Marco Reus [11]

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Shafirion
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Re: Marco Reus [11]

#81 Beitrag von Shafirion » Mo 23. Sep 2019, 15:09

smolli91 hat geschrieben:
Mo 23. Sep 2019, 14:50
Shafirion hat geschrieben:
Mo 23. Sep 2019, 09:32
Die "Mentalitätsfrage" wird ihn deshalb so stören, weil da eine Modewort von außen herangetragen wird und sich in der Diskussion verselbständigt. Das Ganze kommt von Fans, die i.d.R. wenig Ahnung haben, was in einer Profi-Mannschaft abgeht und von Journalisten, auf die das mehr und mehr zutrifft und die jedenfalls auch selbst nie professionell Fußball gespielt haben.

Wie schon an anderer Stelle erwähnt: Es ist einfach sehr unrealistisch, dass die Spieler auf so ein Spiel kein Bock haben. Die trainieren xmal die Woche, das mag sie langweilen; die ein, zwei Spiele sind das Highlight der Woche, die willkommene Abwechslung. Ich finde es jedenfalls sehr unplausibel, dass man da keine Lust drauf hat und das mit halbem Einsatz angeht (spekuliere insofern aber natürlich auch nur).
Außerdem: So eine ominöse Teammentalität gibt es doch gar nicht. Jeder Spieler hat seine eigene Mentalität, seine eigene Nervorsität, reagiert individuell und daraus ergibt sich irgendwie ein großes Ganzes. Gestern haben wir super angefangen und dann unverständlicherweise uns zu weit zurückgezogen bzw. nicht mehr genug getan. Das hat auch der vielgescholtene Favre, der dafür ja nicht selten verantwortlich gemacht wird, nach dem Spiel kritisiert. Glaubt denn ernsthaft jemand, nach dem guten Anfang und dem frühen Tor legen die Spieler alle im Kopf einen Schalter um - und spielen das auf einer Arschbacke runter? Das ist doch abwegig. Hinten raus ist es noch recht leicht zu erklären, da ging mit der Hummels-Auswechslung einfache unglaublich viel Struktur und der Rest Sicherheit flöten.

Mich würde das auch aufregen, wenn ich danach gefragt würde, ob die Mannschaft keine "Mentalität" hat. Als ob ein Fußballspiel so einfach wäre, dass es nur darum geht, ob man "Mentalität" hat oder nicht oder genug hat.
Danke, sehe ich auch so. Jeder der mir nur mit Mentalität kommt ohne zu differenzieren, weil keine Ahnung oder keine Argumente ist es mir aber nicht mehr wert darauf einzugehen. Von Mentalität kann man, wenn überhaupt sprechen, wenn man gegen einen 4. oder 5. Ligisten aus dem Pokal ausscheidet. In der Buli ist das Niveau dann doch zu nahe beianander und es entscheiden oft Kleinigkeiten, wie sich ein Spiel entwickelt und dann schlussendlich ausgeht. Wir haben durch Qualität durchaus eine grössere Wahrscheinlichkeit zu gewinnen, aber auch bei einer Wahrscheinlichkeit von 80% für einen Sieg gewinnt man das Spiel halt auch nur in vier von fünf Fällen. Bayern hätte am ersten Spieltag Hertha auch mit 5:0 aus dem Stadion schiessen können, wenn man sich das Spiel anschaut, geht dann aber 2:2 aus, weil Hertha zweimal vors Tor kommt und dann auch gegen alle Wahrscheinlichkeit beide Chancen auch rein macht. Wenn man eine nahezu 100% Quote will, muss man auf Einzelsport umschwenken und sich 5000m Lauf oder Schwimmen anschauen, da gewinnt immer der aktuell beste Athlet, sollte er nicht stürzen oder disqualifiziert werden.
Jap. Wir hatten z.B. kurz nach dem 1:0 einen Konter, wo Hakimi rechts völlig frei durch ist, die Hereingabe wird dann aber in letzter Not geklärt. Wenn er den etwas besser bringt, fällt Frankfurt im Zweifel nach dem frühen Doppelschlag auseinander. Dann heißt es: Endlich mal Mentalität gezeigt!

