Lucien Favre [Trainer]

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#101 Beitrag von Ablösefrei » So 1. Sep 2019, 19:08

EarlChekov hat geschrieben:
So 1. Sep 2019, 16:13
Mir fehlt auch der Glaube. Jeder der mal selbst vor den Ball getreten hat, sollte wissen das Fußball zu einen großen Prozentzahl Kopfsache/Emotion ist. Mir fehlt die Phantasie zu glauben, dass LF die Mannschaft emotional erreicht. Mich hätte er gar nicht erreicht, auch wenn er noch so ein detailverliebter Übungsleiter sein mag. Ebenso ist seine mediale Erscheinung schwach, stelle ihn mir genauso in der Kabine vor... da kommt nicht der wichtige „positive Hass“ auf vor einer Partie, dass sieht man dann deutlich auf dem Platz.
Bin da vollkommen bei Dir. Die Fähigkeiten Emotionen und Feuer auf die Spieler zu übertragen, gehen L. F. leider völlig ab. Gerade bei Gegnern, die auf dem Papier stärker sind als der BVB ist das ein wichtiger Faktor. Das hatte z. B. Jürgen Klopp ausgezeichnet.

Trainer, die diesen Aspekt besser drauf haben sind Klopp, Tuchel Rose, Nagelsmann (den ich beim BVB nicht haben möchte), Hütter...the list is long...

Favre ist dagegen eher ein Fußballlehrer / Professor, der ein Spiel rein taktisch antizipiert und post-match sachlich analysiert. Aber immer noch ein klarer Upgrade vs. Bosz und Stöger.

Was mir nicht gefällt, dass Favre jeden einzelnen Gegner, in der PK vor dem Match, stark redet und vor allem auch post-match immer das gleiche sagt. Es sind immer die gleichen Phrasen und dann schiebt er immer nach, "es gibt noch viel Arbeit", "wir müssen noch viel / besser trainieren". So schafft er sich zunehmend noch mehr Angriffsfläche bei den Medien. Favre ist wahrlich kein Medienprofi wie Klopp, aber er könnte mit seiner ganzen Erfahrung etwas souveräner sein.
Zuletzt geändert von Ablösefrei am So 1. Sep 2019, 19:37, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#102 Beitrag von Zubitoni » So 1. Sep 2019, 19:12

nächstes jahr ist steffen baumgart zu haben. der funktioniert hier, ganz sicher!

Falls mein Beitrag Kritik enthält, steht dieser unter folgendem Vorbehalt: Ich bin BVB Fan und werde es bleiben. Susi und das ganze Management erledigen ihre Aufgaben insgesamt zu meiner [„vollsten“ gestrichen am 27.10.19] Zufriedenheit.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#103 Beitrag von Tschuttiball » So 1. Sep 2019, 19:13

Man wird Favre nicht mehr ändern. Darum sind Leute wie Kehl, oder Reus, Hummels und Co gefragt Tacheles zu sprechen! Wieso muss immer der Trainer alles machen? Wozu gibts einen Mannschaftsrat, einen Kapitän einen Leiter Lizenzspieler? Eben!
Der VAR scheitert in Deutschland nicht an der Technik, sondern an den handelnden Personen.
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Re: Lucien Favre [Trainer]

#104 Beitrag von Ablösefrei » So 1. Sep 2019, 19:13

Zubitoni hat geschrieben:
So 1. Sep 2019, 19:12
nächstes jahr ist steffen baumgart zu haben. der funktioniert hier, ganz sicher!
Nicht Dein Ernst :!:

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#105 Beitrag von Ablösefrei » So 1. Sep 2019, 19:17

