Die Finanzen

Alles über den BVB hier rein
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Shafirion
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Re: Die Finanzen

#361 Beitrag von Shafirion » Fr 26. Jun 2020, 14:53

cloud88 hat geschrieben:
Do 25. Jun 2020, 17:39
Wir sind immer noch beim Sport wo es in 1 Linie um Wettkampf geht.
Und von Gerecht braucht man hier auch nicht reden weil es das nicht gibt.
Natürlich geht es um Wettkampf, aber Wettkampf sollte per definitionem fair sein. Insofern ist es schon ein sinnvolles und wichtiges Anliegen, sich Gedanken darüber zu machen, wie man die Chancengleichheit des Wettkampfes fördern kann.

Mal von der philosophischen Jahrtausendfrage abgesehen, was überhaupt Gerechtigkeit ist: Selbstverständlich gibt es keine absolute Gerechtigkeit. Das heißt aber weder, dass es überhaupt keine Gerechtigkeit geben kann, noch bedeutet es, dass man Gelder nicht mehr oder weniger gerecht verteilen kann.

Das beste Beispiel ist m.E. das Drafting-System in den USA. Es würde ja niemand bestreiten, dass in der NBA oder der NHL Wettkampf stattfindet. Natürlich herrscht auch dort keine absolute Gerechtigkeit oder Chancengleichheit. Aber das Drafting-System soll dafür sorgen, dass die Toptalente bei den Teams landen, die in der Vorsaison am schlechtesten abgeschnitten haben - und nicht bei den Topteams, wie es geschähe, wenn allein die Gesetze des Marktes Platz greifen. Nimmt man das Salary Cap hinzu, ist es wesentlich schwieriger, sich einfach jedes Jahr wieder das Topteam schlechthin zusammenzubasteln, wie das etwa die Bayern machen. Insofern kann man das US-amerikanische System durchaus als besonders gerecht einstufen. (Man kann auch sagen, es ist furchbar ungerecht, weil man für Erfolg nicht belohnt, sondern geradezu "bestraft" wird. Das folgt aus dem schillernden Begriff der Gerechtigkeit.)
Ich finde alleine deswegen schon nur gerecht wenn es nach Leistung auch entsprechende Zahlungen gibt. Das sich die Schere dadurch vergrößert ist die halbe Wahrheit. Gleichzeitig muss man mit dem mehr Geld auch richtig umgehen. Bremen z.b. war mal die Nummer 2 und jetzt sind sie fast am ende. Die Blauen haben auch wie der HSV und andere sich übernommen. BMG dagegen arbeitet seit Jahren ähnlich wie wir konstant und hat sich von einem fast Absteiger zu einem CL Kandidaten hochgearbeitet ohne RB, Bayer, VW im Rücken.
Leistungsabhängige Zahlungen sind ganz sicher auf ihre Weise gerecht. Man kann abern icht ernsthaft behaupten, dass dies der einzig gerechte Verteilungsschlüssel wäre. Dass Gleichheit ein wesentliches Kriterium für Gerechtigkeit ist, lässt sich kaum bestreiten.

Wie gesagt: Welchen Verteilungsschüssel man für gerecht(er) hält, ist letztlich eine Frage des eigenen Verständnisses von Gerechtigkeit und damit auch eine Frage der eigenen Ideologie.

Wenn ich sage, die Schere geht weiter auf, meine ich natürlich die strukturellen Konsequenzen eines gleichen Verteilungsschlüssels. Dass immer einmal wieder Vereine die "Gesetzmäßigkeiten" durchbrechen, ist die berühmte Ausnahme, die die Regel bestätigt. Bremen war sowieso ein Sonderfall, weil die insgesamt einen eher kleinen Etat haben und auch damals hatten. Die sind nicht irgendwann von der Spitze weggebrochen, weil sie schlecht mit ihrem Geld umgegangen sind; sie waren vielmehr eine erstaunlich lange Zeit da oben, weil sie extrem gut gewirtschaft und overperformed haben. Gewiss hatten sie auch das Glück, Abgänge immer erstaunlich reibungsfrei zu kompensieren. Erst Micoud mit Diego, dann Diego mit Özil.

