Lucien Favre

Alles über den BVB hier rein
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Bernd1958
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2921 Beitrag von Bernd1958 » Mi 28. Okt 2020, 11:33

Shafirion hat geschrieben:
Mi 28. Okt 2020, 10:50

Gar abwegig finde ich die hier offenbar verbreitet zugrundegelegte Annahme, die ersichtlichen Schwierigkeiten unserer Mannschaft gegen tiefstehende Gegner, die unerklärlichen Einbrüche und das ominöse "Mentalitätsproblem" würden sich in Luft auflösen, sobald der neue Trainer-Hipster erst einmal an der Seitenlinie steht. Da wird es noch das eine oder andere lange Gesicht geben, wenn diese Probleme sich etwas hartnäckiger halten.
Ja, das stimmt, aber dann hat der Verein über die Jahre etwas falsch gemacht. Nämlich die komplett falschen Spieler verpflichtet, da sie nicht in der Lage sind gegen tierstehende Gegner ein Konzept zu finden. Sprich, die Spieler sind nicht intelligent genug um das zu schaffen!? Wenn der Trainer es dann auch nicht schafft zu zeigen wie das klappt, dann hat man ein richtiges Problem. Blöd ist nur, wenn es andere Mannschaften schaffen und wir dann dumm aussehen oder aus der Wäsche gucken wenn es mal wieder schief gegangen ist.
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Pew
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2922 Beitrag von Pew » Mi 28. Okt 2020, 11:50

Thorsten hat geschrieben:
Mi 28. Okt 2020, 10:30
Optimus hat geschrieben:
Mi 28. Okt 2020, 10:01
<snip>
Mit 2,03 Punkten pro Spiel ist Lucien Favre punktbester Trainer der BVB-Geschichte.
<snip>
Möchte Ich noch einmal hervorheben. Die Situation erinnert mich stark an die Situation der
Blauen vor ein paar Jahren. Platz zwei, drei, vier war nicht genug, also wurde Trainer um
Trainer bemüht auf der Jagd nach dem heiligen Gral. Weitere Geschichte ist bekannt...
Du hast bei den Schalkern jüngst aber auch genau den umgekehrten Fall: ein Keller, der zwei Jahre lang die spielerische Substanz abtragen durfte, weil "beste Rückrunde aller Zeiten!!" oder ein Tedesco, der zum Messias ernannt und mit einem fetten Vertrag belohnt wurde, weil er sich mit furchtbarem Fußball und einer schwachen Bundesligaspitze auf Platz 2 gelandet ist. Zumal es ja wohl auch kaum eine überstürzte Entscheidung ist, wenn man sich dazu entscheidet den Vertrag nach drei Jahren dann nicht zu verlängern.

Pew
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2923 Beitrag von Pew » Mi 28. Okt 2020, 12:17

Shafirion hat geschrieben:
Mi 28. Okt 2020, 10:50
Thorsten hat geschrieben:
Mi 28. Okt 2020, 10:30
Optimus hat geschrieben:
Mi 28. Okt 2020, 10:01
<snip>
Mit 2,03 Punkten pro Spiel ist Lucien Favre punktbester Trainer der BVB-Geschichte.
<snip>
Möchte Ich noch einmal hervorheben. Die Situation erinnert mich stark an die Situation der
Blauen vor ein paar Jahren. Platz zwei, drei, vier war nicht genug, also wurde Trainer um
Trainer bemüht auf der Jagd nach dem heiligen Gral. Weitere Geschichte ist bekannt...
Jep. Ich will gar nicht sagen, dass mit Favre alles gut läuft oder es keinen besseren gibt.
Aber: Nach Tuchel war Favre schon der Wunschkandidat, damals aber nicht zu bekommen. Also haben wir uns Bosz geangelt, der ist ja der Typ modern, emotional und wild - sozusagen ein Trainer-Hipster. Ergebnis auch hier bekannt: Der hippe Bosz-Fußball ist dem Team nach nettem Anfang so gar nicht mehr bekommen; es folgte ein Abstieg, den wir mit Stöger und dessem hausbackenen Sicherheitsfußball auffangen mussten.
In einer idealen Welt kommt Kloppo zurück oder wir finden Kloppo 2.0. Dann gibt es wieder "Vollgasveranstaltungen", "Heavy-Metal-Fußball" und ein Meistermärchen, das David gegen Goliath neu schreibt. In einer nicht idealen Welt ist auch ein Abo auf Platz 2 und der beste Punkteschnitt aller Trainer nicht geringzuschätzen. Das merkt man aber vielleicht erst, wenn mit einem Trainerwechsel nicht nur die negative Seite der "Favre'schen Konstanz" verlorengeht, sondern auch die positive Seite dieser Konstanz.

Wir werden es vermutlich in absehbarer Zeit erfahren.

