Lucien Favre

Alles über den BVB hier rein
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2981 Beitrag von Tschuttiball » Fr 6. Nov 2020, 09:21

Um zum sportlichen zurück zu kommen:

Ich denke das Spiel vom Samstag wird ein entscheidendes in der Klubinternen Bewertung zu Favre sein.

Kann er grosse/wichtige Spiele gewinnen?
Kann er die Mannschaft auf solche spiele richtig einstellen?

Klar kann man verlieren gegen die Bayern, nur dann sollten wir zumindest einen grossen Kampf liefern und uns nicht abschiessen lassen. Passiert letzteres, dann wirds für Lucien schwer wie ich meine.
Gewinnen wir mit einer überzeugenden Leistung, dann sammelt er dicke Pluspunkte.

Alles in allem ein sehr, sehr wichtiges Spiel am Samstag für den BVB, aber insbesondere auch für die Stimmung rund um Favre.
Der VAR scheitert in Deutschland nicht an der Technik, sondern an den handelnden Personen.
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2982 Beitrag von Shafirion » Fr 6. Nov 2020, 10:16

cloud88 hat geschrieben:
Do 5. Nov 2020, 21:50

Wieso soll ich wie ein Fähnchen im Wind meine Meinung ändern? Die letzten 4 Spiele waren für diesen Kader Pflichtsiege. Am Samstag kommt die erste Mannschaft die unsere 4er Kette wirklich auf die Probe stellt. Die 3er Kette hat die letzten 2 Spiele gegen Bayern relative gut Funktioniert und die Spiele immer auf Augenhöhe spielen lassen. Mit der 4er Kette wurden wir sehr oft abgeschossen.

Nochmal (und dann gebe ich auf): Um die "große" Systemfrage geht es hier allenfalls am Rande. Ob die Vorbereitung verschwendet war, hängt nicht davon ab, ob sich mittelfristig die Dreierkette oder die Viererkette als das für uns bessere System herausstellt.

Du hast eine sehr klare und mutige Aussage gemacht: Wir haben unsere Vorbereitung verschwendet. Diese Aussage war m.E. damals schon unsinnig (und anmaßend) und das zeigt sich jetzt (mit einer Ausnahme) für jeden deutlich. Man könnte problemlos einräumen, dass man sich da vergriffen hat und trotzdem mit guten Gründen an der eigenen Präferenz für die Dreierkette festhalten. So viel also zum sprichwörtlichen Fähnchen im Winde. Darum ging es auch Tschutti vermutlich. Niemand hier hat auch nur im Ansatz versucht, Deine Vorliebe für die Dreierkette zu kritisieren oder Dich von der Viererkette zu überzeugen. Es hat nicht einmal irgendjemand behauptet, dass die Viererkette für uns gegenüber der Dreierkette vorzuziehen ist.

Aber auch hier erneut (und auch hier ein letztes Mal): Deine persönliche Vorliebe führt nun einmal nicht dazu, dass Entscheidungen der sportlichen Leitung, die dieser Vorliebe nicht entsprechen, verschwendete Zeit sind.
cloud88 hat geschrieben:
Do 5. Nov 2020, 22:13
Wir haben das ganze Jahr 2020 noch kein einziges mal in Pflichtspielen Remis gespielt. Am 18 Spieltag letzte Saison konnten wir das letzte mal ein Spiel nach einem 1-0 Rückstand noch drehen. In allen anderen Spielen haben wir es nicht geschafft und dort sehe ich halt einen Punkt an den man Ansätzen kann. Das war zu beginn von Favres Zeit eine unserer größten stärken.
Das ist doch das beste Beispiel. Was hat das noch mit dem Thema zu tun? Es ist das eine, kein Fähnchen im Winde zu sein. Es ist etwas anderes, so stur an einer Aussage festzuhalten, dass man nicht einmal mehr mitbekommt, worum es der Kritik an dieser Aussage eigentlich geht (und worum nicht) - und sich dann zu haltlosen oder völlig belanglosen Aussagen zu flüchten und am komplett am Thema vorbeizuschreiben, weil man die eigene Vorstellung davon, wie wir spielen sollten und wie eine Vorbereitung richtigerweise auszusehen hat, zur einzig gültigen Wahrheit verabsolutiert.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2983 Beitrag von Shafirion » Fr 6. Nov 2020, 10:17