Dass die Schere strukturell weiter aufgeht, ergibt sich vor allem, wenn man die Fernsehgelder nicht als absolute Zahlen betrachtet, sondern relativ zum Etat. Wenn eine Umverteilung etwas dazu führt, dass wir 12 Mio. weniger bekommen und Bielefeld 12 Mio. mehr, dann macht das bei uns nicht einmal zehn Prozent des Etats aus, bei Bielefeld dagegen fast 50 Prozent.

Für die Aufsteiger als Beispiel dürfte dies die Chancen deutlich erhöhen, den Anschluss zu schaffen und nicht sang- und klanglos wieder abzusteigen. Im Übrigen hast Du natürlich völlig Recht, dass durch eine gerechte Verteilung innerhalb einer Liga neue "Ungerechtigkeiten" schaffen kann. In Deinem hypothetischen Szenario, in dem die Gelder in der 1. bis 3. Liga völlig gleichmäßig verteilt würden, müsste zwangsläufig die Schere zwischen der 3. Liga und dem Amateurbereich extrem aufklaffen. Welcher Aufsteiger in die 3. Liga sollte da eine ernsthafte Chance haben mitzuhalten? Nur würde ich bestreiten, dass man daraus schlussfolgern kann, dass es eine gerechte Verteilung nicht gibt oder nicht geben kann.

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Re: Die Finanzen

#362 Beitrag von cloud88 » Fr 26. Jun 2020, 23:29

Zu den Berater:
Haaland, Can, Hummels, Schulz, Hazard, Morey+ U23 und Talente. Das läppert sich weil es sich in anderen größen abspielt als z.b. bei Frankfurt.
Dazu kommt dann halt das Problem das manche Berater übertrieben viel kosten und diese leider die Top Talente haben.

@Shafirion

Ich verstehe was du willst und deinen Ansatz, aber ich bin so aufgewachsen das man für viel Leistung, auch mehr Belohnung bekommt. Für mich ist daher völlig unverständlich wieso man dann Vereinen wie Schalke usw Geld hinter her werfen sollen, die es verbrennen.

Bremen z.b. war von der Saison 03/04 - 09/10 nur 1 mal nicht in der CL vertreten. Das sind 6 Jahre in denen sie das große Geld verdient haben. Für mich ist das mehr ein Zeichen das sie zu viel wollten und sich übernommen haben.

Als Gegenbeispiel haben wir Freiburg. In 11 Jahren 1 mal 2 Liga gespielt, hatten nie die großen CL einnahmen und sind durch gute Arbeit an Bremen vorbei gezogen.

Da man es nie Gerecht bekommen wird, da wie du zuletzt schon erwähntest es nach der 3 Liga dann einen Sprung gibt, muss man ebend andere Lösungen finden.

Wird die Liga Spannender wenn man das Geld noch mehr gleich aufteilt? Glaubt irgendjemand das Bayern dadurch nur 1 % schwächer wird?
Ich sehe hier dann mehr Team mit Investoren im Rücken noch stärker gegenüber Teams wie Freiburg. RB, Hoffenheim, VW, Hertha, Bayer usw die holen zu uns auf, während andere wie BMG, Frankfurt usw es noch schwerer haben zu diesen Clubs aufzuschließen.

Wenn man dazu über Solidarisch redet, sollte man auch erwähnen das der BVB so gut wie immer Ablösen zahlt und nicht wie Bayern auch den kleineren Teams die Spieler Ablösefrei wegnimmt. Das finde ich wäre ein Thema was wichtiger wäre. Man kann es leider keinem Verbieten. Daher hoffe ich das man den Ausbildungsvereinen mehr Geld zu kommen lässt, bei Spieler wechsel.