Tschuttiball hat geschrieben:
So 1. Sep 2019, 19:13
Man wird Favre nicht mehr ändern. Darum sind Leute wie Kehl, oder Reus, Hummels und Co gefragt Tacheles zu sprechen! Wieso muss immer der Trainer alles machen? Wozu gibts einen Mannschaftsrat, einen Kapitän einen Leiter Lizenzspieler? Eben!
Da wird viel von außen gemacht, vor allem Zorc und Kehl sind da die Einflussgrößen, aber das nützt nichts, wenn man in der Dynamik eines Spiels wie bei Union als Cheftrainer die richtigen Ansagen in der Hz. oder auch vor dem Match unterlässt. Klopp und andere haben gegenüber L. F. die Fähigkeit, diese entscheidenden Prozente zusätzlich herauszukitzeln. - Auch Kehl in seiner aktiven Zeit als verlängerter Arm von Klopp konnte in der Hinsicht bessere Ansagen in einer Hz.-Pause machen als Hummels oder Reus.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#106 Beitrag von Zubitoni » So 1. Sep 2019, 19:24

Ablösefrei hat geschrieben:
So 1. Sep 2019, 19:13
Zubitoni hat geschrieben:
So 1. Sep 2019, 19:12
nächstes jahr ist steffen baumgart zu haben. der funktioniert hier, ganz sicher!
Nicht Dein Ernst :!:
wieso sollte es nicht?

Falls mein Beitrag Kritik enthält, steht dieser unter folgendem Vorbehalt: Ich bin BVB Fan und werde es bleiben. Susi und das ganze Management erledigen ihre Aufgaben insgesamt zu meiner [„vollsten“ gestrichen am 27.10.19] Zufriedenheit.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#107 Beitrag von LEF » So 1. Sep 2019, 19:26

Tschuttiball hat geschrieben:
So 1. Sep 2019, 19:13
Man wird Favre nicht mehr ändern. Darum sind Leute wie Kehl, oder Reus, Hummels und Co gefragt Tacheles zu sprechen! Wieso muss immer der Trainer alles machen? Wozu gibts einen Mannschaftsrat, einen Kapitän einen Leiter Lizenzspieler? Eben!

Na, das sehe ich aber anders. Das ist doch primär Sache des Cheftrainers. Wenn er Stellvertreter braucht, um sein Spielphilosophie an den Mann zu bringen - und dazu gehört auch explizit eine adäquate Einstellung - sorry, dann ist er hier "fehl am Platze".

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#108 Beitrag von EarlChekov » So 1. Sep 2019, 19:33

LEF hat geschrieben:
So 1. Sep 2019, 19:26
Tschuttiball hat geschrieben:
So 1. Sep 2019, 19:13
Man wird Favre nicht mehr ändern. Darum sind Leute wie Kehl, oder Reus, Hummels und Co gefragt Tacheles zu sprechen! Wieso muss immer der Trainer alles machen? Wozu gibts einen Mannschaftsrat, einen Kapitän einen Leiter Lizenzspieler? Eben!

Na, das sehe ich aber anders. Das ist doch primär Sache des Cheftrainers. Wenn er Stellvertreter braucht, um sein Spielphilosophie an den Mann zu bringen - und dazu gehört auch explizit eine adäquate Einstellung - sorry, dann ist er hier "fehl am Platze".
Exakt.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#109 Beitrag von Ablösefrei » So 1. Sep 2019, 19:35

LEF hat geschrieben:
So 1. Sep 2019, 19:26
Tschuttiball hat geschrieben:
So 1. Sep 2019, 19:13
Man wird Favre nicht mehr ändern. Darum sind Leute wie Kehl, oder Reus, Hummels und Co gefragt Tacheles zu sprechen! Wieso muss immer der Trainer alles machen? Wozu gibts einen Mannschaftsrat, einen Kapitän einen Leiter Lizenzspieler? Eben!

Na, das sehe ich aber anders. Das ist doch primär Sache des Cheftrainers. Wenn er Stellvertreter braucht, um sein Spielphilosophie an den Mann zu bringen - und dazu gehört auch explizit eine adäquate Einstellung - sorry, dann ist er hier "fehl am Platze".
Not the full package on this level!