Gar abwegig finde ich die hier offenbar verbreitet zugrundegelegte Annahme, die ersichtlichen Schwierigkeiten unserer Mannschaft gegen tiefstehende Gegner, die unerklärlichen Einbrüche und das ominöse "Mentalitätsproblem" würden sich in Luft auflösen, sobald der neue Trainer-Hipster erst einmal an der Seitenlinie steht. Da wird es noch das eine oder andere lange Gesicht geben, wenn diese Probleme sich etwas hartnäckiger halten.
Also mal abgesehen davon, dass Tuchel mit 2.12 PpS vor Favre in der DB steht ist das mit dem Punkteschnitt ja wohl die größte Halbwahrheit überhaupt. Auf die gesamte Amtszeit gesehen ist Favre wohl der BVB Trainer, der mit Abstand den besten Kader hat. Tuchel > Favre > Klopp >= Hitzfeld > Sammer. Würde das irgendeiner unterschreiben? Nein? Dann kann man sich den Punkteschnitt auch sparen.

Ich halte es auch für falsch Bosz als Widerlegung für die Idee "Hipstertrainer" darzustellen, der kam hier hin, da hat sich Dembele als erstes weggestreikt, Reus war komplett verletzt, in der Abwehr gab es Ausfälle ohne Ende, Spieler, die wir danach umgehend ersetzt haben haben sich seinem Fußball verweigert und irgendwann hat Aubameyang dann auch noch Stress gemacht. Der hätte sicherlich auf manche Dinge früher reagieren können, aber insgesamt war die schlechte Saison da auch schon von Mannschafts- und Vereinsseite vorgegeben.
In seiner ersten Rückrunde hat er mit Leverkusen so viele Punkte geholt wie Favre, bei mehr Toren und weniger Gegentoren in der letzte Saison hat man dann die CL knapp verpasst, nachdem der BVB ihm seinen besten Spieler weggekauft hat. Am Ende waren es aber auch nur 6 Punkte zwischen beiden Clubs, der hat es geschafft im Pokal über das Viertelfinale hinauszukommen und sogar mit seiner Mannschaft in München gewonnen, was für uns derzeit komplett unmöglich erscheint.
Das ist ein guter Trainer, den man nicht abwerten muss, nur um Favre aufzuwerten.

Ich erwarte nicht, dass plötzlich alles super wird mit einem neuen Trainer, aber Favre steht mittlerweile für solides Verwalten. Platz 2 oder 3 in der Liga, Achtelfinale CL und Viertelfinale Pokal. So ein bisschen wie Wenger am Ende bei Arsenal, die haben sich auch den 4. Platz zu einem Titel geredet.
Irgendwann schnallen das aber auch die Spieler, dann kann man keinem Can oder Haaland erzählen, dass man Titel angreifen will, dann fragen sich die Jungs irgendwann, wieso sie sich in der Liga reinhängen sollen, wenn man sie eh nicht gewinnen kann. Da muss man dann halt den Trainer wechseln, um wieder Reize zu setzen, bevor man sich die Leverkusener Komfortzone ins Haus holt und dann später wieder drei Jahre lang versucht irgendwie Feuer in die Mannschaft zu kriegen.

Wir haben da gerade für unsere Verhältnisse eine riesen Mannschaft zusammen, vielleicht vergleichbar mit 12/13 und gefühlt ist die Saison schon wieder gelaufen. Das kann es nicht sein.

Shafirion
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2924 Beitrag von Shafirion » Mi 28. Okt 2020, 14:39

Pew hat geschrieben:
Mi 28. Okt 2020, 12:17
Also mal abgesehen davon, dass Tuchel mit 2.12 PpS vor Favre in der DB steht ist das mit dem Punkteschnitt ja wohl die größte Halbwahrheit überhaupt. Auf die gesamte Amtszeit gesehen ist Favre wohl der BVB Trainer, der mit Abstand den besten Kader hat. Tuchel > Favre > Klopp >= Hitzfeld > Sammer. Würde das irgendeiner unterschreiben? Nein? Dann kann man sich den Punkteschnitt auch sparen.

Ich halte es auch für falsch Bosz als Widerlegung für die Idee "Hipstertrainer" darzustellen, der kam hier hin, da hat sich Dembele als erstes weggestreikt, Reus war komplett verletzt, in der Abwehr gab es Ausfälle ohne Ende, Spieler, die wir danach umgehend ersetzt haben haben sich seinem Fußball verweigert und irgendwann hat Aubameyang dann auch noch Stress gemacht. Der hätte sicherlich auf manche Dinge früher reagieren können, aber insgesamt war die schlechte Saison da auch schon von Mannschafts- und Vereinsseite vorgegeben.
In seiner ersten Rückrunde hat er mit Leverkusen so viele Punkte geholt wie Favre, bei mehr Toren und weniger Gegentoren in der letzte Saison hat man dann die CL knapp verpasst, nachdem der BVB ihm seinen besten Spieler weggekauft hat. Am Ende waren es aber auch nur 6 Punkte zwischen beiden Clubs, der hat es geschafft im Pokal über das Viertelfinale hinauszukommen und sogar mit seiner Mannschaft in München gewonnen, was für uns derzeit komplett unmöglich erscheint.
Das ist ein guter Trainer, den man nicht abwerten muss, nur um Favre aufzuwerten.