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Re: Die Finanzen

#363 Beitrag von Tschuttiball » Sa 27. Jun 2020, 00:08

Ich finde, der Meister sollte einen Teil seiner Einnahmen an den BVB abgeben. Wird der BVB Meister, dann kriegt er von der Liga einen Bonus.

Dies wäre alles gerechtfertigt, denn die Liga will ja nen spannenden Kampf um den Titel. Diesen bieten wir zeitweise zwar an, aber ganz reichts nicht. Deshalb diese Umverteilung zugunsten des BVB, denn allein durch die Mehreinnahmen aufgrund besserer Auslandvermarktung (Gleichung lautet: Je spannender = Umso mehr verkaufte TV-Abos im Ausland) generieren alle anderen dadurch wiederum selber mehr, da mehr Geld im Topf zur Verteilung.

Dies wäre somit eine Win-Win Situation für alle. Deshalb sollte die DFL diese Vorlage durchboxen.
Der VAR scheitert in Deutschland nicht an der Technik, sondern an den handelnden Personen.
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Re: Die Finanzen

#364 Beitrag von jasper1902 » Mo 29. Jun 2020, 14:24

Für den Einen oder Anderen ggf. ganz heilsam sich die Zahlen anzuschauen.

https://www.ruhrnachrichten.de/bvb/coro ... 33873.html

Dementsprechend werden die Bäume erstmal nicht in den Himmel wachsen

sgG

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Re: Die Finanzen

#365 Beitrag von Tschuttiball » Mo 29. Jun 2020, 16:40

Eben. Auch wenn Sancho für 100 Mio verkauft wird, wird man kaum was tun. Weil erstens bleiben von den 100 Mio netto nicht 100 übrig, eher so 60/70 Mio (Berater Gebühren, Steuern, etc), zweitens wird man das Geld zurückstellen um sich abzusichern. Man zahlt ja schließlich hohe Gehälter und man weiss nicht wie lange Corona anhält.
Der VAR scheitert in Deutschland nicht an der Technik, sondern an den handelnden Personen.
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Re: Die Finanzen

#366 Beitrag von Zubitoni » Mo 29. Jun 2020, 22:36

Tschuttiball hat geschrieben:
Mo 29. Jun 2020, 16:40
Eben. Auch wenn Sancho für 100 Mio verkauft wird, wird man kaum was tun. Weil erstens bleiben von den 100 Mio netto nicht 100 übrig, eher so 60/70 Mio (Berater Gebühren, Steuern, etc), zweitens wird man das Geld zurückstellen um sich abzusichern. Man zahlt ja schließlich hohe Gehälter und man weiss nicht wie lange Corona anhält.
du meinst verluststeuern? ;)

Falls mein Beitrag Kritik enthält, steht dieser unter folgendem Vorbehalt: Ich bin BVB Fan und werde es bleiben. Susi und das ganze Management erledigen ihre Aufgaben insgesamt zu meiner [„vollsten“ gestrichen am 27.10.19] Zufriedenheit.

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Re: Die Finanzen

#367 Beitrag von Stumpen » Di 30. Jun 2020, 00:41

https://www.sueddeutsche.de/sport/dortm ... -1.4951536
BVB fehlen 45 Millionen Euro
... wir müssen auch etwas aufpassen. Jedes Jahr gute Transfererlöse zu erziehlen wird uns nicht immer gelingen. Die erste Hälfte der neuen Saision wird nicht wesentlich besser werden, als die jetzige Situation.

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Re: Die Finanzen

#368 Beitrag von crborusse » Di 30. Jun 2020, 08:23

Vielleicht sollte man bei Gehaltskosten etwas aufpassen und nicht übertreiben. Götze ist morgen von der Liste, Meunier dürfte dies vermutlich "übernehmen". Man sollte unbedingt probieren, alle Leihspieler abzugeben, notfalls ablösefrei. Werder wird die Klasse halten, dann ist Toprak auch für 6 (?) Millionen weg.
Statistik zum Revierderby: Jedes Mal, wenn der BVB gegen Schalke gewonnen, verloren oder unentschieden gespielt hat, wurde Schalke nicht Deutscher Meister.