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#110 Beitrag von EarlChekov » So 1. Sep 2019, 20:13

Klar ist sachlich gesehen, dass die Mannschaft selbst in der Theorie natürlich genug Motivation mitbringen / aufbringen müsste, damit solche Auftritte wie gegen Union nicht passieren. Praktisch sind es aber diese letzten Prozentpunkte die ein Coach rausholt über die Kabinenansprachen. Ich kann es nur aus mittelklassigem Amateurfussball aus erster Hand sagen, da ist das wichtig und macht einen Unterschied. Klar, ein Trainer der nur gut reden kann, taktisch und Trainingslehrenseitig eine Graupe ist braucht man auch nicht. Aber letztlich zählt doch das Ganze Paket am Ende. Und der BVB hat den Anspruch und die Pflicht auf höchstem Niveau zu liefern, somit muss ein Chefcoach auch das ganze Paket abliefern. Favres Schwächen sind einfach zu offensichtlich, um sie nicht zu sehen.
Ein „weiter so“ darf es nicht geben und ich vertraue da doch auf Zorc und Kehl, die genügend praktische Erfahrung mitbringen um kurzfristig nach den nächsten 1-2 blutleeren Auftritten zu reagieren.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#111 Beitrag von Ablösefrei » So 1. Sep 2019, 20:37

Die Vereinsführung wußte ganz genau, was sie mit Favre erwartet, aber geplante Theorie und erlebte Praxis sind 2 völlig unterschiedliche Welten. Der erste Vertrag mit Favre ging über 2 Jahre, so sah man sich im Sommer genötigt den Vertrag um weitere 2 Jahre zu verlängern, eine aus meiner Sicht notwendige, aber zugleich unglückliche Konstellation.

Was auch gestern im Spiel gefehlt hat, dass man einen Spielertypen wie Haller nicht als Option hat. Favre favorisiert diesen Spielertyp nicht, vielleicht lehnt er ihn sogar ab. Deutlich schwächer besetzte Mannschaften wie Union setzen auf einen Spielertypen wie Polter, zumindest optional. Man hat gesesehen, welche großen Probleme ein Polter allein unserer Abwehr im Pokal bereitet hatte. - Dann ist ein Haller natürlich noch auf einem ganz anderen Level und der würde auch bei uns funktionieren.

Unverständlich für mich, dass Favre einen solchen Spielertypen wohl kategorisch abzulehnen bzw. für seine Spielphilosophie abzulehnen scheint. Eine Option wäre Haller in jedem Fall.

Anders macht es dagegen Jürgen Klopp, für ihn sind Spielertypen wie Mané, Firmino und Salah gesetzt. Aber für gewisse Spielsituationen hat er immer noch einen Origi, den er falls erforderlich immer noch von der Bank bringen kann.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#112 Beitrag von Bor-ussia09 » Mo 2. Sep 2019, 06:34

Mein Vertrauen zu Favre hat nach den beiden letzten Spieltagen einen gehörigen Knacks bekommen.
Vor allem solche Spiele wie gegen Union , so dachte ich , gehören der Vergangenheit an.Man kann jetzt argumentieren das solche Spiele immer mal vorkommen.
Aber!
Nach der deutlichen Aussage zu den Ambitionen des BVB zur neuen Saison und gerade mal am 3 Spieltag , bin ich sehr enttäuscht.
Schon das Spiel gegen Köln hätte der nötige Warnschuss sein müssen , nein , gegen Union wurde noch mal zugelegt.
Ein Sieg gegen Leverkusen ist nun Pflicht.
Trotzdem bleibt die Frage oder interessiert mich das nächste Spiel gegen einen vermeintlichen schwachen Gegner noch mehr.
Ich bin neugierig wie sich das Team dann präsentiert.
Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#113 Beitrag von art_vandelay » Mo 2. Sep 2019, 09:56