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Re: Marco Reus [11]

#82 Beitrag von Happy09 » Mo 23. Sep 2019, 19:40

Jetzt geht die Sch.... schon los.

Blöd schreibt: "Reus der falsche Kapitän". Diese Journalisten sind doch die letzten Idioten :oops: .

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Re: Marco Reus [11]

#83 Beitrag von MattiBeuti » Mo 23. Sep 2019, 20:26

Happy09 hat geschrieben:
Mo 23. Sep 2019, 19:40
Jetzt geht die Sch.... schon los.

Blöd schreibt: "Reus der falsche Kapitän". Diese Journalisten sind doch die letzten Idioten :oops: .
Und die Bezeichnung "Journalisten" leidet auch darunter. Einfach ignorieren. Auf der Welt gibt es so viele Menschen und da sind natürlich auch ein paar Idioten dabei. Zumindest weiss man ja vorher schon, was da aus dieser Richtung kommt.
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Re: Marco Reus [11]

#84 Beitrag von EarlChekov » Mo 23. Sep 2019, 20:26

Bildzeitung halt. Lesen leider viele und viele werden sich von dem Bild leiten lassen. Zu Hoeness tiraden gab es ähnlich reißerische Kommentare, andererseits aber auch „trotzdem werden wir ihn vermissen“.

Reus ist als Kapitän schon deutlich gereift, allerdings haftet ihm schon ein wenig das Image an, in den ganz großen Momenten/Spielen nicht da zu sein.

Nur er selbst kann das ändern, braucht dazu aber das Team um sich herum.

Kapitän hin oder her - ein guter Führungsspieler braucht keine Binde, wohl aber die Akzeptanz im Team, die kriegt man durch Leistung.

Auch so ein Interview und die daraus resultierende Berichterstattung kann was positives bewirken: ich vermisse ja immer diesen positiven Hass auf dem Feld, solche Kämpfe könnten das erzeugen wenn richtig kanalisiert. Das zu tun ist Aufgabe der sportlichen Leitung, sie sind nicht nur Fussballlehrer, sondern auch Psychologen. Auch da kann man (leider) bei den Bajuffen lernen, die zelebrieren ihre Mia san Mia Folklore erfolgreich seit Jahrzehnten.

Es ist ein Unterschied ob ich auf den Platz gehe und „denke“ besser zu sein oder ob ich mit jeder Faser meines Körpers davon überzeugt bin und den Gegner das auch demonstrieren will.

Das muss Reus wieder vor“fühlen“ und ausstrahlen. Power. Damit stopft man dann dem Boulevard das Maul.

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Re: Marco Reus [11]

#85 Beitrag von Zubitoni » Mo 23. Sep 2019, 20:38

Jap. Wir hatten z.B. kurz nach dem 1:0 einen Konter, wo Hakimi rechts völlig frei durch ist, die Hereingabe wird dann aber in letzter Not geklärt. Wenn er den etwas besser bringt, fällt Frankfurt im Zweifel nach dem frühen Doppelschlag auseinander. Dann heißt es: Endlich mal Mentalität gezeigt!
in dem spiel wurden zig solcher top situationen schlampig (nicht) zuende gespielt. alles pech? oder doch fehlende/r biss/galligkeit/einstellung/spannung... nenn es wie du willst.

weil viele das barcaspiel als gegenbeispiel bringen: gg barca kam man noch in einen guten abschluss, da wars am ende wirklich pech (latte) und eine fantastische torwartleistung.

nee, das kommt mir leider viel zu häufig vor. gg bayern werden wir so niemals anstinken können. hinzu kommt ja noch, dass favre die spannung durch rotation erhöhen kann. er könnte, aber er geniert sich halt.

Falls mein Beitrag Kritik enthält, steht dieser unter folgendem Vorbehalt: Ich bin BVB Fan und werde es bleiben. Susi und das ganze Management erledigen ihre Aufgaben insgesamt zu meiner [„vollsten“ gestrichen am 27.10.19] Zufriedenheit.

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Re: Marco Reus [11]

#86 Beitrag von MattiBeuti » Mo 23. Sep 2019, 20:51

EarlChekov hat geschrieben:
Mo 23. Sep 2019, 20:26
Bildzeitung halt. Lesen leider viele und viele werden sich von dem Bild leiten lassen...