LEF hat geschrieben:
Fr 6. Nov 2020, 08:37
Bor-ussia09 hat geschrieben:
Fr 6. Nov 2020, 06:10
Tschuttiball hat geschrieben:
Do 5. Nov 2020, 22:00
Wieso wird es einem immer negativ ausgelegt wenn man seine Meinung ändert? Verstehe ich 0,0. Man lernt mit der Zeit, gewinnt neue Erkenntnisse und kann dadurch durchaus seine Meinung ändern. Wäre zB nicht schlecht wenn viele AFD Wähler ihre Meinung ändern würden aus dem Grund dass sie die Welt auf einmal anders sehen, oder?

Nur mal so als Denkanreiz...
Da bekommst du von mir 100% Zustimmung.
Es zeugt durchaus auch von Größe , wenn man z.B. aufgrund von neuen/zusätzlichen Information seine Meinung/Sichtweise ändert , dass man zuvor daneben lag.
Von mir auch. Ich schließe mich den Ausführungen vollinhaltlich an.
Bin da auch voll bei Tschutti: Man irrt sich doch gerade beim Fußball ständig. Bei Bruun Larsen z.B. war ich fest überzeugt, dass der nur eine schlechte Phase hat, und wir uns über seinen Abgang noch richtig ärgern. Bei Gnabry dagegen dachte ich, der hilft Bayern nicht entscheidend weiter. Beides erwies sich als grottenfalsch. Warum sollte man das nicht zugeben?

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2984 Beitrag von Bor-ussia09 » Fr 6. Nov 2020, 10:26

Abschießen lassen haben wir uns in aller Regelmäßigkeit in den vergangenen Jahren nur in München.
Wo hingegen Zuhause die Partien immer knapp ausgingen.
Etwas für den Aberglaube, seit 2017 folgte auf eine Heimniederlage immer ein Sieg im nächsten Heimspiel gegen die Bayern.
Was soll ich sagen , dieses Mal ist es wieder so weit :D .
Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2985 Beitrag von cloud88 » Sa 7. Nov 2020, 17:28

Shafirion hat geschrieben:
Fr 6. Nov 2020, 10:16
cloud88 hat geschrieben:
Do 5. Nov 2020, 21:50

Wieso soll ich wie ein Fähnchen im Wind meine Meinung ändern? Die letzten 4 Spiele waren für diesen Kader Pflichtsiege. Am Samstag kommt die erste Mannschaft die unsere 4er Kette wirklich auf die Probe stellt. Die 3er Kette hat die letzten 2 Spiele gegen Bayern relative gut Funktioniert und die Spiele immer auf Augenhöhe spielen lassen. Mit der 4er Kette wurden wir sehr oft abgeschossen.

Nochmal (und dann gebe ich auf): Um die "große" Systemfrage geht es hier allenfalls am Rande. Ob die Vorbereitung verschwendet war, hängt nicht davon ab, ob sich mittelfristig die Dreierkette oder die Viererkette als das für uns bessere System herausstellt.

Du hast eine sehr klare und mutige Aussage gemacht: Wir haben unsere Vorbereitung verschwendet. Diese Aussage war m.E. damals schon unsinnig (und anmaßend) und das zeigt sich jetzt (mit einer Ausnahme) für jeden deutlich. Man könnte problemlos einräumen, dass man sich da vergriffen hat und trotzdem mit guten Gründen an der eigenen Präferenz für die Dreierkette festhalten. So viel also zum sprichwörtlichen Fähnchen im Winde. Darum ging es auch Tschutti vermutlich. Niemand hier hat auch nur im Ansatz versucht, Deine Vorliebe für die Dreierkette zu kritisieren oder Dich von der Viererkette zu überzeugen. Es hat nicht einmal irgendjemand behauptet, dass die Viererkette für uns gegenüber der Dreierkette vorzuziehen ist.