Ich erwarte nicht, dass plötzlich alles super wird mit einem neuen Trainer, aber Favre steht mittlerweile für solides Verwalten. Platz 2 oder 3 in der Liga, Achtelfinale CL und Viertelfinale Pokal. So ein bisschen wie Wenger am Ende bei Arsenal, die haben sich auch den 4. Platz zu einem Titel geredet.
Irgendwann schnallen das aber auch die Spieler, dann kann man keinem Can oder Haaland erzählen, dass man Titel angreifen will, dann fragen sich die Jungs irgendwann, wieso sie sich in der Liga reinhängen sollen, wenn man sie eh nicht gewinnen kann. Da muss man dann halt den Trainer wechseln, um wieder Reize zu setzen, bevor man sich die Leverkusener Komfortzone ins Haus holt und dann später wieder drei Jahre lang versucht irgendwie Feuer in die Mannschaft zu kriegen.

Wir haben da gerade für unsere Verhältnisse eine riesen Mannschaft zusammen, vielleicht vergleichbar mit 12/13 und gefühlt ist die Saison schon wieder gelaufen. Das kann es nicht sein.
Hui, da hast Du mir aber einiges verdreht.

Erst einmal kann man den Punkteschnitt aus meiner Gleichung gern auch streichen. Mir geht es vor allem darum, dass Favre auch in einem positiven Sinne für eine gewisse Konstanz und Kontinuität steht und man nicht unterschätzen sollte, dass auch das einen Wert hat. Bosz ist doch das beste Beispiel. Ich habe nicht bestritten und würde auch nicht bestreiten, dass das ein guter Trainer ist. Trotzdem ist ein neuer Trainer, zumal mit einer orignellen Spielidee, wie man sie sich ja wünscht, auch wieder ein gewisses Risiko bedeutet - sei es, dass die Mannschaft erst einmal eine Weile braucht, um sich an diese Idee zu gewöhnen oder was auch immer. Wenn diese Phase sich als schwierig erweist, dann ist die Saison plötzlich wirklich schon gelaufen. Und wenn es ganz blöd läuft, muss man dann - wie bei Bosz - die Reißleine ziehen, dann braucht man eine Notlösung zur Schadensbegrenzung - und dann fängt man wieder von vorne an. Das kann einen schon einmal ordentlich zurückwerfen. Ich will damit gar nicht für eine risikoaverse Strategie plädieren. Aber man sollte das Risiko schon auch erkennen und nicht unterschätzen.

Zum Thema "Titel angreifen": Das ist noch so ein Punkt, wo jedenfalls rhetorisch hier falsche Erwartungen geweckt werden, wenn es z.B. heißt: "Mit Favre gewinnen wir nie Titel!" Damit wird ja immer irgendwo suggeriert, dass wir mit jemand anderem sehr viel größere Titelchancen hätten. Aber wen auch immer wir uns als nächstes angeln: Bayern hat eine absurde Qualität und wird nach meiner persönlichen Meinung in den nächsten Jahren das Maß aller Dinge in Europa sein. Insofern führt an denen normalerweise in der Liga kein Weg vorbei, im Pokal auch nicht (wobei natürlich in einem einzigen direkten Duell die Chance immer da ist und sie auch gegen andere patzen könnten). Als Aspirant auf einen Champions-League-Sieg sehe ich uns bei aller Qualität nun auch nicht. Insofern werden für mich diese hypothetischen Titelchancen mit einem anderen Trainer etwas überzeichnet.

Neue Reize sind manchmal nötig und sinnvoll und es ist gut möglich, dass wir einen neuen Reiz auf der Trainerposition brauchen. Alles, worum es mir geht, ist, dass erstens das Risiko dabei nicht völlig unterschätzt werden sollte und es zweitens etwas naiv ist zu glauben, mit einem neuen Trainer würden all unsere Probleme aus der Welt gezaubert und unsere Titelchancen steigen gleich massiv an.

Schließlich: Es sind fünf (!) Spieltage gespielt, wird sind Dritter und einen Punkt hinter der Tabellenspitze - und da soll die Saison gefühlt schon gelaufen sein?

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2925 Beitrag von RheinSiegBorusse » Mi 28. Okt 2020, 15:32

Shafirion hat geschrieben:
Mi 28. Okt 2020, 14:39
Pew hat geschrieben:
Mi 28. Okt 2020, 12:17
Also mal abgesehen davon, dass Tuchel mit 2.12 PpS vor Favre in der DB steht ist das mit dem Punkteschnitt ja wohl die größte Halbwahrheit überhaupt. Auf die gesamte Amtszeit gesehen ist Favre wohl der BVB Trainer, der mit Abstand den besten Kader hat. Tuchel > Favre > Klopp >= Hitzfeld > Sammer. Würde das irgendeiner unterschreiben? Nein? Dann kann man sich den Punkteschnitt auch sparen.

