Das würd mich auch interessieren!
Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
- Schwejk
- Westfalenstadion

- Beiträge: 11989
- Registriert: Do 13. Jun 2019, 19:46
- Wohnort: stationed in Berlin
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
Das wird man doch wohl noch sagen dürfen
Daß mir „getürkt“ nicht bramsig herausgeutscht ist, ist an der rollensprachlichen Verwendung von Anführungsstrichen erkennbar.
Die genaue Etymologie ist unsicher, aber eine bekannte Theorie besagt, dass es vom „Schachautomaten“ des Barons von Kempelen aus dem 18. Jahrhundert stammt, der als „türkische“ Maschine getarnt war, aber einen Menschen enthielt. Eine andere Theorie deutet auf die Täuschung bei Militärmanövern hin. (KI)
Wer glücklich ist, bedarf nicht der Bosheit (Horkheimer).
Wer denkt, ist nicht wütend (Adorno).
Die Hölle, das sind die anderen (Sartre).
Der freie Marx hegelt das (SJ).
Wer denkt, ist nicht wütend (Adorno).
Die Hölle, das sind die anderen (Sartre).
Der freie Marx hegelt das (SJ).
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
Die Geschichte mit dem Schachautomaten war mir bekannt.
Wäre trotz der einleuchtenden Erklärung ängstlich als Rassist benannt zu werden
Wäre trotz der einleuchtenden Erklärung ängstlich als Rassist benannt zu werden
- Schwejk
- Westfalenstadion

- Beiträge: 11989
- Registriert: Do 13. Jun 2019, 19:46
- Wohnort: stationed in Berlin
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
Was kümmern dich Fehlurteile anderer? Hier besonders unter den Bedingungen eines inflationären Gebrauchs dieser Schimpfvokabel. Auch dies imho ein Produkt der political overcorrectness.
Mich ließen solche Zuschreibungen ebenso kalt wie das mir in inverser Verwendung aufgeklebte Etikett "Gutmensch" oder "Moralapostel", was ich auch und gerade im Politikforum von "Westline" damalen häufig zu lesen bekam.
Wer glücklich ist, bedarf nicht der Bosheit (Horkheimer).
Wer denkt, ist nicht wütend (Adorno).
Die Hölle, das sind die anderen (Sartre).
Der freie Marx hegelt das (SJ).
Wer denkt, ist nicht wütend (Adorno).
Die Hölle, das sind die anderen (Sartre).
Der freie Marx hegelt das (SJ).
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
Die Frage war ja auch komplett ironisch gemeint, weder bist Du mir auch nur im Geringsten als Rassist verdächtig noch finde ich die wohl gelegentlich ausartende overcorrectness gut, spielt sie doch in die Karten des Bösen, das sich leider (nicht nur) in DE ausbreitet.
SgG
Sun
SgG
Sun
Variety is the spice of life
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
Ängstlich ist wohl auch eher übertrieben.
Gegenüber Töchtern ist man aber schnell in einer eher defensiven Rolle.
Gegenüber Töchtern ist man aber schnell in einer eher defensiven Rolle.
- Schwejk
- Westfalenstadion

- Beiträge: 11989
- Registriert: Do 13. Jun 2019, 19:46
- Wohnort: stationed in Berlin
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
Update:

Aufgespießt:


Aufgespießt:

Wer glücklich ist, bedarf nicht der Bosheit (Horkheimer).
Wer denkt, ist nicht wütend (Adorno).
Die Hölle, das sind die anderen (Sartre).
Der freie Marx hegelt das (SJ).
Wer denkt, ist nicht wütend (Adorno).
Die Hölle, das sind die anderen (Sartre).
Der freie Marx hegelt das (SJ).
- Schwejk
- Westfalenstadion

- Beiträge: 11989
- Registriert: Do 13. Jun 2019, 19:46
- Wohnort: stationed in Berlin
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
Nicht einmal Nordkorea entblödet sich nicht, Kim Jong-un auf einem Ausweis abzubilden. Der Personenkult um den pathologischen Narzißten Trump scheint keine Grenzen mehr zu kennen. Eine Lachnummer und Schande zugleich.