...Reus ist als Kapitän schon deutlich gereift, allerdings haftet ihm schon ein wenig das Image an, in den ganz großen Momenten/Spielen nicht da zu sein...
Die Schnellebigkeit des Sports, kann da aber auch ein Grund für sein. Das nächste Spiel ist immer das Wichtigste. Und was vor einem Jahr war, hat man manchmal schnell vergessen.

Hier mal ein paar Erinnerungen zum Thema Reus und wichtige Spiele:

24 Spiele gegen Bayern: 10 Tore, 8 Assist
6 vs. Real: 4 T, 2 A
14 vs. Schalke: 6 T, 6 A
Dazu weitere Treffer gegen Juve, Man City und Liverpool etc.

Habe das jetzt nicht selbst recherchiert, sonden hier gelesen:

https://twitter.com/BananenTorj/status/ ... 4470259712

Reus hat aktuell eine klare Formkrise. Sowas passiert. Er wird da auch wieder rauskommen. Es geht jetzt nur darum, mit dieser Phase richtig umzugehen. Wie das dann aussieht, müssen Experten entscheiden. Ich würde Marco in der nächsten Woche auch mal von der Bank bringen. Aber das ist nur meine Meinung.

Ps.: Ansonsten bin ich bei deinem Beitrag komplett deiner Meinung!
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Re: Marco Reus [11]

#87 Beitrag von sw2105 » Mo 23. Sep 2019, 21:09

MattiBeuti hat geschrieben:
Mo 23. Sep 2019, 20:51
EarlChekov hat geschrieben:
Mo 23. Sep 2019, 20:26
Bildzeitung halt. Lesen leider viele und viele werden sich von dem Bild leiten lassen...

...Reus ist als Kapitän schon deutlich gereift, allerdings haftet ihm schon ein wenig das Image an, in den ganz großen Momenten/Spielen nicht da zu sein...
Die Schnellebigkeit des Sports, kann da aber auch ein Grund für sein. Das nächste Spiel ist immer das Wichtigste. Und was vor einem Jahr war, hat man manchmal schnell vergessen.

Hier mal ein paar Erinnerungen zum Thema Reus und wichtige Spiele:

24 Spiele gegen Bayern: 10 Tore, 8 Assist
6 vs. Real: 4 T, 2 A
14 vs. Schalke: 6 T, 6 A
Dazu weitere Treffer gegen Juve, Man City und Liverpool etc.

Habe das jetzt nicht selbst recherchiert, sonden hier gelesen:

https://twitter.com/BananenTorj/status/ ... 4470259712

Reus hat aktuell eine klare Formkrise. Sowas passiert. Er wird da auch wieder rauskommen. Es geht jetzt nur darum, mit dieser Phase richtig umzugehen. Wie das dann aussieht, müssen Experten entscheiden. Ich würde Marco in der nächsten Woche auch mal von der Bank bringen. Aber das ist nur meine Meinung.

Ps.: Ansonsten bin ich bei deinem Beitrag komplett deiner Meinung!
Ja Matti, diese Zahlen zu Reus überraschen schon.
Allerdings, Reus jetzt auf die Bank zu setzen, sollte er fit sein, würde ihn beschädigen. Im Innenverhältnis aber wahrscheinlich noch mehr nach Aussen. Das wäre aber mal ein Fressen für die B...-A....löcher.
Er muss da selbst rauskommen und je mehr er spielt, desto schneller klappt das auch.
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Re: Marco Reus [11]