Aber auch hier erneut (und auch hier ein letztes Mal): Deine persönliche Vorliebe führt nun einmal nicht dazu, dass Entscheidungen der sportlichen Leitung, die dieser Vorliebe nicht entsprechen, verschwendete Zeit sind.
cloud88 hat geschrieben:
Do 5. Nov 2020, 22:13
Wir haben das ganze Jahr 2020 noch kein einziges mal in Pflichtspielen Remis gespielt. Am 18 Spieltag letzte Saison konnten wir das letzte mal ein Spiel nach einem 1-0 Rückstand noch drehen. In allen anderen Spielen haben wir es nicht geschafft und dort sehe ich halt einen Punkt an den man Ansätzen kann. Das war zu beginn von Favres Zeit eine unserer größten stärken.
Das ist doch das beste Beispiel. Was hat das noch mit dem Thema zu tun? Es ist das eine, kein Fähnchen im Winde zu sein. Es ist etwas anderes, so stur an einer Aussage festzuhalten, dass man nicht einmal mehr mitbekommt, worum es der Kritik an dieser Aussage eigentlich geht (und worum nicht) - und sich dann zu haltlosen oder völlig belanglosen Aussagen zu flüchten und am komplett am Thema vorbeizuschreiben, weil man die eigene Vorstellung davon, wie wir spielen sollten und wie eine Vorbereitung richtigerweise auszusehen hat, zur einzig gültigen Wahrheit verabsolutiert.
Ich habe keine Vorliebe für die 3er Kette im Gegenteil ich bevorzuge ein 433 wie Real, das habe ich oft genug schon im alten Forum erwähnt. Ich habe auch immer davon gesprochen das dieser Kader in der 3er Kette besser und Stabiler Funktioniert und sich die Spieler nach eigenen Aussagen wohler gefühlt haben.

Die ganze Diskussion geht sich um die System Frage. Ich habe von vorne herein gesagt das ich das spielen in der 4er Kette bei allen Testspielen falsch finde. Wenn man dann zu dem Ergebnis kommt doch die 3er Kette zu benutzen, dann ist das meiner Meinung nach verschwendete Übungszeit gewesen.

Wie ich inzwischen auch oft dazu gesagt habe, hätte ich es bevorzugt mehr Zeit in den Spielaufbau und das erspielen von Chancen zu stecken.

Der zweite Punkt bezog sich auf was anderes, ich habe nicht angefangen Politische Beispiele einzubringen und habe ihm lediglich versucht anhand vom Thema Fußball meinen Standpunkt zu vermitteln.

Wenn wir den Rest der Saison Erfolgreich mit ner 4er Kette spielen, bin ich der letzte der ein Problem damit hat zu sagen das ich falsch lag. Aber bisher wird nach wenigen Spielen so getan als ob wir plötzlich besser wären. Unser Gegner waren Schalke die selbst Mainz nicht schlagen können und Bielelfeld die mit 5-0 von Union geputzt worden sind, für mich ist das kein Maßstab. Auch die CL Gegner sind im Normalfall alle nach der Gruppenphase raus, selbst Lazio hat viele Probleme.

Aber ich gebe dir recht die Diskussion kann man beenden und gegebenenfalls in 2 Monaten fortsetzen.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2986 Beitrag von StephaneChapuisat » So 8. Nov 2020, 16:50

So banal. Wenn man eine großartige Mannschaft hat, ist es schwer, sie nicht die Meisterschaft gewinnen zu sehen, auch wenn es eine noch stärkere gibt. Eine Mannschaft, die die ganze Welt des Fussballs beherrscht, in ganz Europa!

Also gehen wir von Zeit zu Zeit auf diesen oder jenen Spieler los. Vor allem aber lassen wir es im Laufe der Zeit an der Trainer aus. Auch wenn er einige hervorragende Statistiken hat - und ein ansprechendes Spiel.