https://www.spiegel.de/ausland/donald-t ... ss#ref=rss

https://www.spiegel.de/ausland/donald-t ... ss#ref=rss
Wer glücklich ist, bedarf nicht der Bosheit (Horkheimer).
Wer denkt, ist nicht wütend (Adorno).
Die Hölle, das sind die anderen (Sartre).
Der freie Marx hegelt das (SJ).
Wer denkt, ist nicht wütend (Adorno).
Die Hölle, das sind die anderen (Sartre).
Der freie Marx hegelt das (SJ).
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
wo führt das hin… ist es schon eine diktatur, oder noch auf dem weg dahin?
aber wovon rede ich. AFD 27% bundesweit… klar „stärkste“ partei.
aber wovon rede ich. AFD 27% bundesweit… klar „stärkste“ partei.
Eine Meinung.
- Schwejk
- Westfalenstadion

- Beiträge: 11989
- Registriert: Do 13. Jun 2019, 19:46
- Wohnort: stationed in Berlin
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
Wer glücklich ist, bedarf nicht der Bosheit (Horkheimer).
Wer denkt, ist nicht wütend (Adorno).
Die Hölle, das sind die anderen (Sartre).
Der freie Marx hegelt das (SJ).
Wer denkt, ist nicht wütend (Adorno).
Die Hölle, das sind die anderen (Sartre).
Der freie Marx hegelt das (SJ).
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
... Einfach nur unglaublich der Typ. Leider im negativen Sinne.
SgG
Sun
SgG
Sun
Variety is the spice of life
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
Er ist ja auch der mächtigste und wichtigste Mann auf diesem Planeten! Was erlaubt sich diese Repräsentantengattin eines unbedeutenden europäischen Landes überhaupt? Sie sollte etwas mehr Respekt zeigen und Dankbarkeit, dass sie überhaupt empfangen wurde.Schwejk hat geschrieben: ↑Mi 29. Apr 2026, 13:59 Aufgespießt:
https://x.com/Mollyploofkins/status/2049301037773733902
- Schwejk
- Westfalenstadion

- Beiträge: 11989
- Registriert: Do 13. Jun 2019, 19:46
- Wohnort: stationed in Berlin
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
Und wie überaus rücksichtsvoll die Haltung des Kaisers von Amerika auf diplomatischem Parkett, den König des Vereinigten Königsreichs davor bewahrt zu haben, ebenso wie er die Hände seiner eigenen Buddys und Kabinettmitglieder schütteln zu müssen.Stoney hat geschrieben: ↑Do 30. Apr 2026, 10:33Er ist ja auch der mächtigste und wichtigste Mann auf diesem Planeten! Was erlaubt sich diese Repräsentantengattin eines unbedeutenden europäischen Landes überhaupt? Sie sollte etwas mehr Respekt zeigen und Dankbarkeit, dass sie überhaupt empfangen wurde.Schwejk hat geschrieben: ↑Mi 29. Apr 2026, 13:59 Aufgespießt:
https://x.com/Mollyploofkins/status/2049301037773733902
Und dies wieder einmal in bewährter Tradition fürwahr eines Duce: https://x.com/Beleven270681/status/2049353456868290646
Wer glücklich ist, bedarf nicht der Bosheit (Horkheimer).
Wer denkt, ist nicht wütend (Adorno).
Die Hölle, das sind die anderen (Sartre).
Der freie Marx hegelt das (SJ).
Wer denkt, ist nicht wütend (Adorno).
Die Hölle, das sind die anderen (Sartre).
Der freie Marx hegelt das (SJ).
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
Aber da sieht man: ganz schön alt geworden. Opi donald.
Eine Meinung.