Zusammengefasst: wie viele gute Spiele gab es im Kalenderjahr 2019 bislang? Ich zähle vier Stück

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#114 Beitrag von LEF » Mo 2. Sep 2019, 12:32

art_vandelay hat geschrieben:
Mo 2. Sep 2019, 09:56
Zusammengefasst: wie viele gute Spiele gab es im Kalenderjahr 2019 bislang? Ich zähle vier Stück
[/quote

Mit Testspielen, oder ohne Testspiele ;) ]

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#115 Beitrag von smolli91 » Mo 2. Sep 2019, 12:58

Tschuttiball hat geschrieben:
So 1. Sep 2019, 00:55
In Zürich war er lange und wurde auch Meister. Aktuell gurken die seitdem in der 2. Liga rum...

Nee Favre ist und bleibt ein guter Trainer. Aktuell gibt es keinen Grund ihn zu entlassen. Wer sowas fordert denkt zu kurzfristig und zu emotional. Favre hat nun sicher klar den Auftrag endlich die Defensive zu stabilisieren. Dies muss er hinkriegen, sonst wirds irgendwann dünn wenn man verliert wie heute. Zudem gibt es keine (ernsthafte!) Alternative auf dem Markt. Und wer ernsthaft mit Mourinho daher kommt, der meint tatsächlich dass wir unendlich Geld haben um dem Kollegen 10 Mio pro Jahr zu zahlen - denn drunter kommt so einer nicht!
Der FCZ war in der Challenge League, aktuell ist es GC. Wenns so weitergeht spielt der FCZ nächstes Jahr auch wieder zweitklassig.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#116 Beitrag von Alfalfa » Mo 2. Sep 2019, 20:11

Ich bin mal so frei zwei Postings aus dem schwatzgelb-Forum zu zitieren:
Wie wenig Geduld da ist, schockiert mich schon. Und auch keinerlei Goodwill der eigenen Mannschaft gegenüber. Extrem hohe Erwartungen auch nach Siegen, permanente Unzufriedenheit.

Ist das immer noch der Kater nach dem Klopp-Rausch, das Fremdeln Favre?

Weil man einfach keine Chance auf einen Titel hat, wenn die Bayern jedes Jahr 90 Punkte holen?

Oder einfach die Chance, dass man den ganzen Frust aus dem normalen Leben beim Fussball abladen kann?
Darauf antwortete jemand anderes:
So ist das in der Generation Facebook/instagram. Die Wegwerfgesellschaft hat keine Geduld.. Wenn etwas nicht perfekt funktioniert, muss es ersetzt werden, und zwar flott!!!

Es ist wohl, wie so oft, eine Kombination aus verschiedenen Faktoren. Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben, immer mehr Leistungsdruck.. Wenn ich meine Arbeit richtig machen muss, kann man das ja wohl von den sch*** Millionären, die alles in den Arsch geschoben bekommen, auch erwarten!!!!111 (...)
Ich finde, da ist zumindestens teilweise etwas dran. Jemanden sofort auszusortieren, nur weil es mal nicht richtig läuft, ist nicht meine Welt, auch wenn ein Teil der Kritik an Favre (z.B. die späten Auswechslungen) durchaus berechtigt ist.

Und ich will hier wirklich niemandem zu nahe treten, aber wenn wir uns zur Lachnummer der Liga machen wollen, dann sollten wir unbedingt den Trainer, mit dem wir in der letzten Saison endlich wieder bis zum letzten Spieltag um die Meisterschaft mitspielten, bereits nach dem dritten Spieltag einen Tritt geben und ihn durch jemanden wie Tedesco oder Baumgart ersetzen. Nichts gegen Steffen Baumgart, denn was er mit Paderborn macht, ist mir sympathisch. Aber Tedesco, der wirklich nichts ausstrahlt und der "drüben" für alles andere als Vollgasveranstaltungen verantwortlich war? C'mon, are you kidding me? :wtf: :shock:

Über die Leistung am Samstag brauchen wir natürlich nicht zu diskutieren, aber diese lasche Einstellung der Mannschaft gegen kleinere Gegner gab es ab und zu auch schon vorher - selbst bei Klopp.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#117 Beitrag von Schwejk » Mo 2. Sep 2019, 20:27

Es ist wohl, wie so oft, eine Kombination aus verschiedenen Faktoren. Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben, immer mehr Leistungsdruck.. Wenn ich meine Arbeit richtig machen muss, kann man das ja wohl von den sch*** Millionären, die alles in den Arsch geschoben bekommen, auch erwarten!!!!111 (...)
Zumindest diesen Absatz ordne ich einem ausgelatschten Autoforensprech zu, der sich leicht durchschaubar Elementen einer Vulgär- bzw. Westentaschenpsychologie bedient. ;-)

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#118 Beitrag von EarlChekov » Mo 2. Sep 2019, 21:10

Nun, der allgemeine Tenor und die Unzufriedenheit ist erdrückend. Überraschend finde ich es allerdings nicht, denn es ist beileibe nicht das erste Mal das dieses Team so aufgetreten ist wie am Samstag oder die woche davor gegen Köln.
Ich gebe zu: Favre ist mir als Trainer einfach auch nicht sympathisch (muss mir ja auch nicht sympathisch sein), aber meine Mutmaßung ist, dass seine Wirkung auf ein Team, gerade in Situationen wo eklig gekratzt und gebissen werden muss, genauso ist, wie er auf mich wirkt. Ich persönlich erwarte nicht den Titel, hätte das auch vor der Runde vor dem Eindruck der letzten RR auch so nicht rausposaunt, man kann das machen wenn man stabil in eine Saison gestartet ist und auch die nötigen Punkte gesammelt hat, die Mannschaft nachweislich „da“ ist und sich gefunden hat. Ich erwarte aber - und das ist ein Hauptgrund warum ich vor 30 Jahren BVB Fan geworden bin - dass die Mannschaft sich auf dem Platz erkennbar den Arsch aufreißt und notfalls einen Gegner mal „bekämpft“, wenn es spielerisch keine Lösungen gibt.
Dieses muss aber vom Trainer auch als Mittel eindoktiriniert werden, wir hören aber immer nur das eindimensionale Gefasel von „Geduld haben“. Zu gute halte ich Favre, dass er nicht in dieses Horn geblasen hat (Meister werden), allerdings zeigt sich in der Zurückhaltung positiv gesehen eine gewisse Realitätsnähe, negativ gesehen eine fehlende Kongruenz mit den Zielen von Vorstand und Team, auch sehr gefährlich....

Zu Tedesco:
Tedesco ist nicht mein Wunschtrainer, diese wären wohl alle nicht verfügbar. Dennoch ist er mit einer Fußballerisch limitierten Truppe im ersten Jahr Vizemeister geworden und sollte aus Jahr 2 gelernt haben.
Vielleicht findet man ja ein junges, deutschsprachiges Juwel, dem man mal eine Chance gibt. Oder Skibbe muss ran, der alte Motivator ;)
Im Ernst: Namen sind egal, der Trainer kann ja auch Lucien Favre heißen, nur muss man langsam mal aus Fehlern lernen. Das gilt dann tatsächlich in jeder Situation im Leben, wenn man Erfolg haben will, beruflich wie privat: man kann Fehler machen, Haken dran und verziehen. Wenn man aber dieselben Fehler immer wieder macht, führt dies zu Misserfolg. Eine verantwortungsvolle Führung reagiert dann, bevor es zu spät ist...

