruchslosigkeit, da machen es sich viele zu leicht.

Ich glaube Favre tut und macht was er kann, um das Team in Spur zu halten. Mit seinen Möglichkeiten natürlich. Da bin ich mir sicher. Ob es jeder unserer Spieler auch so handhabt weiss ich nicht.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3072 Beitrag von pauli74 » Di 8. Dez 2020, 09:51

Das zuletzt gesagte würde ich auch so unterschreiben.
Wir haben zwar gute Spieler, die uns auch auf TM.de einen tollen Marktwert einbringen,
deswegen sind wir aber noch kein TopTeam.

Nimmt man Sancho,Haaland,Gio,Zagadou aus dem Kaderwert raus sind wir genauso gerankt wie ein Lazio,
die auf diesen Positionen weniger werthaltige, aber ehrfahrene und auch konstantere Spieler haben wie ein Immobile.

Lewy ist im Gegensatz zu Haaland auch 40 Mio weniger wert, laut TM.de
aber es würde ja keiner auf die Idee kommen (bei Bayern) den für Haaland tauschen zu wollen.
Insofern halte ich den Hype, der um unsere jungen Spieler medial gemacht (z.B. Moukoko) für übertrieben.

Pew
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3073 Beitrag von Pew » Di 8. Dez 2020, 15:47

daysleeper18783 hat geschrieben:
Mo 7. Dez 2020, 13:51
Ich schrieb ja durchaus, dass unser xG Wert schlechter ist, wir also weniger "gute" Chancen herausspielen. In dem Köln Spiel hatten wir aber allein in der letzten Viertelstunde Hochkaräter um das Spiel mit 4:2 zu gewinnen. Für mich signifikanter ist daher die mangelhafte Chancenverwertung, die durch alle Statistikportale belegt ist. Diese stellt eine deutlich höhere Abweichung im Vergleich zu den Vorjahren dar, als alle anderen Offensivstatistiken. Der geringere xG Wert ergibt sich für mich auch einfach durch die vielen sehr defensiven Gegner, die wir in den ersten 10 Spielen hatten. Gegen tiefstehende Gegner bekommst du nunmal weniger hochkarätige Chancen, da weniger Raum da ist. Ich denke der xG Wert wird sich im Laufe der Saison, soweit wir von besonders großen Verletzungssorgen in der Offensive verschont bleiben, normalisieren. Ob das auch auf die Chancenverwertung zutrifft, werden wir sehen. Dann werden sich aber auch unserer Ergebnisse wieder normalisieren.
Genau diese Betrachtung halte ich für ein bisschen irreführend. Es macht denke ich schon einen signifikanten Unterschied aus welchem Kontext heraus man eine Chance erspielt. Favres Idee ist es eigentlich Ball und Gegner geduldig laufen zu lassen, bis sich eine Lücke auftut und man mit relativ geringem Gegnerdruck abschließen kann, soweit ich weiß wird das auch als Grund dafür genannt, dass seine Mannschaft so ziemlich immer ihren xG-Wert deutlich übertreffen.
So ein Spiel wie gegen Köln zeigt aber genau das Gegenteil, unser Ballbesitzspiel war knapp 60 Minuten sehr zahnlos. Das war kein Problem der Chancenverwertung, sondern der Chancenerspielung. Dann kommt irgendwann endlich der Moment, wo Favre seinen Matchplan über den Haufen wirft, super Offensiv einwechselt und Hummels den 9.5er gibt. Natürlich gibt es dann auch ein paar Chancen, aber dieser "brute force" Ansatz ist kein Mittel für nachhaltigen Erfolg, eben weil man dadurch einer Hektik und einem Druck ausgesetzt ist unter denen Fehler passieren. Von defensiver Absicherung möchte ich da gar nicht anfangen.
Favres Ansatz konnte man in der Vergangenheit durchaus als clever bezeichnen, aber mittlerweile ist er einfach zu vorsichtig und erreicht in erster Linie, dass wir 2/3 des Spiels die Uhr herunterlaufen lassen.
Letzte Saison - und die war mit 69 Punkten schon nicht berauschend - gerieten wir 12x in Rückstand, dieses Jahr sind es 5 Rückstände in 10 Spielen und die bekanntermaßen erbärmlichen 3 Tore in ersten Halbzeiten. Das alles auf Abschlusspech zu schieben halte ich für zu einfach.