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
Dazu ein nettes, kleines Buch von Rainer Mühlhoff: "Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus". Es gibt einen kurzen, ideologischen Überblick oder Hintergrund (Silicon Valley. Trump, Musk, Thiel usw.) zur Alt und Neu Rechten (z.B. AFD) in den USA und Europa. Wonach technologischer Determinismus (Sozialdarwinismus) als Heilsversprechen auf eine glorreiche Zukunft gilt ("unregulierte Märkte", "Gesetz des Stärkeren") und der bereits tiefgreifende (negative) Einfluss aktueller KI Systeme bzw. aktuelle Möglichkeiten politischer Handlungsspielräume in Bezug auf Ungerechtigkeiten übersehen wird.wo führt das hin… ist es schon eine diktatur, oder noch auf dem weg dahin? Aber wovon rede ich. AFD 27% bundesweit… klar „stärkste“ partei.
Im gewissen Sinne auch das Buch: "Situation und Konstellation" von H.Rosa. Wenngleich es hier eher um das Schrumpfen von Handlungsspielräumen und Urteilskraft geht, was zu einer Entmächtigung handelnder Personen führt und sie zu Vollziehenden macht. "So sind die Regeln". Aber auch hier spielt die technologische Konstante (Bürokratie) "Schwarz und Weis", "Ja und Nein" als binäre Einheit oder Funktion eine Rolle. ("Multiple Choice", Technologie als Faktor sozialer Beschleunigung - ohne Zeitgewinn.)
Augenmaß (event. sogar sachliche Kritik) zur unfreiwilligen (subversiven) Überschreitung führt, Im Zweifel die Form über Inhalt gestellt wird und handelnde Subjekte von einander entfremdet oder gewissermaßen entmenschlicht. bzw. von Verantwortung befreit. Geht zwar, glaube ich, nicht den konsequenten Schritt zum Faschismus, aber das Muster "Ja/ Nein" ist ja schon ein Kennzeichen dessen.
Auch der Einfluss auf politische Diskurse: Waffenlieferungen Ja/Nein, Migration Ja/ Nein, Sozialleistungen Ja/Nein. VAR: Abseits Ja/ Nein, vorheriges Foul und damit Aberkennung eines Tores Ja/ Nein. (Petersons letztes "aberkanntes" Tor für Freiburg) usw. usf.
Trift es schon ganz gut.
Gruß Ignazius
- Schwejk
- Westfalenstadion

- Beiträge: 11989
- Registriert: Do 13. Jun 2019, 19:46
- Wohnort: stationed in Berlin
3 anderen gefällt das
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
Aufgespießt und übersetzt - ein Resümee:
Das Trump-Phänomen:
Warum glaubte die Hälfte Amerikas einem Lügner?
Viele Menschen stellen sich immer wieder dieselbe Frage: Wie konnte Donald Trump an die Macht gelangen?
Warum erfuhr ein Mann, der weithin als ungebildet, verantwortungslos und narzisstisch selbstverliebt galt, eine derart massive Unterstützung?
Warum hatten Intelligenz, Kompetenz und Erfahrung plötzlich ein so geringes politisches Gewicht – und was sagt das über die Demokratie selbst aus?
• Populismus verkauft stets einfache Antworten.
Wo Experten über Komplexität, Risiken und Nuancen sprechen, brüllen Populisten Parolen. „Baut die Mauer!“ „Macht Amerika wieder groß!“ Ein Slogan ist immer kürzer als eine Analyse – und daher wirksamer für Massen, die des Denkens müde sind oder die ohnehin nie tiefgründig nachdenken wollten.
• Emotion besiegt das Argument.
Trump sprach – wie jeder Demagoge – nicht die Vernunft, sondern die Emotionen an. Seine Rhetorik baute auf Wut, Ressentiments und Angst auf. Er schuf Feindbilder, versprach Rache und vermied komplizierte Erklärungen. Wie viele Populisten vor ihm setzte er weniger auf politische Programme als vielmehr auf Empörung und emotional aufgeladene Narrative.