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Re: Die Finanzen

#369 Beitrag von Tschuttiball » Di 30. Jun 2020, 08:49

Ja und deshalb wird man Sancho verkaufen für ca 100 Mio und nicht reagieren bzw auf den eigenen Nachwuchs setzen.

Fände ich gut, nur dann sollte man bitte so realistisch sein und nicht erneut den Titel ausrufen wenn im Gegenzug die Bauern weiter investieren. Das wäre nur unnötiger Druck der nicht passt. Man soll hier lieber offen und ehrlich sagen, dass es aufgrund Corona ein "Stabilisierungs-Jahr" ist und man als Ziel den 2. Platz zu sichern ausgiebt. Das wäre in meinen Augen realistisch und es würde jeder noch so populistische Journalist verstehen.
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Re: Die Finanzen

#370 Beitrag von La Roja » Di 30. Jun 2020, 09:07

Tschuttiball hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 08:49
Das wäre in meinen Augen realistisch und es würde jeder noch so populistische Journalist verstehen.
Da habe ich zwar so meine Zweifel, beim Rest bin ich aber bei dir ;)
Schwarz-gelbe Grüße, Dany

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Re: Die Finanzen

#371 Beitrag von Bernd1958 » Di 30. Jun 2020, 10:04

Tschuttiball hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 08:49
Ja und deshalb wird man Sancho verkaufen für ca 100 Mio und nicht reagieren bzw auf den eigenen Nachwuchs setzen.

Fände ich gut, nur dann sollte man bitte so realistisch sein und nicht erneut den Titel ausrufen wenn im Gegenzug die Bauern weiter investieren. Das wäre nur unnötiger Druck der nicht passt. Man soll hier lieber offen und ehrlich sagen, dass es aufgrund Corona ein "Stabilisierungs-Jahr" ist und man als Ziel den 2. Platz zu sichern ausgiebt. Das wäre in meinen Augen realistisch und es würde jeder noch so populistische Journalist verstehen.
Ich würde sogar und soweit gehen, dass grundsätzlich Platz 4 das Ziel ist ( CL Einnahmen sind halt lebensnotwendig ). Alles was besser ist verbessert dien finanziellen Spielraum
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Re: Die Finanzen

#372 Beitrag von Tschuttiball » Di 30. Jun 2020, 10:12

Bernd1958 hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 10:04
Tschuttiball hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 08:49
Ja und deshalb wird man Sancho verkaufen für ca 100 Mio und nicht reagieren bzw auf den eigenen Nachwuchs setzen.

Fände ich gut, nur dann sollte man bitte so realistisch sein und nicht erneut den Titel ausrufen wenn im Gegenzug die Bauern weiter investieren. Das wäre nur unnötiger Druck der nicht passt. Man soll hier lieber offen und ehrlich sagen, dass es aufgrund Corona ein "Stabilisierungs-Jahr" ist und man als Ziel den 2. Platz zu sichern ausgiebt. Das wäre in meinen Augen realistisch und es würde jeder noch so populistische Journalist verstehen.
Ich würde sogar und soweit gehen, dass grundsätzlich Platz 4 das Ziel ist ( CL Einnahmen sind halt lebensnotwendig ). Alles was besser ist verbessert dien finanziellen Spielraum
Ja mindestens Platz 4 als Ziel ist klar. Da man ja aber sportlich doch noch ein Ziel haben möchte, denke ich dass man Platz 2 ausruft weil das realistisch ist. Und schliesslich möchte man ja seinen 2. Platz in Deutschland zementieren auf Dauer, daher als Ziel Platz 2.
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Re: Die Finanzen

#373 Beitrag von LEF » Di 30. Jun 2020, 12:13

Tschuttiball hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 10:12
Bernd1958 hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 10:04
Tschuttiball hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 08:49
Ja und deshalb wird man Sancho verkaufen für ca 100 Mio und nicht reagieren bzw auf den eigenen Nachwuchs setzen.