Enttäuschung muss aus sich selbst herauskommen, auch wenn die Angriffe unvernünftig, ungerechtfertigt sind.
Vor allem, wenn Sie Ihre ganze Zeit mit Reden und Haarspalterei verbringen.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2987 Beitrag von Tschuttiball » So 8. Nov 2020, 18:07

Ich finde Matthäus hat es heute bei Sky90 gut auf den Punkt gebracht:

Favre ist ein sehr guter Spielerentwickler. Um jedoch einen Titel zu holen bedarf es aber ab und an einen anderen Trainer, der eine erfolgreiche Entwicklung ins Ziel bringt. Sprich, der die letzten fehlenden 5% rausholt. In unserem Fall jemand der die Truppe zusammenschweisst und auf ein Ziel einschwört/stimmt und das täglich vorlebt.

Ein sehr valider Punkt. Ich bin nämlich auch der Meinung, dass wir für einen Titel 2021/22 im Juni von Favre trennen und einen Trainer holen sollten der diese letzten Prozente aus dem Team rausholt.
Wen ICH dafür holen würde ist hier allseits bekannt, könnte mir aber auch sehr gut Nagelsmann oder Rose vorstellen. Nur wird das a) nicht billig und b) eher unrealistisch das wir einen aus deren Vertrag kriegen. Leipzig und Gladbach wollen ja nicht einen direkten Konkurrenten stärken. Von daher grenzt sich der Kreis ja (zu meiner Freude) ein.

Es wird spannend. Aber nicht ob Favre bleibt oder geht, sondern wer sein Nachfolger wird!

ps: Favre macht gute Arbeit, aber trotzdem muss man ab und an unbequeme Entscheidungen treffen. Siehe Eberl bei Gladbach mit Rose vs Hecking.
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2988 Beitrag von StephaneChapuisat » So 8. Nov 2020, 18:13

Matthaus, schlechter Trainer, fährt mit dem Unsinn fort.
Und mehr, Mitglied der Bild-Clique.
Diese Totengräber haben in Deutschland eine viel zu große Resonanz.

Wie könnt er das sagen, wenn die Bayern für jeden Klub, auch in Europa, einfach unerreichbar ist? Und während die Statistiken und das Spiel des BVB de Favre ausgezeichnet sind.
Die Medienkampagne von Bild & Co. ist nach wie vor in vollem Gange. :thumbdown:

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2989 Beitrag von Bernd1958 » So 8. Nov 2020, 20:10

Was ein Trainerwechsel bewirken kann sieht man in München.
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2990 Beitrag von Nisi » So 8. Nov 2020, 20:11

Tschuttiball hat geschrieben:
So 8. Nov 2020, 18:07
Ich finde Matthäus hat es heute bei Sky90 gut auf den Punkt gebracht:

Favre ist ein sehr guter Spielerentwickler. Um jedoch einen Titel zu holen bedarf es aber ab und an einen anderen Trainer, der eine erfolgreiche Entwicklung ins Ziel bringt. Sprich, der die letzten fehlenden 5% rausholt. In unserem Fall jemand der die Truppe zusammenschweisst und auf ein Ziel einschwört/stimmt und das täglich vorlebt.

Ein sehr valider Punkt. Ich bin nämlich auch der Meinung, dass wir für einen Titel 2021/22 im Juni von Favre trennen und einen Trainer holen sollten der diese letzten Prozente aus dem Team rausholt.
Wen ICH dafür holen würde ist hier allseits bekannt, könnte mir aber auch sehr gut Nagelsmann oder Rose vorstellen. Nur wird das a) nicht billig und b) eher unrealistisch das wir einen aus deren Vertrag kriegen. Leipzig und Gladbach wollen ja nicht einen direkten Konkurrenten stärken. Von daher grenzt sich der Kreis ja (zu meiner Freude) ein.

Es wird spannend. Aber nicht ob Favre bleibt oder geht, sondern wer sein Nachfolger wird!

ps: Favre macht gute Arbeit, aber trotzdem muss man ab und an unbequeme Entscheidungen treffen. Siehe Eberl bei Gladbach mit Rose vs Hecking.
Eine Garantie, bekommst du aber nicht, ob wir mit einem neuen Trainer gleich, oder ein Jahr später Meister werden, falls überhaupt.
Sollte es nicht im ersten Jahr gleich klappen, ist hier der nächste Trainer Raus Thread, schon vorprogrammiert.
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2991 Beitrag von BarfussBagdad » So 8. Nov 2020, 22:18

Tschuttiball hat geschrieben:
So 8. Nov 2020, 18:07
Ich finde Matthäus hat es heute bei Sky90 gut auf den Punkt gebracht:

Favre ist ein sehr guter Spielerentwickler. Um jedoch einen Titel zu holen bedarf es aber ab und an einen anderen Trainer, der eine erfolgreiche Entwicklung ins Ziel bringt. Sprich, der die letzten fehlenden 5% rausholt. In unserem Fall jemand der die Truppe zusammenschweisst und auf ein Ziel einschwört/stimmt und das täglich vorlebt.