• Einfachheit wird zur Sprache des „kleinen Mannes“.
Intellektuelle ziehen in der Massenpolitik fast immer den Kürzeren. Komplizierte Sprache irritiert die Menschen. Viele fühlen sich unwohl, wenn sie etwas nicht verstehen; doch anstatt dies einzugestehen, geben sie dem Sprecher die Schuld. Wer sich einfacher ausdrückt, wird als „einer von uns“ wahrgenommen.
• Selbstsicherheit wird mit Kompetenz verwechselt.
Die menschliche Natur hat sich nicht gewandelt. Die Menschen verwechseln nach wie vor Entschlossenheit mit Weisheit und Selbstsicherheit mit Wissen. Trump wurde zum perfekten Beispiel für den Dunning-Kruger-Effekt: ein Mann mit begrenztem Verständnis, der sich selbst als Genie inszeniert. Doch genau diese blinde Selbstsicherheit ist es, die viele Wähler als Stärke empfinden.
• Populisten umgeben sich mit schwächeren Persönlichkeiten.
Demagogen und autoritär veranlagte Führungspersönlichkeiten fürchten intelligente, eigenständig denkende Menschen. Deshalb umgeben sie sich häufig mit loyalen, aber weniger kompetenten Figuren. Trumps erste Regierungsmannschaft wurde teilweise noch durch institutionelle Trägheit und traditionelle Republikaner eingebremst. Später monierten viele Kritiker, er habe zunehmend Loyalisten, Verschwörungstheoretiker und ideologische Fanatiker erfahrenen Fachleuten vorgezogen.
• Die Geschichte wiederholt sich.
Eine Gesellschaft, die nach einfachen Antworten sucht, öffnet Demagogen immer wieder Tür und Tor. Anstatt die schwierige Realität der Demokratie – Kompromisse, Institutionen, Verantwortung – anzunehmen, entscheiden sich die Menschen für die Illusion der Einfachheit. Sie wollen einen „starken Führer“, der angeblich „weiß, wie es geht“ und endlich „die Wahrheit sagt“ – selbst wenn diese Wahrheit größtenteils Fiktion ist.
• Wissen an sich wird zum Nachteil.
Eines der Paradoxa der modernen Politik ist, dass Intellekt oft schwach wirkt. Nachdenklichkeit erzeugt Zweifel, und Zweifel verärgert die Menschen. Wer analysiert, wirkt unsicher. Wer Gewissheit verspricht, klingt überzeugend. Für viele Wähler zählt der Schein mehr als die Realität.
Die Lektion ist einfach und brutal: Demokratie ohne nachdenkliche Wähler ist nur eine leere Hülle.
Solange große Teile der Gesellschaft weiterhin an einfache Antworten auf komplexe Probleme glauben, wird das Trump-Phänomen – oder etwas sehr Ähnliches – in verschiedenen Ländern und unter wechselnden Gesichtern immer wiederkehren.
Und jedes Mal kommt es mit demselben Versprechen daher:
„Ich allein kann es richten.“
Deshalb erfordert Demokratie mehr als bloßes Wählen.
Sie erfordert eigenständiges Denken.
Ohne dieses kann jeder, der einen griffigen Slogan parat hat, zu ihrem Herrn werden.
https://x.com/MykhailoRohoza/status/2056354709363990645
Das Trump-Phänomen:
Warum glaubte die Hälfte Amerikas einem Lügner?
Viele Menschen stellen sich immer wieder dieselbe Frage: Wie konnte Donald Trump an die Macht gelangen?
Warum erfuhr ein Mann, der weithin als ungebildet, verantwortungslos und narzisstisch selbstverliebt galt, eine derart massive Unterstützung?
Warum hatten Intelligenz, Kompetenz und Erfahrung plötzlich ein so geringes politisches Gewicht – und was sagt das über die Demokratie selbst aus?
• Populismus verkauft stets einfache Antworten.