Und natürlich ist Bosz von der Vereinsführung nur aufgrund des externen Drucks und des ausbleibenden sportlichen Erfolgs gefeuert worden. Leider eine ganz normale Handlungsweise. Ich weiß nur nicht immer ob diese Handlungsweise richtig ist. Bei Bosz sind Dinge zusammen gekommen, die über dem taktischen Konzept und der Verantwortlichkeit des Trainers liegen und er war ein Bauernopfer. Dass er durchaus ein guter Trainer ist, konnte man in Amsterdam und kann man nun in Leverkusen erkennen. Dennoch war das hier im Forum (oder damals noch bei Westline) eine öffentliche Hinrichtung des Trainers, die ähnlich wie jetzt bei Favre, vollkommen überzogen war und nicht annähernd die Zusammenhänge in Betracht zog. Im Nachgang wird nun teilweise nach Leverkusen geschielt, wie gut doch dort der Fußball ist. Ähnlich bei Tuchel. Wenn man sich die alten Spieltags Threads anguckt, dann hat der Großteil der Fans am Ende seiner Amtszeit kein gutes Haar an Tuchel gelassen und kaum jemand wollte sich den Fußball weiter anschauen. Vieles davon wird nur aufgrund des DFB Pokalsieges durch eine rosa Brille gesehen. Diejenigen, die Tuchel verteidigt haben, waren größtenteils Anti-Akis, die einen Grund brauchten um sich an Aki abzuarbeiten. So zumindest meine Erinnerung. Ich habs jetzt nicht nachgeschaut, vielleicht ist das falsch bei mir hängen geblieben. Was aber auffällig ist, das alle "gescheiterten" Trainer am Ende ihrer Amtszeit (sogar Kloppo) sich hier teilweise vollkommen überzogenen und unfundierte Kritik gefallen lassen müssen und rückblickend vielleicht doch nicht immer alles so schlecht gewesen ist, wie gedacht (bei Kloppo gibt es ganze Artikel über die Umstände seiner letzten Saison bei uns und sogar ein ganzes Kapitel in einem Taktikbuch). Wenn der Honeymoon mit dem neuen Trainer vorbei ist, tauchen immer wieder die gleichen Muster auf. Unabhängig von System und Spielweise. Ich weiß nicht, ob ich mit Favre in die neue Saison will. Aber ich hab auch grad echt keinen Plan, wer eine Alternative ist. Ohne sinnvolle Alternative ist die ganze Favre-feuern-Diskussion doch allein auf Stammtischniveau. Häufig sind wir durch solchen Aktionismus (v. Marwijk, Bosz) am Ende schlechter da gestanden als vorher.
Ich finde da tust du unserer Clubführung Unrecht. Gerade Watzke hat doch schon mehrfach mit in der Kritik stehenden Trainern verlängert, um Ruhe in den Laden zu kriegen. Favre ist auch schon seit dem Ende seiner ersten Saison unter Beschuss und vor ziemlich genau einem Jahr war der Druck noch größer. Ich bin der erste, der unterschreibt, dass die online geäußerte Kritik oft hysterisch, unsachlich und ein bisschen dumm ist, aber ich bezweifle, dass die Clubführung sich dadurch beeinflussen lässt.
Wegen der ersten Saison kann ich Favre nichts vorwerfen, da war der Kader im Umbruch, aber danach gab es 69 Punkte in der Liga, ein Pokalaus in Bremen und dieses Jahr hat man mit 19 Punkten aus 10 Spielen nochmal einen schlechteren Schnitt und in der CL müssen wir in einer lächerlich schwachen Gruppe um Platz 1 bangen.
Wir wollen Titelfavorit sein, letzte und diese Saison schien das auch im Bereich des Möglichen zu sein. Währenddessen zeigen uns auch noch die Vereine, die wir eigentlich klar hinter uns lassen wollen, wie man es richtig macht: Leverkusen mit dem Pokalfinale und Leipzig mit dem CL Halbfinale.
Die hysterischen Mentalitäts-Schreier können wir von mir aus gerne ignorieren, aber insgesamt ist Kritik an Favre mehr als berechtigt.
Und was unsere Titelambitionen angeht: Zum einen liegen wir nach 10 Spieltagen 4 Punkte hinter den Bayern. Man kann ja mal bei denen nachfragen, ob man das aufholen kann. Dass das nicht passieren wird, liegt einfach an dem Leistungsunterschied zwischen uns und den Bayern, den auch ein anderer Trainer nicht verringern wird. Zum anderen sind Spieler wie Hummels und Can (so sehr ich diese Spieler schätze und ihr Wert für unser Team sicherlich hoch ist) bei absoluten Spitzenteams durchs Raster gefallen und sie wurden aussortiert. Sind das die Spieler mit denen man eben diese Spitzenteams, für die sie nicht mehr gut genug sind, angreift. Also für die Spitzenteams nicht gut genug, aber bei uns die besten. Damit sollte eigentlich genug gesagt sein. Und zum letzten haben wir einfach einige junge Spieler, die einfach noch nciht gefestigt sind. Wir hatten am Samstag in der zweiten Hälfte in der Offensive an Ende einen 16 jährigen, einen 17 jährigen, einen 18 jährigen und einen äußerst erfahrenen 20 jährigen. Auf dem Feld. Und das erschreckende daran: Diese Jungspunde haben uns dieses Jahr mehr Punkte beschert, als der 24 jährige, der 27 jährige und der 31 jährige, die auf der Bank saßen, bzw ausgewechselt wurden. Junge Spieler sind einfach trotz aller Klasse noch nicht reif. Sie unterliegen Leistungschwankungen und sind nicht konstant. Und dennoch liefern sie besser ab als alle arrivierten, die das Team führen sollen und die unsere Ambitionen unterstreichen. Und das liegt jetzt an der Taktik und Einstellung des Trainers? Sancho merkte man am Samstag an, dass er mit jeder Faser wollte. Er wollte bei diesem jungen Haufen vorangehen und Führung übernehmen. Er wollte es erzwingen. Das muss er, weil die eigentlichen Führungsspieler dies nicht machen. Aber das kann er nicht, weil er grad einfach zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist, was ein normaler Entwicklungsprozess ist. Wenn wir nach Problemen suchen wollen, dann sollten wir vielleicht dort anfangen. Und dann sicherlich auch auf den Trainer schaun. Aber erst dann.