Ein sehr valider Punkt. Ich bin nämlich auch der Meinung, dass wir für einen Titel 2021/22 im Juni von Favre trennen und einen Trainer holen sollten der diese letzten Prozente aus dem Team rausholt.
Wen ICH dafür holen würde ist hier allseits bekannt, könnte mir aber auch sehr gut Nagelsmann oder Rose vorstellen. Nur wird das a) nicht billig und b) eher unrealistisch das wir einen aus deren Vertrag kriegen. Leipzig und Gladbach wollen ja nicht einen direkten Konkurrenten stärken. Von daher grenzt sich der Kreis ja (zu meiner Freude) ein.

Es wird spannend. Aber nicht ob Favre bleibt oder geht, sondern wer sein Nachfolger wird!

ps: Favre macht gute Arbeit, aber trotzdem muss man ab und an unbequeme Entscheidungen treffen. Siehe Eberl bei Gladbach mit Rose vs Hecking.
Es ist in der Tat valide, zu diskutieren, ob Favre diese letzten 5% aus der Mannschaft holen kann (auf seine gesamte Amtszeit bezogen). Findet man einen Trainer, der diese letzten 5% abdeckt, läuft man aber Gefahr, dass an anderer Stelle 5 oder vielleicht sogar 10% fehlen. Das ist die Entscheidung, vor der Zorc und Co jetzt stehen und mit der sie sich offensichtlich nicht leicht tun. Mit den 95% holt Favre immerhin konstant zweite Plätze und garantiert somit quasi die Champions League Teilnahme. Dieses solide Handwerk war vor 2,5 Jahren genau das, was wir gebraucht haben und ist dem Verein auch jetzt noch sehr wichtig. Sonst hätte man wahrscheinlich vor der Saison einen anderen Weg gewählt.
Ist am Ende die Frage nach dem Spatz in der Hand oder der Taube auf dem Dach. Es wird, wie Du sagst, auf eine ähnliche Frage hinauslaufen wie bei Eberl und Hecking. Gibt es diesen einen (oder mehr?) Trainer, von dem die sportliche Leitung so überzeugt ist, dass die Mannschaft mit ihm den nächsten Schritt geht, wird sie versuchen diesen zu bekommen. Ist der '21 verfügbar, geht Favre nach dieser Saison. Ist er erst '22 verfügbar, geht man vielleicht in eine weitere Saison mit Favre und wartet wie Leipzig auf Nagelsmann.
Dieses Vorgehen würde ich jedenfalls bevorzugen und vermute auch, dass man im Moment so herangeht. Besser als Favre einfach nur wegzuschicken und dann kommen andere 95% oder weniger. Damit wird man Favre und auch der Situation und der Entwicklung nicht gerecht.
Wer dann dieser eine, ganz bestimmte Trainer ist, ist wieder eine andere Diskussion ;)

PS: Ganz abgesehen davon könnte man das ja mal aus Favres Sicht beleuchten. Vielleicht will er auch irgendwann nicht mehr. Dass ihm die Bewertungen und das Schwarz-Weiß-Denken in der Presse nicht gefällt, ist klar. Irgendwann zermürbt es einen sicherlich.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2992 Beitrag von Tschuttiball » So 8. Nov 2020, 22:41

Klar, Favre sollte man auch fragen. Und ich würde ihn absolut verstehen, wenn er keinen Bock mehr hat. Kann sich sicherlich was schöneres vorstellen. Bei Nizza hat man ihn zB bei weitem nicht so kritisch gesehen wie hier. Evtl will er wieder sowas wo man ihn mehr wertschätzt, auch in den Medien. Evtl zieht es ihn ja auch zurück in die Schweiz. Würde es ihm ehrlich gesagt gönnen wenn er auf seiner letzen Station seine berechtigte Anerkennung erfährt.