Wo Experten über Komplexität, Risiken und Nuancen sprechen, brüllen Populisten Parolen. „Baut die Mauer!“ „Macht Amerika wieder groß!“ Ein Slogan ist immer kürzer als eine Analyse – und daher wirksamer für Massen, die des Denkens müde sind oder die ohnehin nie tiefgründig nachdenken wollten.
• Emotion besiegt das Argument.
Trump sprach – wie jeder Demagoge – nicht die Vernunft, sondern die Emotionen an. Seine Rhetorik baute auf Wut, Ressentiments und Angst auf. Er schuf Feindbilder, versprach Rache und vermied komplizierte Erklärungen. Wie viele Populisten vor ihm setzte er weniger auf politische Programme als vielmehr auf Empörung und emotional aufgeladene Narrative.
• Einfachheit wird zur Sprache des „kleinen Mannes“.
Intellektuelle ziehen in der Massenpolitik fast immer den Kürzeren. Komplizierte Sprache irritiert die Menschen. Viele fühlen sich unwohl, wenn sie etwas nicht verstehen; doch anstatt dies einzugestehen, geben sie dem Sprecher die Schuld. Wer sich einfacher ausdrückt, wird als „einer von uns“ wahrgenommen.
• Selbstsicherheit wird mit Kompetenz verwechselt.
Die menschliche Natur hat sich nicht gewandelt. Die Menschen verwechseln nach wie vor Entschlossenheit mit Weisheit und Selbstsicherheit mit Wissen. Trump wurde zum perfekten Beispiel für den Dunning-Kruger-Effekt: ein Mann mit begrenztem Verständnis, der sich selbst als Genie inszeniert. Doch genau diese blinde Selbstsicherheit ist es, die viele Wähler als Stärke empfinden.
• Populisten umgeben sich mit schwächeren Persönlichkeiten.
Demagogen und autoritär veranlagte Führungspersönlichkeiten fürchten intelligente, eigenständig denkende Menschen. Deshalb umgeben sie sich häufig mit loyalen, aber weniger kompetenten Figuren. Trumps erste Regierungsmannschaft wurde teilweise noch durch institutionelle Trägheit und traditionelle Republikaner eingebremst. Später monierten viele Kritiker, er habe zunehmend Loyalisten, Verschwörungstheoretiker und ideologische Fanatiker erfahrenen Fachleuten vorgezogen.
• Die Geschichte wiederholt sich.
Eine Gesellschaft, die nach einfachen Antworten sucht, öffnet Demagogen immer wieder Tür und Tor. Anstatt die schwierige Realität der Demokratie – Kompromisse, Institutionen, Verantwortung – anzunehmen, entscheiden sich die Menschen für die Illusion der Einfachheit. Sie wollen einen „starken Führer“, der angeblich „weiß, wie es geht“ und endlich „die Wahrheit sagt“ – selbst wenn diese Wahrheit größtenteils Fiktion ist.
• Wissen an sich wird zum Nachteil.
Eines der Paradoxa der modernen Politik ist, dass Intellekt oft schwach wirkt. Nachdenklichkeit erzeugt Zweifel, und Zweifel verärgert die Menschen. Wer analysiert, wirkt unsicher. Wer Gewissheit verspricht, klingt überzeugend. Für viele Wähler zählt der Schein mehr als die Realität.
Die Lektion ist einfach und brutal: Demokratie ohne nachdenkliche Wähler ist nur eine leere Hülle.
Solange große Teile der Gesellschaft weiterhin an einfache Antworten auf komplexe Probleme glauben, wird das Trump-Phänomen – oder etwas sehr Ähnliches – in verschiedenen Ländern und unter wechselnden Gesichtern immer wiederkehren.
Und jedes Mal kommt es mit demselben Versprechen daher:
„Ich allein kann es richten.“
Deshalb erfordert Demokratie mehr als bloßes Wählen.
Sie erfordert eigenständiges Denken.