#88 Beitrag von MattiBeuti » Mo 23. Sep 2019, 21:41

sw2105 hat geschrieben:
Mo 23. Sep 2019, 21:09

Ja Matti, diese Zahlen zu Reus überraschen schon.
Allerdings, Reus jetzt auf die Bank zu setzen, sollte er fit sein, würde ihn beschädigen. Im Innenverhältnis aber wahrscheinlich noch mehr nach Aussen. Das wäre aber mal ein Fressen für die B...-A....löcher.
Er muss da selbst rauskommen und je mehr er spielt, desto schneller klappt das auch.
Ja, so kann man das sehen. Aber ich finde, dass ein Spieler und ein Verein das aushalten muss. Es geht mir dabei ja auch um 2 Aspekte. Einmal die Leistung und einmal das Nutzen von frischen Spielern. Ich habe eben den Teil vom "Rasenfunk" gehört, in dem sie über unser Spiel sprechen. Natürlich war die Reaktion von Reus wegen der Mentalitätsfrage auch Thema. Und am Ende sind sie zu dem Entschluss gekommen, dass ein Unterschied zwischen Frankfurt und Dortmund die Rotation war. Frankfurt hat rotiert und wir nicht. Und ich verstehe diesen Aspekt. Es geht nicht darum, dass Spieler keine 3 Spiele spielen können. Es geht nicht darum, dass wir noch am Anfang einer Saison sind und alle Spieler noch frisch sein müssten. Es geht doch einfach um den normalen Alltag. Wenn man dreimal in einer Woche spielt, dann merkt man das am Ende der Woche. Das ist mein Standpunkt. Und wenn man da die Möglichkeiten hat etwas frischen Wind hineinzubekommen(und wir haben gute Optionen!), dann kann das eine sinnvolle Herangehensweise sein. Frankfurt hat dies genutzt und gemessen an deren und unseren Möglichkeiten, hat Frankfurt diese Option gut genutzt.
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Re: Marco Reus [11]

#89 Beitrag von cloud88 » Mo 23. Sep 2019, 22:44

Wenn Favre gestern Götze für Reus gebracht hätte und von Belastungssteuerung gesprochen hätte, da Reus auch bei Jogi spielen musste hätte kein Hahn danach gekräht. Es wurde einfach der richtige Zeitpunkt verpasst und jetzt steht man vor dem Dilemma das man nur gewinne kann wenn Reus gegen Bremen super spielt.

Reus spielt schon die ganze Saison nicht gut, wenn sich jeweils die 90min anschaut. Da fehlt einiges zu dem war er in der letzten Saison gezeigt hat. Böse Zungen würden behaupten er ist schon so lange Fit das der Körper damit nicht umgehen kann. Vllt ist der auch im Kopf nicht frei weil er der letzten saison nach trauert und es jetzt unbedingt schaffen will und sich selbst Blockiert. Klassischer Micki damals bei uns.

Vllt würde es ihm auch helfen mal auf die außen zu gehen und einem anderem die 10 zu überlassen (für 1 Spiel wenigstens), damit er sich mehr auf sich Konzentrieren kann.

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Re: Marco Reus [11]

#90 Beitrag von Zubitoni » Mo 23. Sep 2019, 23:31

wenn sancho nach 65 minuten runter geht, stichwort belastungssteuerung, warum soll reus nicht mal erst nach 60 minuten eingewechselt werden? bricht ihm doch nix ab, mal nen päusken einzulegen. hat auch nix mit denkmalschändung zu tun. reus ist und bleibt weltklasse - nur grad nicht. und aktuell sehe ich nicht, dass ihm das permanente durchspielen seine form zurückbringt.

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Re: Marco Reus [11]

#91 Beitrag von Bernd1958 » Di 24. Sep 2019, 09:01

Zubitoni hat geschrieben:
Mo 23. Sep 2019, 23:31
wenn sancho nach 65 minuten runter geht, stichwort belastungssteuerung, warum soll reus nicht mal erst nach 60 minuten eingewechselt werden? bricht ihm doch nix ab, mal nen päusken einzulegen. hat auch nix mit denkmalschändung zu tun. reus ist und bleibt weltklasse - nur grad nicht. und aktuell sehe ich nicht, dass ihm das permanente durchspielen seine form zurückbringt.
Vielleicht solltest Du mal eine Privataudienz bei Favre beantragen. Denn der sieht das leider nicht so. Und vielleicht kannst Du ihn ja überzeugen.
Bleibt gesund. #WirBleibenZuhause

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Re: Marco Reus [11]

#92 Beitrag von daysleeper18783 » Mi 25. Sep 2019, 08:26

Shafirion hat geschrieben:
Mo 23. Sep 2019, 09:32
Die "Mentalitätsfrage" wird ihn deshalb so stören, weil da eine Modewort von außen herangetragen wird und sich in der Diskussion verselbständigt. Das Ganze kommt von Fans, die i.d.R. wenig Ahnung haben, was in einer Profi-Mannschaft abgeht und von Journalisten, auf die das mehr und mehr zutrifft und die jedenfalls auch selbst nie professionell Fußball gespielt haben.