Sollten wir Jesse Marsch wollen, der mit in der Verlosung ist, dann kriegen wir ihn auf den Sommer 2021. Salzburg hat ja bereits durchblicken lassen, dass sie davon ausgehen, dass sie ihren Trainer gehen lassen würden. Bei Rose oder Nagelsmann sieht das anders aus. Da müsste man tief in die Tasche greifen, vorausgesetzt die wollen überhaupt weg...
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2993 Beitrag von Bernd1958 » Mo 9. Nov 2020, 08:52

Nisi hat geschrieben:
So 8. Nov 2020, 20:11

Eine Garantie, bekommst du aber nicht, ob wir mit einem neuen Trainer gleich, oder ein Jahr später Meister werden, falls überhaupt.
Sollte es nicht im ersten Jahr gleich klappen, ist hier der nächste Trainer Raus Thread, schon vorprogrammiert.
Die bekommst du nie. Egal wer Trainer wird. Auch bei Klopp würdest du sie nicht bekommen. Aber man hätte es versucht. Es ist auch immer die Frage was der Verein will. Wenn er weiter junge Spieler entwickeln will um diese zu verkaufen, dann ist ein Trainer wie Favre genau der richtige. Er will junge Spieler fördern. Will der Verein aber Titel auf dem Briefbogen oder mal wieder mit einem Bus durch zig hunderttausend von Menschen durch Dortmund fahren, dann wird es mit Favre nicht klappen. Eigentlich brauchst Du dann eine Mischung aus Favre, Guardiola und Klopp mit den jeweils besten Fähigkeiten.
Doch diesen Trainer gibt es nicht und insofern stellt sich die Frage nicht. Trotzdem bin ich für einen Trainerwechsel zum Ende der Saison, denn ich finde Favre hat bei uns "ausgedient". Er hat den in meinen Augen besten Kader den der BVB je hatte ( der teuerste ist es auf jeden Fall ) und trotzdem gibt es keine Konstanz und dazu wurden mögliche Titel mit ziemlich großem Vorsprung leichtfertig vergeben. Das wird in seiner Vita stehen bleiben.
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2994 Beitrag von Tschuttiball » Mo 9. Nov 2020, 12:46

Bernd1958 hat geschrieben:
Mo 9. Nov 2020, 08:52
Es ist auch immer die Frage was der Verein will. Wenn er weiter junge Spieler entwickeln will um diese zu verkaufen, dann ist ein Trainer wie Favre genau der richtige. Er will junge Spieler fördern. Will der Verein aber Titel auf dem Briefbogen oder mal wieder mit einem Bus durch zig hunderttausend von Menschen durch Dortmund fahren, dann wird es mit Favre nicht klappen.
Korrekt. Der Verein muss sich die Frage stellen: Was will man. Diese Frage muss dann klar beantwortet und alle künftigen Entscheidungen (auch die des Trainers) darauf abstimmen.
Bernd1958 hat geschrieben:
Mo 9. Nov 2020, 08:52
Eigentlich brauchst Du dann eine Mischung aus Favre, Guardiola und Klopp mit den jeweils besten Fähigkeiten. Doch diesen Trainer gibt es nicht und insofern stellt sich die Frage nicht.
Sehe ich anders. Wo Klopp zu uns gekommen ist, hat auch kaum jemand gedacht (oder gewusst) DAS ist der Trainer für uns! Das hat sich dann erst nachher herauskristallisiert, zwar ging es schnell bis man es gesehen hat, aber beim Zeitpunkt der Verpflichtung wusste das keiner. Es gab höchsten ein sehr gutes Gefühl bei den Entscheidern im Klub. Dieses Gefühl muss man bei einem Nachfolger von Favre haben, und dass kann man durchaus. Es gibt gute Kandidaten die hier schon oft genannt wurden welche das Potential haben. Auch bei einem Guardiola wüsste man nicht ob er hier funktioniert. Auch bei einer Rückkehr von Klopp muss man fragen, ob es wieder so wunderbar klappt - die Chance ist sicher hoch, aber 100% Garantie hat man nie. Doch sicher komplett dieser Chance verweigern? Das wäre ein Fehler. Ausser man kommt zu der oben gestellten Frage "Was will der Klub". Wenn er, wie du aufführst, die Option wählt nur Spieler teuer zu verkaufen, dann kann man bei Favre
bleiben. Sollte aber alle Erwartungshaltungen an einen Titel tiefstapeln. Dies würde aber meiner Meinung nach nicht zum BVB passen.
Bernd1958 hat geschrieben:
Mo 9. Nov 2020, 08:52
Trotzdem bin ich für einen Trainerwechsel zum Ende der Saison, denn ich finde Favre hat bei uns "ausgedient". Er hat den in meinen Augen besten Kader den der BVB je hatte ( der teuerste ist es auf jeden Fall ) und trotzdem gibt es keine Konstanz und dazu wurden mögliche Titel mit ziemlich großem Vorsprung leichtfertig vergeben. Das wird in seiner Vita stehen bleiben.
Fairerweise muss man sagen, dass er die etwas Abwehr stabilisiert hat. Gegen die Topteams (Lazio oder Bayern) bleibt der Beweis noch schuldig. Gegen Gladbach hat es geklappt, aber da fehlte deren Sturm mehr oder weniger komplett bzw. waren nicht fit und gerade von einer Verletzung zurück.
Alles in allem macht er eine grund solid-gute Arbeit. Für ein sehr gut reicht es aber nicht, da wie du richtig aufführst, der Titel fehlt. Und über den definiert sich auch ein Klub wie der BVB mit seinen Ambitionen.