Ich halte es auch für falsch Bosz als Widerlegung für die Idee "Hipstertrainer" darzustellen, der kam hier hin, da hat sich Dembele als erstes weggestreikt, Reus war komplett verletzt, in der Abwehr gab es Ausfälle ohne Ende, Spieler, die wir danach umgehend ersetzt haben haben sich seinem Fußball verweigert und irgendwann hat Aubameyang dann auch noch Stress gemacht. Der hätte sicherlich auf manche Dinge früher reagieren können, aber insgesamt war die schlechte Saison da auch schon von Mannschafts- und Vereinsseite vorgegeben.
In seiner ersten Rückrunde hat er mit Leverkusen so viele Punkte geholt wie Favre, bei mehr Toren und weniger Gegentoren in der letzte Saison hat man dann die CL knapp verpasst, nachdem der BVB ihm seinen besten Spieler weggekauft hat. Am Ende waren es aber auch nur 6 Punkte zwischen beiden Clubs, der hat es geschafft im Pokal über das Viertelfinale hinauszukommen und sogar mit seiner Mannschaft in München gewonnen, was für uns derzeit komplett unmöglich erscheint.
Das ist ein guter Trainer, den man nicht abwerten muss, nur um Favre aufzuwerten.

Ich erwarte nicht, dass plötzlich alles super wird mit einem neuen Trainer, aber Favre steht mittlerweile für solides Verwalten. Platz 2 oder 3 in der Liga, Achtelfinale CL und Viertelfinale Pokal. So ein bisschen wie Wenger am Ende bei Arsenal, die haben sich auch den 4. Platz zu einem Titel geredet.
Irgendwann schnallen das aber auch die Spieler, dann kann man keinem Can oder Haaland erzählen, dass man Titel angreifen will, dann fragen sich die Jungs irgendwann, wieso sie sich in der Liga reinhängen sollen, wenn man sie eh nicht gewinnen kann. Da muss man dann halt den Trainer wechseln, um wieder Reize zu setzen, bevor man sich die Leverkusener Komfortzone ins Haus holt und dann später wieder drei Jahre lang versucht irgendwie Feuer in die Mannschaft zu kriegen.

Wir haben da gerade für unsere Verhältnisse eine riesen Mannschaft zusammen, vielleicht vergleichbar mit 12/13 und gefühlt ist die Saison schon wieder gelaufen. Das kann es nicht sein.
Hui, da hast Du mir aber einiges verdreht.

Erst einmal kann man den Punkteschnitt aus meiner Gleichung gern auch streichen. Mir geht es vor allem darum, dass Favre auch in einem positiven Sinne für eine gewisse Konstanz und Kontinuität steht und man nicht unterschätzen sollte, dass auch das einen Wert hat. Bosz ist doch das beste Beispiel. Ich habe nicht bestritten und würde auch nicht bestreiten, dass das ein guter Trainer ist. Trotzdem ist ein neuer Trainer, zumal mit einer orignellen Spielidee, wie man sie sich ja wünscht, auch wieder ein gewisses Risiko bedeutet - sei es, dass die Mannschaft erst einmal eine Weile braucht, um sich an diese Idee zu gewöhnen oder was auch immer. Wenn diese Phase sich als schwierig erweist, dann ist die Saison plötzlich wirklich schon gelaufen. Und wenn es ganz blöd läuft, muss man dann - wie bei Bosz - die Reißleine ziehen, dann braucht man eine Notlösung zur Schadensbegrenzung - und dann fängt man wieder von vorne an. Das kann einen schon einmal ordentlich zurückwerfen. Ich will damit gar nicht für eine risikoaverse Strategie plädieren. Aber man sollte das Risiko schon auch erkennen und nicht unterschätzen.

Zum Thema "Titel angreifen": Das ist noch so ein Punkt, wo jedenfalls rhetorisch hier falsche Erwartungen geweckt werden, wenn es z.B. heißt: "Mit Favre gewinnen wir nie Titel!" Damit wird ja immer irgendwo suggeriert, dass wir mit jemand anderem sehr viel größere Titelchancen hätten. Aber wen auch immer wir uns als nächstes angeln: Bayern hat eine absurde Qualität und wird nach meiner persönlichen Meinung in den nächsten Jahren das Maß aller Dinge in Europa sein. Insofern führt an denen normalerweise in der Liga kein Weg vorbei, im Pokal auch nicht (wobei natürlich in einem einzigen direkten Duell die Chance immer da ist und sie auch gegen andere patzen könnten). Als Aspirant auf einen Champions-League-Sieg sehe ich uns bei aller Qualität nun auch nicht. Insofern werden für mich diese hypothetischen Titelchancen mit einem anderen Trainer etwas überzeichnet.

Neue Reize sind manchmal nötig und sinnvoll und es ist gut möglich, dass wir einen neuen Reiz auf der Trainerposition brauchen. Alles, worum es mir geht, ist, dass erstens das Risiko dabei nicht völlig unterschätzt werden sollte und es zweitens etwas naiv ist zu glauben, mit einem neuen Trainer würden all unsere Probleme aus der Welt gezaubert und unsere Titelchancen steigen gleich massiv an.