Ohne dieses kann jeder, der einen griffigen Slogan parat hat, zu ihrem Herrn werden.
https://x.com/MykhailoRohoza/status/2056354709363990645
Wer glücklich ist, bedarf nicht der Bosheit (Horkheimer).
Wer denkt, ist nicht wütend (Adorno).
Die Hölle, das sind die anderen (Sartre).
Der freie Marx hegelt das (SJ).
Wer denkt, ist nicht wütend (Adorno).
Die Hölle, das sind die anderen (Sartre).
Der freie Marx hegelt das (SJ).
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
Meine lieblingspassage. Ich würde sagen: schwejk for president, bei ihm geht komplizierte sprache ohne dass er beim einfachen leser durchfällt.Einfachheit wird zur Sprache des „kleinen Mannes“.
Intellektuelle ziehen in der Massenpolitik fast immer den Kürzeren. Komplizierte Sprache irritiert die Menschen. Viele fühlen sich unwohl, wenn sie etwas nicht verstehen; doch anstatt dies einzugestehen, geben sie dem Sprecher die Schuld. Wer sich einfacher ausdrückt, wird als „einer von uns“ wahrgenommen.
Eine Meinung.
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
...........und wir sind hier auf dem "besten" Weg dahin. Die systematische Volksverdummung der letzten Jahrzehnte trägt ihre Früchte. Ich bin wirklich froh, dass ich schon so alt bin, und somit den größten Teile meines Lebens, in freiheitlicher Demokratie verbringen durfte. Dafür empfinde ich große Dankbarkeit.Schwejk hat geschrieben: ↑Di 19. Mai 2026, 10:25 Aufgespießt und übersetzt - ein Resümee:
Das Trump-Phänomen:
Warum glaubte die Hälfte Amerikas einem Lügner?
Viele Menschen stellen sich immer wieder dieselbe Frage: Wie konnte Donald Trump an die Macht gelangen?
Warum erfuhr ein Mann, der weithin als ungebildet, verantwortungslos und narzisstisch selbstverliebt galt, eine derart massive Unterstützung?
Warum hatten Intelligenz, Kompetenz und Erfahrung plötzlich ein so geringes politisches Gewicht – und was sagt das über die Demokratie selbst aus?
• Populismus verkauft stets einfache Antworten.
Wo Experten über Komplexität, Risiken und Nuancen sprechen, brüllen Populisten Parolen. „Baut die Mauer!“ „Macht Amerika wieder groß!“ Ein Slogan ist immer kürzer als eine Analyse – und daher wirksamer für Massen, die des Denkens müde sind oder die ohnehin nie tiefgründig nachdenken wollten.
• Emotion besiegt das Argument.
Trump sprach – wie jeder Demagoge – nicht die Vernunft, sondern die Emotionen an. Seine Rhetorik baute auf Wut, Ressentiments und Angst auf. Er schuf Feindbilder, versprach Rache und vermied komplizierte Erklärungen. Wie viele Populisten vor ihm setzte er weniger auf politische Programme als vielmehr auf Empörung und emotional aufgeladene Narrative.
• Einfachheit wird zur Sprache des „kleinen Mannes“.
Intellektuelle ziehen in der Massenpolitik fast immer den Kürzeren. Komplizierte Sprache irritiert die Menschen. Viele fühlen sich unwohl, wenn sie etwas nicht verstehen; doch anstatt dies einzugestehen, geben sie dem Sprecher die Schuld. Wer sich einfacher ausdrückt, wird als „einer von uns“ wahrgenommen.
• Selbstsicherheit wird mit Kompetenz verwechselt.
Die menschliche Natur hat sich nicht gewandelt. Die Menschen verwechseln nach wie vor Entschlossenheit mit Weisheit und Selbstsicherheit mit Wissen. Trump wurde zum perfekten Beispiel für den Dunning-Kruger-Effekt: ein Mann mit begrenztem Verständnis, der sich selbst als Genie inszeniert. Doch genau diese blinde Selbstsicherheit ist es, die viele Wähler als Stärke empfinden.