Ein Trainer muss auf dem Niveau die 4 Dimensionen 1. individuelle Trainingslehre/Gestaltung, 2. Taktische Vielfalt, 3. Ansprache/Motivation und auch 4. Medienkompetenz komplett zu einem hohen Level erfüllen. Wo rated ihr hier Lucien ein ? Ich sehe ihn nach dem was man hört bei 1. auf hohem Niveau, 2. mglw. theoretisch auch, allerdings fehlt ihm schon der Mut mal was auszuprobieren und insbesondere wird kein In-Game Coaching gemacht. 3 und 4 sehe ich als ungenügend an von außen betrachtet.
Wir sind der BVB. Und diese Erwartungen darf man dann finde ich schon haben und enttäuscht sein, wenn sich trotz großen Ziele die offensiv geäußert wurden, nichts ändert.
Wir stellen uns ja auch keine Spieler aufs Feld die weit weg von „komplett sind“ auf ihrer Position. /

Warten wir die nächsten Spiele mal ab. Am 7. Spieltag geht es nach Freiburg und dann ist wieder Länderspielpause. Nach dem Freiburgspiel sollte man eine Bilanz ziehen. Bis dahin warten Leverkusen (H), Gladbach (A), Bremen (H) und eben Freiburg (A). Will man im Meisterschaftskampf mitreden braucht es hier 10 Punkte mMn, Für die CL Ambitionen 8 Pkte. und keine Niederlage gg. Leverkusen und Gladbach. Dazu muss man 3 Pkte in Prag holen.

Das wäre meine Mindestanforderung, wenn icH Aki wäre :)

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#119 Beitrag von Zubitoni » Mo 2. Sep 2019, 21:30

aus favre wird kein hypnotiseur der welt nen lebendigen trainer mit feuriger ansprache machen.

ich denke wirklich, dass er ein super übungsleiter ist. aber er braucht einen klinsmann vor sich, um meister zu werden, definitiv.

Falls mein Beitrag Kritik enthält, steht dieser unter folgendem Vorbehalt: Ich bin BVB Fan und werde es bleiben. Susi und das ganze Management erledigen ihre Aufgaben insgesamt zu meiner [„vollsten“ gestrichen am 27.10.19] Zufriedenheit.

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Re: Lucien Favre [Trainer]

#120 Beitrag von LEF » Mo 2. Sep 2019, 22:19

EarlChekov hat geschrieben:
Mo 2. Sep 2019, 21:10
Nun, der allgemeine Tenor und die Unzufriedenheit ist erdrückend. Überraschend finde ich es allerdings nicht, denn es ist beileibe nicht das erste Mal das dieses Team so aufgetreten ist wie am Samstag oder die woche davor gegen Köln.
Ich gebe zu: Favre ist mir als Trainer einfach auch nicht sympathisch (muss mir ja auch nicht sympathisch sein), aber meine Mutmaßung ist, dass seine Wirkung auf ein Team, gerade in Situationen wo eklig gekratzt und gebissen werden muss, genauso ist, wie er auf mich wirkt. Ich persönlich erwarte nicht den Titel, hätte das auch vor der Runde vor dem Eindruck der letzten RR auch so nicht rausposaunt, man kann das machen wenn man stabil in eine Saison gestartet ist und auch die nötigen Punkte gesammelt hat, die Mannschaft nachweislich „da“ ist und sich gefunden hat. Ich erwarte aber - und das ist ein Hauptgrund warum ich vor 30 Jahren BVB Fan geworden bin - dass die Mannschaft sich auf dem Platz erkennbar den Arsch aufreißt und notfalls einen Gegner mal „bekämpft“, wenn es spielerisch keine Lösungen gibt.
Dieses muss aber vom Trainer auch als Mittel eindoktiriniert werden, wir hören aber immer nur das eindimensionale Gefasel von „Geduld haben“. Zu gute halte ich Favre, dass er nicht in dieses Horn geblasen hat (Meister werden), allerdings zeigt sich in der Zurückhaltung positiv gesehen eine gewisse Realitätsnähe, negativ gesehen eine fehlende Kongruenz mit den Zielen von Vorstand und Team, auch sehr gefährlich....