Fände ich gut, nur dann sollte man bitte so realistisch sein und nicht erneut den Titel ausrufen wenn im Gegenzug die Bauern weiter investieren. Das wäre nur unnötiger Druck der nicht passt. Man soll hier lieber offen und ehrlich sagen, dass es aufgrund Corona ein "Stabilisierungs-Jahr" ist und man als Ziel den 2. Platz zu sichern ausgiebt. Das wäre in meinen Augen realistisch und es würde jeder noch so populistische Journalist verstehen.
Ich würde sogar und soweit gehen, dass grundsätzlich Platz 4 das Ziel ist ( CL Einnahmen sind halt lebensnotwendig ). Alles was besser ist verbessert dien finanziellen Spielraum
Ja mindestens Platz 4 als Ziel ist klar. Da man ja aber sportlich doch noch ein Ziel haben möchte, denke ich dass man Platz 2 ausruft weil das realistisch ist. Und schliesslich möchte man ja seinen 2. Platz in Deutschland zementieren auf Dauer, daher als Ziel Platz 2.
Ja, das sehe ich auch so. Zeitnah "Deutscher Meister" zu werden, halte ich für illusorisch. Auf lange Sicht, wird es nur noch um die Vizemeisterschaft gehen.

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Re: Die Finanzen

#374 Beitrag von Tschuttiball » Di 30. Jun 2020, 12:16

LEF hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 12:13
Ja, das sehe ich auch so. Zeitnah "Deutscher Meister" zu werden, halte ich für illusorisch. Auf lange Sicht, wird es nur noch um die Vizemeisterschaft gehen.
Um es mit den Worten von Metallica zu sagen:

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Re: Die Finanzen

#375 Beitrag von Shafirion » Di 30. Jun 2020, 12:29

cloud88 hat geschrieben:
Fr 26. Jun 2020, 23:29


Ich verstehe was du willst und deinen Ansatz, aber ich bin so aufgewachsen das man für viel Leistung, auch mehr Belohnung bekommt. Für mich ist daher völlig unverständlich wieso man dann Vereinen wie Schalke usw Geld hinter her werfen sollen, die es verbrennen.
Das ist meines Erachtens eine sehr gute Erziehung, da würde ich nie was gegen sagen!

Aber die Verteilung der Fernsehgelder ist ja nicht zwingend an pädagogischen Zwecken auszurichten. Zum einen dürfte die Zahl derer, die Geld "verbrennen", nun doch eher klein sein. Zum anderen wirtschaftet sicher ein Großteil der kleinen Vereine durchaus gewissenhaft. Da wäre es nun schon problematisch, die mit dem Verweis auf einzelne schwarze Schafe wenig(er) zu beteiligen.

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Re: Die Finanzen

#376 Beitrag von jasper1902 » Di 30. Jun 2020, 17:57

Platz 4 als Pflicht ( die anderen Klubs außer die Bazen ) haben ja auch Ihre Probleme und +X als Ziel.

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Re: Die Finanzen

#377 Beitrag von Optimus » Di 30. Jun 2020, 20:01

Was bislang nicht bekannt war: Die Spieler und der Trainerstab verzichten aufgrund der anhaltenden Krise weiterhin auf Gehalt – und zwar bis zum Jahresende! "Der Gehaltsverzicht von uns und der Mannschaft geht über das Saisonende hinaus", verriet Watzke. "Wir verzichten bis 31.12. weiter."
Nach SPORT1-Informationen verzichten die BVB-Profis auf 10 Prozent ihres Gehalts. In der Zeit, in der der Ball nicht rollte, waren es sogar 20 Prozent.
Jährlich geben die Dortmunder für ihre 850 Mitarbeiter Personalkosten in Höhe von 205,1 Millionen Euro aus. 150 Millionen davon fließen allein in den Profi-Kader. Durch den Gehaltsverzicht der Lizenzspieler sparen die Dortmunder pro Monat 1,25 Millionen.