Wie schon an anderer Stelle erwähnt: Es ist einfach sehr unrealistisch, dass die Spieler auf so ein Spiel kein Bock haben. Die trainieren xmal die Woche, das mag sie langweilen; die ein, zwei Spiele sind das Highlight der Woche, die willkommene Abwechslung. Ich finde es jedenfalls sehr unplausibel, dass man da keine Lust drauf hat und das mit halbem Einsatz angeht (spekuliere insofern aber natürlich auch nur).
Außerdem: So eine ominöse Teammentalität gibt es doch gar nicht. Jeder Spieler hat seine eigene Mentalität, seine eigene Nervorsität, reagiert individuell und daraus ergibt sich irgendwie ein großes Ganzes. Gestern haben wir super angefangen und dann unverständlicherweise uns zu weit zurückgezogen bzw. nicht mehr genug getan. Das hat auch der vielgescholtene Favre, der dafür ja nicht selten verantwortlich gemacht wird, nach dem Spiel kritisiert. Glaubt denn ernsthaft jemand, nach dem guten Anfang und dem frühen Tor legen die Spieler alle im Kopf einen Schalter um - und spielen das auf einer Arschbacke runter? Das ist doch abwegig. Hinten raus ist es noch recht leicht zu erklären, da ging mit der Hummels-Auswechslung einfache unglaublich viel Struktur und der Rest Sicherheit flöten.

Mich würde das auch aufregen, wenn ich danach gefragt würde, ob die Mannschaft keine "Mentalität" hat. Als ob ein Fußballspiel so einfach wäre, dass es nur darum geht, ob man "Mentalität" hat oder nicht oder genug hat.
Natürlich gibt es Gruppenmentalitäten. Es gibt ganze Staats-/Bevölkerungs-/Nationalmentalitäten. Mentalität bezeichnet eine vorherrschende psychische Prädisposition im Sinne eines Denk- und Verhaltensmusters einer Person oder sozialen Gruppe (laut Wiki). Und jeder der mal in irgendeiner Form Wettkampfsport betrieben hat, kennt die Einstellung des "Verwaltens" oder "Unterschätzens", genauso wie man ein gewisses "Momentum" kennt, das durch eben diese Denk- und Verhaltensmuster ausgelöst wird (man hinterfragt das eigene Verhalten, zögert, ist verunsichert oder eben voller Selbstbewusstsein, Wut, Energie). Das ist vollkommen menschlich und bei dem ein oder anderen stärker ausgeprägt. Und Gewisse Denk- und Verhaltensmuster in den immer gleichen Situationen kann ich durchaus auch von außen erkennen. Von daher ist diese Diskussion keine Scheindiskussion. Unsere Verantwortlichen haben das "Mentatlitätsproblem"doch sogar nach der Stöger/Bosz Saison bemängelt und gedacht es erkannt und behoben zu haben. Jetzt sind teilweise die gleichen Verhaltensmuster zu erkennen und das ganze ist eine Scheindiskussion? Wenn man die Mentalitätsfrage allein auf den "Willen" beschränkt, ok, dann verstehe ich Marcos Reaktion. Ich will niemanden den Willen absprechen. Aber es geht darum sich Widerständen effektiv entgegenzustellen. Das fehlt mir. Nicht nur bei Marco, aber auch bei ihm.

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Re: Marco Reus [11]

#93 Beitrag von Zubitoni » Mi 25. Sep 2019, 09:06

Die wahrheit liegt aufm platz. Völlig wurscht, ob die jetzt mit
- (daddel-)mentalität
- killerinstinkt
- einstellung

oder sonst was für einem wort zu tun hat. Gibt nur einen job:

LÖSEN !