Bayern kann das aufholen, Leipzig traue ich das auch zu, vielleicht sogar Leverkusen. Aber mit "ich bin immer okay mit einem Punkt" holst du keine Meisterschaft und erstrecht keinen Rückstand auf Bayern auf. Ich wehre mich auch dagegen das ganze Unterfangen von Beginn an als hoffnungslos abzuschenken. Bayern ist unerreichbar, wenn sie ihre Bestform abrufen. Aber in der Realität haben die sich in den vergangenen zwei Saisons mit Kovac selbst in den Fuß geschossen und dieses Jahr zahlen sie auch einen heftigen Preis für ihren verlorenen Sommer. Unser Ziel müssen um die 80 Punkte sein, die sind drin, wenn wir konstant das Potential unseres Kaders ausschöpfen. Das hätte 18/19 zum Titel gereicht, 19/20 ebenfalls, wenn man gegen Bayern gepunktet hätte. Dieses Jahr hat Bayern bisher auch Kurs auf weniger Punkte. Wir nehmen im Moment Kurs auf 65 Punkte. In manchen Saisons wird es mit so einer Punktzahl spannend ob man in die CL kommt.

Und ich wehre mich auch dagegen das auf individuelle Qualität oder das Alter zu schieben. Das kann man nach Spielen wie gegen Bayern machen, wo man gut dabei war, aber einer der jungen Spieler in den entscheidenden Momenten die falsche Entscheidung getroffen hat. Wir spielen aber insgesamt keinen guten Fußball, wir sind als Team nicht besser als die Summe der Einzelspieler. In vielen Spielen braucht es erstmal ein, zwei oder drei Wechsel, bevor man wirklich den Eindruck hat, dass da konstruktives Spiel nach vorne möglich ist.
Leipzig spielt auch mit vielen jungen Spielern, im Durchschnitt war deren Startelf gegen Bayern ein ganzes Jahr jünger als unser geringster Schnitt in dieser Saison. Leverkusens Offensive wurde im Sommer demontiert, wenn man behaupten würde, dass kein einziger von deren momentanen Stammspielern bei uns in der Startelf stehen würde, dann wäre das keine große Übertreibung. Bosz arbeitet da mit Wirtz, Diaby, Bailey und Bellarabi in der Offensive, die alle entweder tatsächlich 17 sind oder es im Kopf geblieben sind.
Wenn man damit anfängt belügt man sich doch nur selbst. Ich glaube außer Flick würde jeder Bundesligatrainer für einen Sancho oder Bellingham im Kader töten.
Und davon abgesehen kann man sich auch mal fragen, ob wirklich alle Offensivspieler wirklich zufällig zur gleichen Zeit ein Formtief haben oder ob das nicht vielleicht doch auch daran liegt wie das Team eingestellt ist. Brandt zum Beispiel hat mich auch regelmäßig erzürnt, aber auf der anderen Seite könnte man sich auch fragen wie der Junge denn jemals Konstanz entwicklen soll, wenn man ihn die ganze Zeit entweder im Sturm oder auf dem Flügel einsetzt, aber praktisch nie auf seiner eigentlichen Stammposition, auf der vor seinem Wechsel ein halbes Jahr lang an der Weltklasse gekratzt hat.