• Populisten umgeben sich mit schwächeren Persönlichkeiten.
Demagogen und autoritär veranlagte Führungspersönlichkeiten fürchten intelligente, eigenständig denkende Menschen. Deshalb umgeben sie sich häufig mit loyalen, aber weniger kompetenten Figuren. Trumps erste Regierungsmannschaft wurde teilweise noch durch institutionelle Trägheit und traditionelle Republikaner eingebremst. Später monierten viele Kritiker, er habe zunehmend Loyalisten, Verschwörungstheoretiker und ideologische Fanatiker erfahrenen Fachleuten vorgezogen.
• Die Geschichte wiederholt sich.
Eine Gesellschaft, die nach einfachen Antworten sucht, öffnet Demagogen immer wieder Tür und Tor. Anstatt die schwierige Realität der Demokratie – Kompromisse, Institutionen, Verantwortung – anzunehmen, entscheiden sich die Menschen für die Illusion der Einfachheit. Sie wollen einen „starken Führer“, der angeblich „weiß, wie es geht“ und endlich „die Wahrheit sagt“ – selbst wenn diese Wahrheit größtenteils Fiktion ist.
• Wissen an sich wird zum Nachteil.
Eines der Paradoxa der modernen Politik ist, dass Intellekt oft schwach wirkt. Nachdenklichkeit erzeugt Zweifel, und Zweifel verärgert die Menschen. Wer analysiert, wirkt unsicher. Wer Gewissheit verspricht, klingt überzeugend. Für viele Wähler zählt der Schein mehr als die Realität.
Die Lektion ist einfach und brutal: Demokratie ohne nachdenkliche Wähler ist nur eine leere Hülle.
Solange große Teile der Gesellschaft weiterhin an einfache Antworten auf komplexe Probleme glauben, wird das Trump-Phänomen – oder etwas sehr Ähnliches – in verschiedenen Ländern und unter wechselnden Gesichtern immer wiederkehren.
Und jedes Mal kommt es mit demselben Versprechen daher:
„Ich allein kann es richten.“
Deshalb erfordert Demokratie mehr als bloßes Wählen.
Sie erfordert eigenständiges Denken.
Ohne dieses kann jeder, der einen griffigen Slogan parat hat, zu ihrem Herrn werden.
https://x.com/MykhailoRohoza/status/2056354709363990645
Re: Flüchtige Bemerkungen oder Wissenswertes
Bankenkrise umgedeutet in Staatschuldenkrise (umgedeutet durch die Banken) = zu viel Sozialstaat. Ja keine Regulierung! Privat -kapitalgedeckte Altersvorsorge. (Damals bei dem Rettungsschirm weitreichende Machtbefugnisse für entsprechende Geld oder Währungsinstitutionen.) Durch reguläre Parteien!
BIP in den letzten 30 Jahren um 100% gestiegen. Lohnentwicklung im gleichen Zeitraum in den untersten und mittleren Einkommensgruppen so gut wie nicht vorhanden. Da spricht man eher von Reallohnverlusten. Also sinkende Kaufkraft. Was durch nachfolgende Krisen wie Corona oder Kriegsherde noch verschärft wurde. Steigende Mietausgaben, Energie, Inflation usw. usf. Politik von regulären Parteien.
Da gab es dann in den etablierten Parteien Politiker, die von Sonderprogrammen für die Rettung der Innenstädte sprachen. Lindner sprach unmittelbar nach Corona davon, dass man die Produktivität steigern müsse. Wo viele Leute andere Probleme hatten. CDU/FDP.
Reaktion eher (medial, politisch) gebot der Lohnzurückhaltung. Die CDU z.B. war von einer Anhebung des Mindestlohns in Zeiten der Zunahme der Inflation nicht begeistert. Um nicht zu sagen, dass sie dagegen war. Nicht von Populisten, von bürgerlichen Parteien.