Watzke, der mit Michael Zorc (Sportdirektor), Sebastian Kehl (Lizenzspielerchef) und Carsten Cramer (Marktingchef) ebenfalls auf Gehalt verzichtet, betont: "Es war der ausdrückliche Wunsch der Mannschaft, das zu tun, damit weiterhin keiner der Mitarbeiter in Kurzarbeit geht."
Auch wenn die Corona-Krise den BVB hart trifft, betont der 61-jährige Watzke, dass sich "niemand Sorgen machen muss um den BVB".
Das Eigenkapital des Bundesliga-Zweiten wird auf 355 Millionen Euro beziffert. "Wir könnten zwei bis drei Jahre so auskommen, hoffen aber natürlich, dass sich alles wieder normalisiert."
Optimisten, Pessimisten - letztlich liegen beide falsch. Aber der Optimist lebt glücklicher.
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Re: Die Finanzen

#378 Beitrag von cloud88 » Di 30. Jun 2020, 20:45

Platz 4 ist sowieso Pflicht. Allerdings haben nicht nur wir Verluste gemacht. Die 45mio die man verliert kommen aus mehreren Punkten zusammen (Tickets, Fan Artikel, Catering, TV einnahmen, Sponsoren einnahmen) bei 5 Heimspielen ist das wirklich ne menge. Ich denke das dazu noch die mio kommen die man der Liga gespendet hat.

Jetzt wird es wirklich wichtig sein das man möglichst alle Spieler abgibt die keine Zukunft haben. (Burnic, Schürrle, Passlack, Dahoud,Wolf), dazu vllt noch Spieler wie Gomez verleihen. Schulz wäre ein Kandiat durch sein hohes Gehalt und Toprak falls Bremen absteigt. Toljan ist ja quasi weg, wenn alles mit der Kaufpflicht klappt.

Zum Glück verzichten alle auf teile ihres Gehaltes. Dazu ist es wieder Gold wert das Watzke und Co bei den Sponsoren auf Zuverlässigkeit und Sicherheit geachtet haben. Immerhin verliert man bei den TV einnahmen, die eigentlich hätten mehr werden sollen.



@Shafirion Wie gesagt ich verstehe dich und es gibt hier auch kein richtig oder falsch.
Entweder man Entscheides sich dafür alle gleicher zu behandeln wodurch das gesamt Produkt in der Spitze verliert, was langfristig zu Verlisten für alle führen kann. Oder man lässt es so und hat das Risiko das die Schere wie in den meisten Ligen auseinander geht und es hin und wieder Ausreißer gibt.

Eine Frage die ich mir stelle ist was passiert wenn alle das selbe bekommen? Die Gehälter steigen bei den kleinere und sinken eventuell bei den größeren. Gleichzeitig sehe ich aber auch die Chance für die kleinen Vereine sinken die Klasse zu halten, da es schwerer ist sich von diesen Rängen abzusetzen.
Wird man z.b. 2 mal in folge 9er und der andere 15er bekommt man am ende dafür 1-2 gute Spieler mehr.