slig
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3074 Beitrag von slig » Di 8. Dez 2020, 17:16

Pew hat vollkommen recht.
favre hat sich verloren und mäandert ziellos und vorallem ambitionslos vor sich hin.
und das ist mit unserem kader und unseren ansprüchen nicht hinnehmbar. gladbach und leverkusen und die brause zeigen wie es geht und das mit weitaus weniger mitteln, wenn nur die trainerbank stimmt. man muss immer bedenken: die genannten haben zu uns genauso einen abstand wie wir zu den bazen was alle möglichkeiten angeht.

favre raus. marsch klarmachen, oder den coup landen und nochmal explizit bei nagelsmann anfragen.
diese saison wird noch zuende gestümpert, dann endlich endlich frischen wind. bitte.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3075 Beitrag von sw2105 » Di 8. Dez 2020, 17:56

slig hat geschrieben:
Di 8. Dez 2020, 17:16
favre raus. marsch klarmachen, oder den coup landen und nochmal explizit bei nagelsmann anfragen.
diese saison wird noch zuende gestümpert, dann endlich endlich frischen wind. bitte.
Jenen Marsch, der erst am WE beim Tabellenletzten verloren hat? :o
Aber dafür wird es sicher Gründe geben...
Eines Tages ist eines Tages zu spät...

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3076 Beitrag von Optimus » Di 8. Dez 2020, 18:00

sw2105 hat geschrieben:
Di 8. Dez 2020, 17:56
slig hat geschrieben:
Di 8. Dez 2020, 17:16
favre raus. marsch klarmachen, oder den coup landen und nochmal explizit bei nagelsmann anfragen.
diese saison wird noch zuende gestümpert, dann endlich endlich frischen wind. bitte.
Jenen Marsch, der erst am WE beim Tabellenletzten verloren hat? :o
Aber dafür wird es sicher Gründe geben...
Hier sind die Gründe. :o
Ein Ösie Fußballkenner sagte mir: Mal Top mal Flop. Keine Konstanz und manchmal oft ratlos..

Nach 2 Pleiten in den letzten 14 Tagen ( zu Hause gegen Graz verloren und auswärts beim Tabellenletzten Wacker Wien ) hat er im Interview so einiges von sich gegeben was ich auch schon mal bei uns gehört habe.
Er gab mir diesen Link für das Video.
https://noe.orf.at/stories/3079358/
Optimisten, Pessimisten - letztlich liegen beide falsch. Aber der Optimist lebt glücklicher.
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3077 Beitrag von Zubitoni » Di 8. Dez 2020, 18:25

ist mir auch zu viel wundertüte und hype drin. würde lieber mal einen neuen weg probieren mit nem internen mann, und da haben wir ja duchaus was im angebot... das wäre übrigens auch ein weg, den viele fans gerne mitgehen würden, denke ich.

Falls mein Beitrag Kritik enthält, steht dieser unter folgendem Vorbehalt: Ich bin BVB Fan und werde es bleiben. Susi und das ganze Management erledigen ihre Aufgaben insgesamt zu meiner [„vollsten“ gestrichen am 27.10.19] Zufriedenheit.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3078 Beitrag von slig » Di 8. Dez 2020, 19:16

Zubitoni hat geschrieben:
Di 8. Dez 2020, 18:25
ist mir auch zu viel wundertüte und hype drin. würde lieber mal einen neuen weg probieren mit nem internen mann, und da haben wir ja duchaus was im angebot... das wäre übrigens auch ein weg, den viele fans gerne mitgehen würden, denke ich.
ich bin offen für argumente.
intern? wer? und warum?
*neugierig auf antwort wartend*

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3079 Beitrag von Zubitoni » Di 8. Dez 2020, 19:30

na der maaßen.

Falls mein Beitrag Kritik enthält, steht dieser unter folgendem Vorbehalt: Ich bin BVB Fan und werde es bleiben. Susi und das ganze Management erledigen ihre Aufgaben insgesamt zu meiner [„vollsten“ gestrichen am 27.10.19] Zufriedenheit.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3080 Beitrag von slig » Di 8. Dez 2020, 19:55

Zubitoni hat geschrieben:
Di 8. Dez 2020, 19:30
na der maaßen.
und argumente dafür?
taktik? erfahrung? junge spieler? motivationsfähigkeit?


die liste ist auf susis zettel wahrscheinlich so:

-nochmal nagelsmann fragen, fragen kostet ja nix
-rose
-marsch
-intern?

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