Einwanderung (externe Krise durch Kriegsherde) = zu viel Sozialstaat. Klar auch populistisch von gewissen Parteien missbraucht, keine Frage. Trotz der Aussage "alternativlos".
Wirtschaftskrise durch steigende Energiepreise und Importschwierigkeiten = Muster: Wir (also die untere Hälfte) muss den Gürtel enger schnallen. Aber Sondervermögen für Kriegsmaterial (eine gewisse Notwendigkeit mal außen vor gelassen),jedoch nicht für dringende Umwelt oder Klimaangelegenheiten. (PFAS, Atommüll, Giftabfälle) In dem Punkt eher Verwässerung. Merz: Wir haben genug getan. Die Chinesen sollen ... (grob) Nicht Populisten, bürgerliche Politiker.
Und das kommt in Deutschland z.B. nicht nur von der AfD. Das kommt vor allem auch von den Etablierten. Alles das mag kein Grund sein, zwanghaft die AfD oder in gesteigerter Form Trump zu wählen, aber es zeigt auch gewisse Tendenzen in den "Etablierten". Und da ist man noch nicht mal bei kleinen oder mittleren Skandälchen, die das politische Leben somit sich bringt. Maskenskandal usw.
Buchtipp (schon älter) "Der gekaufte Staat." (Koch, Unternehmen die Gesetze schreiben oder Grenzwerte festsetzen. ) Nicht Populisten, bürgerliche Parteien.
Gruß Ignazius
BIP in den letzten 30 Jahren um 100% gestiegen. Lohnentwicklung im gleichen Zeitraum in den untersten und mittleren Einkommensgruppen so gut wie nicht vorhanden. Da spricht man eher von Reallohnverlusten. Also sinkende Kaufkraft. Was durch nachfolgende Krisen wie Corona oder Kriegsherde noch verschärft wurde. Steigende Mietausgaben, Energie, Inflation usw. usf. Politik von regulären Parteien.
Da gab es dann in den etablierten Parteien Politiker, die von Sonderprogrammen für die Rettung der Innenstädte sprachen. Lindner sprach unmittelbar nach Corona davon, dass man die Produktivität steigern müsse. Wo viele Leute andere Probleme hatten. CDU/FDP.
Reaktion eher (medial, politisch) gebot der Lohnzurückhaltung. Die CDU z.B. war von einer Anhebung des Mindestlohns in Zeiten der Zunahme der Inflation nicht begeistert. Um nicht zu sagen, dass sie dagegen war. Nicht von Populisten, von bürgerlichen Parteien.
Einwanderung (externe Krise durch Kriegsherde) = zu viel Sozialstaat. Klar auch populistisch von gewissen Parteien missbraucht, keine Frage. Trotz der Aussage "alternativlos".
Wirtschaftskrise durch steigende Energiepreise und Importschwierigkeiten = Muster: Wir (also die untere Hälfte) muss den Gürtel enger schnallen. Aber Sondervermögen für Kriegsmaterial (eine gewisse Notwendigkeit mal außen vor gelassen),jedoch nicht für dringende Umwelt oder Klimaangelegenheiten. (PFAS, Atommüll, Giftabfälle) In dem Punkt eher Verwässerung. Merz: Wir haben genug getan. Die Chinesen sollen ... (grob) Nicht Populisten, bürgerliche Politiker.
Und das kommt in Deutschland z.B. nicht nur von der AfD. Das kommt vor allem auch von den Etablierten. Alles das mag kein Grund sein, zwanghaft die AfD oder in gesteigerter Form Trump zu wählen, aber es zeigt auch gewisse Tendenzen in den "Etablierten". Und da ist man noch nicht mal bei kleinen oder mittleren Skandälchen, die das politische Leben somit sich bringt. Maskenskandal usw.
Buchtipp (schon älter) "Der gekaufte Staat." (Koch, Unternehmen die Gesetze schreiben oder Grenzwerte festsetzen. ) Nicht Populisten, bürgerliche Parteien.
Gruß Ignazius