Alles in allem bleibt aber die wichtige Frage: Was will der BVB? Dies gilt es zu beantworten und dann entsprechend zu handeln. Pro oder Contra Favre ergibt sich dann daraus.
Der VAR scheitert in Deutschland nicht an der Technik, sondern an den handelnden Personen.
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2995 Beitrag von Zetti » Mo 9. Nov 2020, 13:37

Ich habe das Gefühl, Favre kann machen was er will, es wird gegen ihn geschossen (ich bin selbst auch nicht immer von allem was er macht begeistert).

Stellt er gegen Bayern Sancho und Reus auf (wir verlieren), wird gemosert warum nicht Brand und Hazard?
Stellt er Brand und Hazard auf (bei gleichem Ergebnis), wird gemault wie kann man Reus und Sancho draußen lassen.
Es gibt noch etliche Kombinationen.

Das Spiel in Rom war das gleiche, die Mannschaft macht Fehler und bekommt einfach kein Tempo rein, da ist auch Favre Schuld bei den meisten hier.
Aber hört man sich die Aussagen der Spieler an, dann kennen die ja anscheinend den Grund, für die teilweise bescheidenen Leistungen.

Wir können im Moment echt dankbar sein, dass Favre in der Vorbereitung 4er-Kette gespielt hat, denn wir haben leider im mom nur 2 Innenverteidiger. Dadurch ergibt sich dann aber auch, dass wir einen offensiven mehr haben, was ich persönlich besser finde.

Da Meunier nun endlich zu seiner alten Stärke zurückfindet, kann Favre hoffentlich bei der 4er-Kette bleiben.

Ich finde Favre macht einen guten Job und hat sich selber das letzte Jahr noch weiterentwickelt.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2996 Beitrag von Tschuttiball » Mo 9. Nov 2020, 14:29

Zetti hat geschrieben:
Mo 9. Nov 2020, 13:37
Ich habe das Gefühl, Favre kann machen was er will, es wird gegen ihn geschossen (ich bin selbst auch nicht immer von allem was er macht begeistert).