Schließlich: Es sind fünf (!) Spieltage gespielt, wird sind Dritter und einen Punkt hinter der Tabellenspitze - und da soll die Saison gefühlt schon gelaufen sein?
:clap: :clap: :clap: :clap: :clap: :clap: :clap: :clap: :thumbup:
"Nein, liebe Zuschauer, das ist keine Zeitlupe. Der läuft wirklich so langsam." (Werner Hansch) :lol:

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2926 Beitrag von jasper1902 » Mi 28. Okt 2020, 15:45

Wusste auch nicht, dass die Saison für uns im negativen Sinne bereits gelaufen ist...........

sgG

Pew
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2927 Beitrag von Pew » Mi 28. Okt 2020, 16:05

Shafirion hat geschrieben:
Mi 28. Okt 2020, 14:39
Hui, da hast Du mir aber einiges verdreht.

Erst einmal kann man den Punkteschnitt aus meiner Gleichung gern auch streichen. Mir geht es vor allem darum, dass Favre auch in einem positiven Sinne für eine gewisse Konstanz und Kontinuität steht und man nicht unterschätzen sollte, dass auch das einen Wert hat. Bosz ist doch das beste Beispiel. Ich habe nicht bestritten und würde auch nicht bestreiten, dass das ein guter Trainer ist. Trotzdem ist ein neuer Trainer, zumal mit einer orignellen Spielidee, wie man sie sich ja wünscht, auch wieder ein gewisses Risiko bedeutet - sei es, dass die Mannschaft erst einmal eine Weile braucht, um sich an diese Idee zu gewöhnen oder was auch immer. Wenn diese Phase sich als schwierig erweist, dann ist die Saison plötzlich wirklich schon gelaufen. Und wenn es ganz blöd läuft, muss man dann - wie bei Bosz - die Reißleine ziehen, dann braucht man eine Notlösung zur Schadensbegrenzung - und dann fängt man wieder von vorne an. Das kann einen schon einmal ordentlich zurückwerfen. Ich will damit gar nicht für eine risikoaverse Strategie plädieren. Aber man sollte das Risiko schon auch erkennen und nicht unterschätzen.

Zum Thema "Titel angreifen": Das ist noch so ein Punkt, wo jedenfalls rhetorisch hier falsche Erwartungen geweckt werden, wenn es z.B. heißt: "Mit Favre gewinnen wir nie Titel!" Damit wird ja immer irgendwo suggeriert, dass wir mit jemand anderem sehr viel größere Titelchancen hätten. Aber wen auch immer wir uns als nächstes angeln: Bayern hat eine absurde Qualität und wird nach meiner persönlichen Meinung in den nächsten Jahren das Maß aller Dinge in Europa sein. Insofern führt an denen normalerweise in der Liga kein Weg vorbei, im Pokal auch nicht (wobei natürlich in einem einzigen direkten Duell die Chance immer da ist und sie auch gegen andere patzen könnten). Als Aspirant auf einen Champions-League-Sieg sehe ich uns bei aller Qualität nun auch nicht. Insofern werden für mich diese hypothetischen Titelchancen mit einem anderen Trainer etwas überzeichnet.

Neue Reize sind manchmal nötig und sinnvoll und es ist gut möglich, dass wir einen neuen Reiz auf der Trainerposition brauchen. Alles, worum es mir geht, ist, dass erstens das Risiko dabei nicht völlig unterschätzt werden sollte und es zweitens etwas naiv ist zu glauben, mit einem neuen Trainer würden all unsere Probleme aus der Welt gezaubert und unsere Titelchancen steigen gleich massiv an.

Schließlich: Es sind fünf (!) Spieltage gespielt, wird sind Dritter und einen Punkt hinter der Tabellenspitze - und da soll die Saison gefühlt schon gelaufen sein?
Bosz ist eben gerade nicht ein gutes Beispiel. Weil wir zu dem Zeitpunkt personell unbedingt einen Umbruch brauchten (das aber noch nicht realisiert hatten) und manche Spieler wahrscheinlich noch den Busanschlag verarbeiten mussten. Das hier ist zum Beispiel die Startelf, mit der Bosz gegen Bayern ran musste:
Bürki - Bartra, Toprak, Sokratis, Schmelzer - Weigl, Kagawa, Castro - Yarmolenko, Aubameyang Pulisic.
gegen Leipzig:
Bürki - Toljan, Toprak, Sokratis, Zagadou - Sahin, Castro, Götze - Yarmolenko, Aubameyang, Philipp

Dass Bosz in dem Moment zu ambitioniert war ist nur die halbe Wahrheit. Bei Leverkusen hat er auf Anhieb gezündet, würde er bei uns jetzt nochmal ohne Vorgeschichte anheuern gehe ich jede Wette ein, dass es anders enden würde als vor ein paar Jahren. Einfach weil unser Kader mittlerweile auf einem ganz anderen Level als damals ist, da muss man schon ziemlichen Mist machen, um die Top 4 zu verpassen. Ich halte das Risiko was man eingeht, wenn man einen "guten" Trainer holt der nicht zündet, für deutlich geringer als du es darstellst.