Zu Tedesco:
Tedesco ist nicht mein Wunschtrainer, diese wären wohl alle nicht verfügbar. Dennoch ist er mit einer Fußballerisch limitierten Truppe im ersten Jahr Vizemeister geworden und sollte aus Jahr 2 gelernt haben.
Vielleicht findet man ja ein junges, deutschsprachiges Juwel, dem man mal eine Chance gibt. Oder Skibbe muss ran, der alte Motivator ;)
Im Ernst: Namen sind egal, der Trainer kann ja auch Lucien Favre heißen, nur muss man langsam mal aus Fehlern lernen. Das gilt dann tatsächlich in jeder Situation im Leben, wenn man Erfolg haben will, beruflich wie privat: man kann Fehler machen, Haken dran und verziehen. Wenn man aber dieselben Fehler immer wieder macht, führt dies zu Misserfolg. Eine verantwortungsvolle Führung reagiert dann, bevor es zu spät ist...

Ein Trainer muss auf dem Niveau die 4 Dimensionen 1. individuelle Trainingslehre/Gestaltung, 2. Taktische Vielfalt, 3. Ansprache/Motivation und auch 4. Medienkompetenz komplett zu einem hohen Level erfüllen. Wo rated ihr hier Lucien ein ? Ich sehe ihn nach dem was man hört bei 1. auf hohem Niveau, 2. mglw. theoretisch auch, allerdings fehlt ihm schon der Mut mal was auszuprobieren und insbesondere wird kein In-Game Coaching gemacht. 3 und 4 sehe ich als ungenügend an von außen betrachtet.
Wir sind der BVB. Und diese Erwartungen darf man dann finde ich schon haben und enttäuscht sein, wenn sich trotz großen Ziele die offensiv geäußert wurden, nichts ändert.
Wir stellen uns ja auch keine Spieler aufs Feld die weit weg von „komplett sind“ auf ihrer Position. /

Warten wir die nächsten Spiele mal ab. Am 7. Spieltag geht es nach Freiburg und dann ist wieder Länderspielpause. Nach dem Freiburgspiel sollte man eine Bilanz ziehen. Bis dahin warten Leverkusen (H), Gladbach (A), Bremen (H) und eben Freiburg (A). Will man im Meisterschaftskampf mitreden braucht es hier 10 Punkte mMn, Für die CL Ambitionen 8 Pkte. und keine Niederlage gg. Leverkusen und Gladbach. Dazu muss man 3 Pkte in Prag holen.

Das wäre meine Mindestanforderung, wenn icH Aki wäre :)
EarlChekov hat geschrieben:
Mo 2. Sep 2019, 21:10
Nun, der allgemeine Tenor und die Unzufriedenheit ist erdrückend. Überraschend finde ich es allerdings nicht, denn es ist beileibe nicht das erste Mal das dieses Team so aufgetreten ist wie am Samstag oder die woche davor gegen Köln.
Ich gebe zu: Favre ist mir als Trainer einfach auch nicht sympathisch (muss mir ja auch nicht sympathisch sein), aber meine Mutmaßung ist, dass seine Wirkung auf ein Team, gerade in Situationen wo eklig gekratzt und gebissen werden muss, genauso ist, wie er auf mich wirkt. Ich persönlich erwarte nicht den Titel, hätte das auch vor der Runde vor dem Eindruck der letzten RR auch so nicht rausposaunt, man kann das machen wenn man stabil in eine Saison gestartet ist und auch die nötigen Punkte gesammelt hat, die Mannschaft nachweislich „da“ ist und sich gefunden hat. Ich erwarte aber - und das ist ein Hauptgrund warum ich vor 30 Jahren BVB Fan geworden bin - dass die Mannschaft sich auf dem Platz erkennbar den Arsch aufreißt und notfalls einen Gegner mal „bekämpft“, wenn es spielerisch keine Lösungen gibt.
Dieses muss aber vom Trainer auch als Mittel eindoktiriniert werden, wir hören aber immer nur das eindimensionale Gefasel von „Geduld haben“. Zu gute halte ich Favre, dass er nicht in dieses Horn geblasen hat (Meister werden), allerdings zeigt sich in der Zurückhaltung positiv gesehen eine gewisse Realitätsnähe, negativ gesehen eine fehlende Kongruenz mit den Zielen von Vorstand und Team, auch sehr gefährlich....