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Re: Die Finanzen

#379 Beitrag von LEF » Di 30. Jun 2020, 22:10

Optimus hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 20:01
Was bislang nicht bekannt war: Die Spieler und der Trainerstab verzichten aufgrund der anhaltenden Krise weiterhin auf Gehalt – und zwar bis zum Jahresende! "Der Gehaltsverzicht von uns und der Mannschaft geht über das Saisonende hinaus", verriet Watzke. "Wir verzichten bis 31.12. weiter."
Nach SPORT1-Informationen verzichten die BVB-Profis auf 10 Prozent ihres Gehalts. In der Zeit, in der der Ball nicht rollte, waren es sogar 20 Prozent.
Jährlich geben die Dortmunder für ihre 850 Mitarbeiter Personalkosten in Höhe von 205,1 Millionen Euro aus. 150 Millionen davon fließen allein in den Profi-Kader. Durch den Gehaltsverzicht der Lizenzspieler sparen die Dortmunder pro Monat 1,25 Millionen.

Watzke, der mit Michael Zorc (Sportdirektor), Sebastian Kehl (Lizenzspielerchef) und Carsten Cramer (Marktingchef) ebenfalls auf Gehalt verzichtet, betont: "Es war der ausdrückliche Wunsch der Mannschaft, das zu tun, damit weiterhin keiner der Mitarbeiter in Kurzarbeit geht."
Auch wenn die Corona-Krise den BVB hart trifft, betont der 61-jährige Watzke, dass sich "niemand Sorgen machen muss um den BVB".
Das Eigenkapital des Bundesliga-Zweiten wird auf 355 Millionen Euro beziffert. "Wir könnten zwei bis drei Jahre so auskommen, hoffen aber natürlich, dass sich alles wieder normalisiert."
Wow..... 10 Prozent Gehaltsverzicht. Wahnsinn. Zurückliegend sogar 20 Prozent. Unglaublich.
Sorry, für mich ist und bleibt das ein absoluter Witz.

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Re: Die Finanzen

#380 Beitrag von Axel » Di 30. Jun 2020, 22:17

LEF hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 22:10
Optimus hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 20:01
Was bislang nicht bekannt war: Die Spieler und der Trainerstab verzichten aufgrund der anhaltenden Krise weiterhin auf Gehalt – und zwar bis zum Jahresende! "Der Gehaltsverzicht von uns und der Mannschaft geht über das Saisonende hinaus", verriet Watzke. "Wir verzichten bis 31.12. weiter."
Nach SPORT1-Informationen verzichten die BVB-Profis auf 10 Prozent ihres Gehalts. In der Zeit, in der der Ball nicht rollte, waren es sogar 20 Prozent.
Jährlich geben die Dortmunder für ihre 850 Mitarbeiter Personalkosten in Höhe von 205,1 Millionen Euro aus. 150 Millionen davon fließen allein in den Profi-Kader. Durch den Gehaltsverzicht der Lizenzspieler sparen die Dortmunder pro Monat 1,25 Millionen.

Watzke, der mit Michael Zorc (Sportdirektor), Sebastian Kehl (Lizenzspielerchef) und Carsten Cramer (Marktingchef) ebenfalls auf Gehalt verzichtet, betont: "Es war der ausdrückliche Wunsch der Mannschaft, das zu tun, damit weiterhin keiner der Mitarbeiter in Kurzarbeit geht."
Auch wenn die Corona-Krise den BVB hart trifft, betont der 61-jährige Watzke, dass sich "niemand Sorgen machen muss um den BVB".
Das Eigenkapital des Bundesliga-Zweiten wird auf 355 Millionen Euro beziffert. "Wir könnten zwei bis drei Jahre so auskommen, hoffen aber natürlich, dass sich alles wieder normalisiert."
Wow..... 10 Prozent Gehaltsverzicht. Wahnsinn. Zurückliegend sogar 20 Prozent. Unglaublich.
Sorry, für mich ist und bleibt das ein absoluter Witz.
Sehe ich überhaupt nicht so. Menschen verschenken nicht gerne Kohle. Auf Wie wiele Prozente würdest denn du so verzichten, wenn es deiner Firma schlecht geht?
Auch wenn du keine Millionen im Jahr verdienst. Trotzdem ticken am Ende alle gleich. 10-20% ist ok.

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