Zumindest für mich ist der Punkt auch nicht, dass ich von einem anderen Trainer direkt Titel erwarte, ich sehe mit Favre wirklich keine Titelchance mehr und ich will die Jahre in denen wir besondere Spieler wie eben Haaland, Sancho, Hummels, Guerreiro, aber auch immer noch einen Reus in etwas reduzierter Rolle haben oder auch einen Brandt und Hazard als Luxusoptionen und Reyna, Bellingham, Moukoko als junge Wilde nicht einfach wegverwaltet sehen. Ein neuer Trainer bietet zumindest überhaupt die Chance, dass mal was geht, dass man Topspiele auswärts nicht wie ein komplettes Häufchen Elend angeht und wenn man mal in der CL ein Viertel oder Halbfinale schafft ist das auch schon viel wert. Letzte Saison wäre das durchaus drin gewesen.

Und wir müssen übrigens auch nicht so tun, als sei Favre die Sicherheit in Person. Letzte Saison war er nach 12 Spieltagen fällig für den Tritt, ein bis zwei schwache Spiele mehr, dann hätte Aki wohl keine Wahl mehr gehabt.

Und sicher ist das jetzt polemisch zu sagen, dass die Saison schon gelaufen ist. Deshalb habe ich auch "gefühlt" dazu geschrieben :D
Das ist halt mein subjektiver Eindruck und eine forcierte Prognose. Wir spielen den gleichen Fußball wie letzte Saison, obwohl wir Hakimi - der riesen Anteil an unserer offensiven Durchschlagskraft hatte - mit einem ganz anderen Spielertypen ersetzt haben, der den Anforderungen der Rolle gegenüber komplett verloren wirkt. Das Ergebnis ist, dass unserem Spiel jegliche Breite fehlt.
Augsburg kann man von mir aus noch mit Pech erklären, aber das Spiel gegen Lazio war wieder genau die gleiche gehemmte Scheisse wie in jedem großen Auswärtsspiel unter Favre. Ich wüsste nach über 2 Jahren nicht mehr, wieso man da jetzt im Saisonverlauf auf einmal den Schalter umlegen sollte.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2928 Beitrag von LEF » Mi 28. Okt 2020, 16:16

Es kommt natürlich immer darauf an, was für ein Ziel der Verein vorgibt. Ich meinte vernommen zu haben, dass ein Titel erwartet wird.
Dann glaube ich nicht, dass Favre der richtige Trainer ist.
Wenn wir allerdings damit zufrieden sind, die Ergebnisse der letzten Jahre zu bestätigen, dann wird es vermutlich reichen.
Das halte ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch nicht für abwegig....man beachte die undurchsichtige Situation durch Covid 19.
Da geht es wohl sehr bald ums "nackte Überleben". Blos kein "Wettrüsten" mit den Bajuffen.
Attraktiven Fußball spielen, finanziell solide dastehen und den Verein sicher durch die schwierigen nächsten Jahre führen. Das sollte das Primat sein.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2929 Beitrag von Tschuttiball » Mi 28. Okt 2020, 21:18

Mit Favre gehts definitiv nicht in die nächste Saison. Dafür lässt er einen zu geduldigen Fussball spielen. Dass passt nicht nach Dortmund. Da wollen die Bosse und Fans Power Fussball sehen. Agressives Pressing statt Geduld. Hohes Anlaufen statt Geduld. Viele Läufe statt Geduld.

Jetzt ohne Fans ok. Aber mit Fans würd die Stimmung kippen wenn man zu lange zu geduldig spielt. In der 1. Halbserie unter Favre war das auch nicht Geduld, sondern Angriffsfussball. Da hat er alle von der Leine gelassen. Oftmals hat man sich ja auch gefragt ob wirklich Favre Trainer vom Team sei oder jemand anders.

Egal wie gut sein Punkteschnitt sein mag. Geduldiger Fussball passt nicht zum BVB. Das Publikum, die Fans, Sponsoren wollen attraktiven Angriffsfussball sehen. Dafür zahlt die Menge eintritt. Nicht für Fussballschach.
Der VAR scheitert in Deutschland nicht an der Technik, sondern an den handelnden Personen.
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2930 Beitrag von Zubitoni » Mi 28. Okt 2020, 21:48

sag mal... wer war noch gleich dein favorit?

Falls mein Beitrag Kritik enthält, steht dieser unter folgendem Vorbehalt: Ich bin BVB Fan und werde es bleiben. Susi und das ganze Management erledigen ihre Aufgaben insgesamt zu meiner [„vollsten“ gestrichen am 27.10.19] Zufriedenheit.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2931 Beitrag von Tschuttiball » Mi 28. Okt 2020, 21:50

Zubitoni hat geschrieben:
Mi 28. Okt 2020, 21:48
sag mal... wer war noch gleich dein favorit?
Jesse Marsch!