Zu Tedesco:
Tedesco ist nicht mein Wunschtrainer, diese wären wohl alle nicht verfügbar. Dennoch ist er mit einer Fußballerisch limitierten Truppe im ersten Jahr Vizemeister geworden und sollte aus Jahr 2 gelernt haben.
Vielleicht findet man ja ein junges, deutschsprachiges Juwel, dem man mal eine Chance gibt. Oder Skibbe muss ran, der alte Motivator ;)
Im Ernst: Namen sind egal, der Trainer kann ja auch Lucien Favre heißen, nur muss man langsam mal aus Fehlern lernen. Das gilt dann tatsächlich in jeder Situation im Leben, wenn man Erfolg haben will, beruflich wie privat: man kann Fehler machen, Haken dran und verziehen. Wenn man aber dieselben Fehler immer wieder macht, führt dies zu Misserfolg. Eine verantwortungsvolle Führung reagiert dann, bevor es zu spät ist...

Ein Trainer muss auf dem Niveau die 4 Dimensionen 1. individuelle Trainingslehre/Gestaltung, 2. Taktische Vielfalt, 3. Ansprache/Motivation und auch 4. Medienkompetenz komplett zu einem hohen Level erfüllen. Wo rated ihr hier Lucien ein ? Ich sehe ihn nach dem was man hört bei 1. auf hohem Niveau, 2. mglw. theoretisch auch, allerdings fehlt ihm schon der Mut mal was auszuprobieren und insbesondere wird kein In-Game Coaching gemacht. 3 und 4 sehe ich als ungenügend an von außen betrachtet.
Wir sind der BVB. Und diese Erwartungen darf man dann finde ich schon haben und enttäuscht sein, wenn sich trotz großen Ziele die offensiv geäußert wurden, nichts ändert.
Wir stellen uns ja auch keine Spieler aufs Feld die weit weg von „komplett sind“ auf ihrer Position. /

Warten wir die nächsten Spiele mal ab. Am 7. Spieltag geht es nach Freiburg und dann ist wieder Länderspielpause. Nach dem Freiburgspiel sollte man eine Bilanz ziehen. Bis dahin warten Leverkusen (H), Gladbach (A), Bremen (H) und eben Freiburg (A). Will man im Meisterschaftskampf mitreden braucht es hier 10 Punkte mMn, Für die CL Ambitionen 8 Pkte. und keine Niederlage gg. Leverkusen und Gladbach. Dazu muss man 3 Pkte in Prag holen.

Das wäre meine Mindestanforderung, wenn icH Aki wäre :)
Ich stimme deinen Ausführungen vollinhaltlich zu. Auch das "Ausposaunen", dass wir Meister werden wollen, sollte man erst nach einem gelungenen Saisonstart postulieren....wenn überhaupt.
Die Geschichte kann sich nämlich schnell zum Bumerang entwickeln. Da ist es nicht mehr weit, dass die gegnerischen Fans, den verstaubten Stakkato: "Deutscher Meister ha ha ha ", wieder zum Leben erwecken.
So weit muss und darf es natürlich nicht kommen.
Allerdings muss sich etwas ändern, der Hebel muss jetzt umgelegt werden.....allein, mir fehlt der Glaube.

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