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Re: Marco Reus [11]

#94 Beitrag von Pew » Mi 25. Sep 2019, 12:25

https://mobile.twitter.com/GeraldGossma ... 2019786754

Der Bosz hat es schon ganz gut zusammengefasst. Und wenn man 10 Jahre Profi ist und sich und alle paar Wochen, nach dem o.g. Muster, gefragt wird, ob der eigene Charakter denn integer sei, dann habe ich schon Verständnis dafür, dass einem mal ein bisschen der Puls hochgeht.
Ja, Mentalität ist kein unwichtiger Faktor im Sport, aber die Journaille begegnet dem Thema in den meisten Fälle nicht auf seriöser Basis, sonder aus der eigene Inkompetenz und Ignoranz heraus.

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Re: Marco Reus [11]

#95 Beitrag von bvbcol » Mi 25. Sep 2019, 13:28

Pew hat geschrieben:
Mi 25. Sep 2019, 12:25
https://mobile.twitter.com/GeraldGossma ... 2019786754

Der Bosz hat es schon ganz gut zusammengefasst. Und wenn man 10 Jahre Profi ist und sich und alle paar Wochen, nach dem o.g. Muster, gefragt wird, ob der eigene Charakter denn integer sei, dann habe ich schon Verständnis dafür, dass einem mal ein bisschen der Puls hochgeht.
Ja, Mentalität ist kein unwichtiger Faktor im Sport, aber die Journaille begegnet dem Thema in den meisten Fälle nicht auf seriöser Basis, sonder aus der eigene Inkompetenz und Ignoranz heraus.
vergiss die Hinterhältigkeit zwecks angestrebtem Hype nicht. Das ist die eigentliche Triebfeder des heutigen Journalismus.

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Re: Marco Reus [11]

#96 Beitrag von Shafirion » Do 26. Sep 2019, 14:11

daysleeper18783 hat geschrieben:
Mi 25. Sep 2019, 08:26
Shafirion hat geschrieben:
Mo 23. Sep 2019, 09:32
Die "Mentalitätsfrage" wird ihn deshalb so stören, weil da eine Modewort von außen herangetragen wird und sich in der Diskussion verselbständigt. Das Ganze kommt von Fans, die i.d.R. wenig Ahnung haben, was in einer Profi-Mannschaft abgeht und von Journalisten, auf die das mehr und mehr zutrifft und die jedenfalls auch selbst nie professionell Fußball gespielt haben.

Wie schon an anderer Stelle erwähnt: Es ist einfach sehr unrealistisch, dass die Spieler auf so ein Spiel kein Bock haben. Die trainieren xmal die Woche, das mag sie langweilen; die ein, zwei Spiele sind das Highlight der Woche, die willkommene Abwechslung. Ich finde es jedenfalls sehr unplausibel, dass man da keine Lust drauf hat und das mit halbem Einsatz angeht (spekuliere insofern aber natürlich auch nur).
Außerdem: So eine ominöse Teammentalität gibt es doch gar nicht. Jeder Spieler hat seine eigene Mentalität, seine eigene Nervorsität, reagiert individuell und daraus ergibt sich irgendwie ein großes Ganzes. Gestern haben wir super angefangen und dann unverständlicherweise uns zu weit zurückgezogen bzw. nicht mehr genug getan. Das hat auch der vielgescholtene Favre, der dafür ja nicht selten verantwortlich gemacht wird, nach dem Spiel kritisiert. Glaubt denn ernsthaft jemand, nach dem guten Anfang und dem frühen Tor legen die Spieler alle im Kopf einen Schalter um - und spielen das auf einer Arschbacke runter? Das ist doch abwegig. Hinten raus ist es noch recht leicht zu erklären, da ging mit der Hummels-Auswechslung einfache unglaublich viel Struktur und der Rest Sicherheit flöten.