Sein Fussball würde perfekt zu uns passen. Attraktiv, laufstark, hohes Pressing! Fast wie unter Klopp! Gestern zwar verloren aber gegen ein starkes Atletico lange stark mitgehalten mit einem deutlich unterlegenen Kader. Das war ein tolles Spiel von Salzburg!
Der VAR scheitert in Deutschland nicht an der Technik, sondern an den handelnden Personen.
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2932 Beitrag von Tschuttiball » Mi 28. Okt 2020, 21:53

Zitat aus dem Artikel von weiter oben:
Marsch offen für Deutschland
Anders als Jesse Marsch (46), der noch bis 2022 an RB Salzburg gebunden ist. Schon im Sommer hatte die ‚Sport Bild‘ den US-Amerikaner mit dem BVB in Verbindung gebracht. Marsch käme gerne nach Deutschland, kann aber noch nicht auf allzu viel Erfahrung verweisen.

Dortmunds Lokalrivalen Schalke 04 soll Marsch derweil zuletzt abgesagt haben. Seine Mannschaften stehen, wie die von Rose und Nagelsmann, für intensives Pressing und Powerfußball. Eine Herangehensweise, die auch in Dortmund wieder vertieft werden soll. Langfristig wohl ohne Lucien Favre.
Der VAR scheitert in Deutschland nicht an der Technik, sondern an den handelnden Personen.
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2933 Beitrag von Stumpen » Fr 30. Okt 2020, 12:42

... mit Favre verlängern. Jetzt.

In diesen unruhigen Zeiten brauchen wir etwas Ruhe und Konstanz. Favre macht einen guten Job was die Endplatzierungen in der Liga angeht und solange wir uns im DFB Pokal & CL nicht komplett blamieren ist doch alles gut.

Es wird zwar immer Aussetzer des Teams geben, diese verorte ich aber eher beim Team und weniger beim Trainer.

Und obwohl wir scheinbar immer Talente verlieren, scheint er in der Lage, die die da sind zu entwickeln. Nicht alle, aber 2-3 gehen da schon ihren Weg.

Auch in der nächsten Saison werden wir über Corona reden und mit Einschränkungen rechnen müssen. Es ist somit nicht schlimm, wenn wir weiter mit langweiligen, aber erfolgreichen Fussball beglückt werden.

Verlängert, gebt ihm noch ein Jahr. Parallel alles mit Jesse Marsch klar machen und um Reyna, Moukoko, Zagadou ein neues Team aufbauen.

Und solange Reus bei uns Capitain ist, kann auch Favre bleiben. Ein Umbruch und Neuanfang kann eh nur ohne diese beiden erfolgen. Dies ist aber nur meine Sicht. Darf man gerne anders sehen.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2934 Beitrag von Tschuttiball » Fr 30. Okt 2020, 13:32

Stumpen hat geschrieben:
Fr 30. Okt 2020, 12:42
... mit Favre verlängern. Jetzt.

Bist dus wirklich?

:mrgreen:
Der VAR scheitert in Deutschland nicht an der Technik, sondern an den handelnden Personen.
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2935 Beitrag von Zubitoni » Fr 30. Okt 2020, 13:37

wobei an diesem satz schon etwas dran ist...
Und solange Reus bei uns Capitain ist, kann auch Favre bleiben. Ein Umbruch und Neuanfang kann eh nur ohne diese beiden erfolgen. Dies ist aber nur meine Sicht. Darf man gerne anders sehen.

Falls mein Beitrag Kritik enthält, steht dieser unter folgendem Vorbehalt: Ich bin BVB Fan und werde es bleiben. Susi und das ganze Management erledigen ihre Aufgaben insgesamt zu meiner [„vollsten“ gestrichen am 27.10.19] Zufriedenheit.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2936 Beitrag von Shafirion » Fr 30. Okt 2020, 13:49

Zubitoni hat geschrieben:
Fr 30. Okt 2020, 13:37
wobei an diesem satz schon etwas dran ist...
Und solange Reus bei uns Capitain ist, kann auch Favre bleiben. Ein Umbruch und Neuanfang kann eh nur ohne diese beiden erfolgen. Dies ist aber nur meine Sicht. Darf man gerne anders sehen.
Was hat sich Reus eigentlich zuschulden kommen lassen, dass er so in Ungnade gefallen ist und jetzt schon als ähnlich gravierendes Hindernis für unsere Entwicklung gilt wie Favre?

Oder geht es nur um die Kapitänsfrage? Dann wundere ich mich, wie toll einige Experten schon wieder von außen beurteilen können, wie gut oder schlecht Marco die Kapitänsrolle ausfüllt.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2937 Beitrag von StephaneChapuisat » Fr 30. Okt 2020, 13:56

Diejenigen, die am wenigsten tun kritisieren am meisten, und wie Wetterfahnen, abhängig von der Windrichtung. Leider ist das in allen Fussballforen so.
Die mittel oder langfristige Vision ist ihnen fremd.