Stellt er gegen Bayern Sancho und Reus auf (wir verlieren), wird gemosert warum nicht Brand und Hazard?
Stellt er Brand und Hazard auf (bei gleichem Ergebnis), wird gemault wie kann man Reus und Sancho draußen lassen.
Es gibt noch etliche Kombinationen.
Naja, dass war auch unter Klopp, Tuchel oder auch woanders z.B. bei Jogi so. Ist bei jedem Trainer so und auch im jedem Fan-Forum. Nix aussergewöhnliches.
Zetti hat geschrieben:
Mo 9. Nov 2020, 13:37
Das Spiel in Rom war das gleiche, die Mannschaft macht Fehler und bekommt einfach kein Tempo rein, da ist auch Favre Schuld bei den meisten hier.
Aber hört man sich die Aussagen der Spieler an, dann kennen die ja anscheinend den Grund, für die teilweise bescheidenen Leistungen.
Ein Trainer stellt die Mannschaft taktisch ein, gibt die Vorgaben, taktisches Verhalten etc. ein. Der Trainer ist als sportlicher Leiter der Spieler somit immer zumindest Mit-Verantwortlich. Frei von jeder Schuld ist kein Trainer, wäre zu einfach.
Zetti hat geschrieben:
Mo 9. Nov 2020, 13:37
Wir können im Moment echt dankbar sein, dass Favre in der Vorbereitung 4er-Kette gespielt hat, denn wir haben leider im mom nur 2 Innenverteidiger. Dadurch ergibt sich dann aber auch, dass wir einen offensiven mehr haben, was ich persönlich besser finde.

Da Meunier nun endlich zu seiner alten Stärke zurückfindet, kann Favre hoffentlich bei der 4er-Kette bleiben.
Favre hat zwar die 4er Kette trainiert, aber unabhängig von 3er oder 4er Kette kaum (eigentlich nie) mit der potentiellen Startelf trainieren lassen. Aber gut, ist seine Entscheidung, am Ende steht er dafür gerade was in der Saison bei rauskommt. Bisher ist es zumindest nicht schlecht gewesen. Argument pro Favre, ja.
Zetti hat geschrieben:
Mo 9. Nov 2020, 13:37
Ich finde Favre macht einen guten Job und hat sich selber das letzte Jahr noch weiterentwickelt.
Ich glaube keiner bestreitet ernsthaft das Favre einen mehr oder weniger guten Job macht. Nur die Steigerung von gut ist sehr gut, und da fehlt es dann halt. Für ein sehr gut hätte man zumindest gegen Augsburg und Rom besser abschneiden müssen. Gegen die Bayern kann man verlieren, alles ok.
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2997 Beitrag von Zetti » Di 10. Nov 2020, 08:08

Wie ich sehe, sind wir wirklich nicht weit auseinander ;)

Ich finde mit Favre sollte verlängert werden. Ja man wird an Titeln gemessen, blablabla, aber was willste machen? wir haben halt im Moment die beste Vereinsmannschaft der Welt bei uns in der Liga und ich sehe auch kein schwächeln (außer Lewandowski verletzt sich mal länger).

Das Spiel in Rom sehe ich aber auch bissl anders, Meunier mit katastrophalen Pass zum 1:0, dann hat man die Innenverteidigung (nur Mats) komplett neu aufstellen müssen. Rom Stellt sich hinten rein und Kontert nur noch (Augsburg hat das schon beim 0:0 gemacht :D ).

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2998 Beitrag von StephaneChapuisat » So 15. Nov 2020, 04:25

Der beste Ausbilder der Welt, einer der besten Taktiker und ein Trainer, hinter dem die Spieler als Team arbeiten.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2999 Beitrag von Bernd1958 » So 15. Nov 2020, 09:34

StephaneChapuisat hat geschrieben:
So 15. Nov 2020, 04:25
Der beste Ausbilder der Welt, einer der besten Taktiker und ein Trainer, hinter dem die Spieler als Team arbeiten.
Das würde Lucien niemals über sich sagen, aber ich kenne ehrlich gesagt auch niemanden der das über ihn sagt.
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#3000 Beitrag von Tschuttiball » So 15. Nov 2020, 10:57

Er ist sicher gut. Die entscheidendere Frage ist jedoch, ob er der richtige Trainer für Borussia Dortmund ist um Titel zu gewinnen. Und hier ist die Antwort bisher ein klares Nein.
Der VAR scheitert in Deutschland nicht an der Technik, sondern an den handelnden Personen.
Tschuttiball

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