Mich würde das auch aufregen, wenn ich danach gefragt würde, ob die Mannschaft keine "Mentalität" hat. Als ob ein Fußballspiel so einfach wäre, dass es nur darum geht, ob man "Mentalität" hat oder nicht oder genug hat.
Natürlich gibt es Gruppenmentalitäten. Es gibt ganze Staats-/Bevölkerungs-/Nationalmentalitäten. Mentalität bezeichnet eine vorherrschende psychische Prädisposition im Sinne eines Denk- und Verhaltensmusters einer Person oder sozialen Gruppe (laut Wiki). Und jeder der mal in irgendeiner Form Wettkampfsport betrieben hat, kennt die Einstellung des "Verwaltens" oder "Unterschätzens", genauso wie man ein gewisses "Momentum" kennt, das durch eben diese Denk- und Verhaltensmuster ausgelöst wird (man hinterfragt das eigene Verhalten, zögert, ist verunsichert oder eben voller Selbstbewusstsein, Wut, Energie). Das ist vollkommen menschlich und bei dem ein oder anderen stärker ausgeprägt. Und Gewisse Denk- und Verhaltensmuster in den immer gleichen Situationen kann ich durchaus auch von außen erkennen. Von daher ist diese Diskussion keine Scheindiskussion. Unsere Verantwortlichen haben das "Mentatlitätsproblem"doch sogar nach der Stöger/Bosz Saison bemängelt und gedacht es erkannt und behoben zu haben. Jetzt sind teilweise die gleichen Verhaltensmuster zu erkennen und das ganze ist eine Scheindiskussion? Wenn man die Mentalitätsfrage allein auf den "Willen" beschränkt, ok, dann verstehe ich Marcos Reaktion. Ich will niemanden den Willen absprechen. Aber es geht darum sich Widerständen effektiv entgegenzustellen. Das fehlt mir. Nicht nur bei Marco, aber auch bei ihm.
Dann fasst Du aber einen bunten Strauß verschiedenster Dinge unter den Begriff "Mentalität". Kann man machen, allerdings verschwimmen so fast alle Grenzen dieses Begriffes. Bestimmte Haltungen einer ganzen Bevölerung(sgruppe)? Mentalität! Denk- und Verhaltensmuster? Mentalität? Es fragt sich, wieviel Sinn eine Diskussion über Mentalität dann noch haben kann, wenn und weil, der Einwand dieser oder jener Spieler oder die ganze Mannschaft habe ein "Mentalitätsproblem", alles und nichts heißen kann. Was auch bedeutet: Alles, was irgendwie schief läuft, kann man dann als Mentalitätsproblem ettiketieren. Das meint letztlich auch Peter Bosz, der insofern durchaus ins Schwarze trifft. Und genau um den Punkt geht es auch hier oft: Man kann sich sinnvoll über unser Standardverhalten (offensiv wie defensiv) unterhalten, über unseren Spielaufbau usw. usf. unterhalten. Fast man das alles unter einen diffusen Oberbegriff der "Mentalität", ist es gar nicht mehr möglich, differenziert zu analysieren.

Und der pauschale Verweis auf mutmaßliche Gruppenmentalitäten trägt m.E. auch nicht sonderlich weit, weil das oft nur Pauschalisierungen und Vorurteile sein werden.

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Re: Marco Reus [11]

#97 Beitrag von sw2105 » Do 26. Sep 2019, 17:23

Hier spricht Susi Klartext, u. a. auch zu Reus, weshalb ich es hier herein gesetzt habe:

https://www.kicker.de/758835/artikel/_g ... itaen_reus
"Du kannst nicht alle glücklich machen, Du bist keine Pizza..."

vorstoper
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Re: Marco Reus [11]

#98 Beitrag von vorstoper » Fr 27. Sep 2019, 01:39


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Re: Marco Reus [11]

#99 Beitrag von sw2105 » Fr 27. Sep 2019, 09:24

vorstoper hat geschrieben:
Fr 27. Sep 2019, 01:39
Interesant zu lesen.
https://onefootball.com/de/news/27-verp ... e=20190927
Polemik pur :kotz:
"Du kannst nicht alle glücklich machen, Du bist keine Pizza..."

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Bernd1958
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Re: Marco Reus [11]

#100 Beitrag von Bernd1958 » Fr 27. Sep 2019, 10:15

sw2105 hat geschrieben:
Fr 27. Sep 2019, 09:24
vorstoper hat geschrieben:
Fr 27. Sep 2019, 01:39
Interesant zu lesen.
https://onefootball.com/de/news/27-verp ... e=20190927
Polemik pur :kotz:
Was haben Zahlen mit Polemik zu tun? Wenn die Zahlen stimmen ( ich habe nicht nachgeguckt ), dann zeigt das eine Schwäche von uns. Das ist doch für die späteres Analyse dann doch gut für uns.
Bleibt gesund. #WirBleibenZuhause

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