Und Bild (Gladbach Forum)


"Typisch Springer-Presse eben. Favre liefert denen eben keine Schlagzeilen. Favre ist Favre. Er ist speziell und liefert denen kein Futter. Bayern arbeitet ruhig und liefert keine Schlagzeilen, Favre und Dortmund als Nummer 2 liefern ebenfalls nichts. Was bietet sich an? Wenn man mal "Bild" und "Favre" bei Google sucht findet man reihenweise Überschriften, die alle in eine Richtung gehen. Gegen Favre. Bild und der Springer-Verlag haben eine klare Agenda gegen Favre und weil Bayern eben nichts liefert, spekuliert man in Richtung Nagelsmann und Rose. Man hält das "Anti-Favre"-Feuer am Leben, generiert bei BMG und Leipzig (sportliche Konkurrenz hinter Dortmund) Schlagzeilen und es gibt dann leider genügend Leute, die dann diesen Schrott-Artikel anklicken.

Dass dieser Artikel eine absolute Frechheit ist, wissen die bei Springer auch. Es ist respektlos gegenüber Rose/BMG und Nagelsmann/Leipzig, weil Rose bis mindestens 2022 und Nagelsmann bis 2023 Vertrag hat. Zudem läuft Favres Vertrag bis zum Sommer 2021. Allerdings scheint eine Woche ohne Anti-Favre-Artikel (direkt oder indirekt) für Bild einfach unerträglich zu sein. Im Grunde dürfte man nur eines mit solchen Artikeln machen: Ignorieren und in die Tonne kloppen. Mehr Wert hat dieses Geschmiere in Schriftform nicht".

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2938 Beitrag von Stumpen » Fr 30. Okt 2020, 14:38

StephaneChapuisat hat geschrieben:
Fr 30. Okt 2020, 13:56
Diejenigen, die am wenigsten tun kritisieren am meisten, und wie Wetterfahnen, abhängig von der Windrichtung. Leider ist das in allen Fussballforen so.
Die mittel oder langfristige Vision ist ihnen fremd.

Und Bild (Gladbach Forum)


"Typisch Springer-Presse eben. Favre liefert denen eben keine Schlagzeilen. Favre ist Favre. Er ist speziell und liefert denen kein Futter. Bayern arbeitet ruhig und liefert keine Schlagzeilen, Favre und Dortmund als Nummer 2 liefern ebenfalls nichts. Was bietet sich an? Wenn man mal "Bild" und "Favre" bei Google sucht findet man reihenweise Überschriften, die alle in eine Richtung gehen. Gegen Favre. Bild und der Springer-Verlag haben eine klare Agenda gegen Favre und weil Bayern eben nichts liefert, spekuliert man in Richtung Nagelsmann und Rose. Man hält das "Anti-Favre"-Feuer am Leben, generiert bei BMG und Leipzig (sportliche Konkurrenz hinter Dortmund) Schlagzeilen und es gibt dann leider genügend Leute, die dann diesen Schrott-Artikel anklicken.

Dass dieser Artikel eine absolute Frechheit ist, wissen die bei Springer auch. Es ist respektlos gegenüber Rose/BMG und Nagelsmann/Leipzig, weil Rose bis mindestens 2022 und Nagelsmann bis 2023 Vertrag hat. Zudem läuft Favres Vertrag bis zum Sommer 2021. Allerdings scheint eine Woche ohne Anti-Favre-Artikel (direkt oder indirekt) für Bild einfach unerträglich zu sein. Im Grunde dürfte man nur eines mit solchen Artikeln machen: Ignorieren und in die Tonne kloppen. Mehr Wert hat dieses Geschmiere in Schriftform nicht".
... deshalb jetzt verlängern, falls Favre möchte, und der ganzen Bande den Wind aus den Segeln nehmen.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2939 Beitrag von Zubitoni » Fr 30. Okt 2020, 15:51

gott bewahre.

Falls mein Beitrag Kritik enthält, steht dieser unter folgendem Vorbehalt: Ich bin BVB Fan und werde es bleiben. Susi und das ganze Management erledigen ihre Aufgaben insgesamt zu meiner [„vollsten“ gestrichen am 27.10.19] Zufriedenheit.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#2940 Beitrag von Bernd1958 » Fr 30. Okt 2020, 16:20

Gibt es denn in Holland, Österreich oder der Schweiz nicht auch gute Trainer? In Deutschland scheinen ja alle bei ihren Vereinen fest verankert oder nicht gut genug für den BVB. Einen fachlich so guten Trainer zu bekommen wie es Favre ist wird schwer.
Die Holländer haben für mich den großen Vorteil dass sie den Offensivfußball lieben. Und es sind bestimmt nicht die schlechtesten. Ich kann mich im übrigen gut daran erinnern wie viele Fans van Bommel bei uns als Spieler hätten haben wollen. Ihn als Trainer kann ich aber nicht beurteilen.
Bleibt gesund. #WirBleibenZuhause

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