Der Trainer hat da auch direkt mitgeholfen. Groß für Bellinghams Position verstehe ich grundsätzlich schon, wenn es ein 1:1 Wechsel ist. Aber für Silva heißt Entlastung geht flöten.
Kann zwar nicht mit Statistik aufwarten, aber ich würde mal frech behaupten, dass so gut wie kein Trainer der Welt nach einer roten Karte für sein Team offensiv wechselt. Zumal die Auswechselung von Chucky sehr wahrscheinlich auch so passiert wäre. Allgemein wird in Unterzahl, ich sag es mal so, auf Fehler des Gegners spekuliert, um dann irgendwie mit ein oder zwei Spielern ein Konter zu fahren. Aber man rückt in Ballbesitz eher selten geschlossen nach.
Man kann zwar hin und und wieder mit Ballbesitzphasen (Ecken, Einwürfe, Fouls, allg. Zeitspiel) etwas Zeit von der Uhr nehmen, merkt aber darin oft recht schnell die Unterzahl.
Es ist auch eher selten, dass Teams in Unterzahl noch zwei oder drei Tore machen bzw. kaum mehr als diese zwei oder drei Chancen bekommen. Manchmal sogar weniger. Je nach Dauer, die man in Unterzahl spielen muss. Weil so blöd sind die Gegner nicht, um in Überzahl reihenweise Fehler anzubieten.
Langholz: Warum man wohl Langholz spielt? Da kann man auch schnell eine Diskussion darüber haben, warum wir in Unterzahl in der eigenen Hälfte unter Druck noch großartig ein auf Kombinationsfußball machen wollen, wenn wir durch so eine Spielweise nach Ballverlusten entsprechende Gegentore fangen.
Wie auch immer. Mit der eigenen Unterzahl steigt die Wahrscheinlichkeit auf Gegentore. Das zu vermeiden, darauf liegt zumeist der Fokus. Auf der Rest kann man spekulieren ja, mehr aber auch nicht. Und es gab auch schon Spiele von uns in Unterzahl, die wir noch mit 1:0 über die Zeit gebracht haben. Mit ähnlichem Ansatz.
Gruß Ignazius